erste Woche ohne

Verzicht aufs Auto, alles mit dem Rad fahren, dachte ich, ist kein Problem. Ich fahre ja sowieso alles mit dem Rad. Denkste. Es ging schon am Samstag los: Telefon: Papa, holst Du mich ab? Nein, Du läufst. Da hatte ich es, das schlechte Gewissen und den abrupten der Abschied von der Vaterrolle, die darin besteht, gutmutig alle Wünsche zu erfüllen. Doch es kommt  noch schlimmer. Ich bin angewiesen. Da stehen drei Kisten mit Gemeindebriefen. Sie müssen nach Jakobus. „Für die Pfarrstelle ist ein Kombi unerlässlich“. Diese Formulierung hätte fairerweise im Amtsblatt für unsere Pfarrstelle stehen sollen. Aber es gibt für alles eine Lösung.  Während meine Tochter, die ich zwei Tage vorher laufen habe lassen, mit dem Auto fährt, präsentiere ich mit dem Rad vorne weg oder hinter her, je nach Verkehrsaufkommen, meine ethische avantgardistische Überlegenheit. Dazwischen eine kleine Wettfahrt.  Bei 44 km/h muss ich sie aber ziehen lassen. Die auf meinem Tacho angezeigte co2 Ersparnis kann ich knicken. Eine weitere Folge als Radelstar: die weiblichen Familienmitglieder einwickeln eine ausgewachsene Velophobie.
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