Mit dem Leihrad geht es weiter

Mein Radhändler hat mir nach dem Diebstahl meines Rades am vergangenen Mittwoch sofort ein neues Rad zur Verfügung gestellt. Bis mein zweites Rad aus der Werkstatt kommt, bin ich jetzt zumindest wieder mobil.

Am Mittwochmorgen hatte ich Besuch von einem Team des Fernsehsenders Studio 47. Noch mit meinem jetzt gestohlenen Rad haben die Fernsehmenschen mich ein Stück auf dem Weg zur Arbeit begleitet um über die Aktion Stadtradeln zu berichten:

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Die ersten 300 Kilometer sind geschafft

Direkt am Rhein liegt das Lokal Ziegenpeter mit einem großen Sandstrand.

Direkt am Rhein liegt das Lokal Ziegenpeter mit einem großen Sandstrand.

Nach einer Woche ohne Auto sind bereits 300 Kilometer im Radelkalender registriert. Eine schöne Aktion war die Starttour zum Rheinpark. Das waren zwar nur 9 Kilometer, dafür aber mit einem schönen Ziel in der Nähe der Duisburger Innenstadt.

Vor dem Start der Aktion musste ich allerdings noch mal schnell in den Baumarkt. Ich wollte schließlich am letzten Wochenende noch streichen. Die 20 Liter Farbe sind dann für den Transport auf dem Rad doch zu schwer. Jetzt liegen noch einige alte Fliesen im Hof. Der Abtransport zum Recyclinghof muss halt noch warten. Allerdings zeigt sich, so ganz ohne PKW ist die Organisation des Transports von Gütern doch nicht machbar. Ich kann mir zwar ein Lastenrad ausleihen, aber vor der anstrengenden Tour mit Gewicht und einigen Kilometern schrecke ich doch zurück.

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Abschlusswoche Stadtradeln

Stadtradeln_EssenIAm letzten Tag des Aktionszeitraums in der Metropole Ruhr konnte ich am Nachtradeln des ADFC Essen und Gelsenkirchen teilnehmen.

Ab 20 Uhr ging es erst durch Essen-Rüttenscheid und anschließend über Kray nach Gelsenkirchen. Das Nachtradeln ist durch die Polizeibegleitung ein besonderes Ereignis. So können alle Radfahrer ohne Stopp an Ampeln durch die abendliche Stadt fahren. Immerhin zweihundert Menschen ließen sich auch durch die schlechte Wetterprognose nicht von der Teilnahme abhalten. Zum Glück zog die Gewitterfront aber südlich an Essen vorbei und es blieb trocken und fast noch sommerlich warm.

Stadtradeln_EssenDer nächtliche Tross sorgt natürlich für viel Aufmerksamkeit bei den Passanten und Autofahrern. Viele Zuschauer winkten oder applaudierten.

Als Ziel wurde wie in den Vorjahren das Café der Kinderburg im Revierpark Nienhausen angefahren. Das Personal hatte sich extra auf die späten Gäste mit Salaten, Würstchen und Getränken eingerichtet. Die Kinderburg ist ein Projekt des Ziegenmichel e.V ( www.ziegenmichel.de ), einem Lehr- und Erlebnisbauernhof für Kinder und Jugendliche. Die Tourteilnehmer konnten so noch den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Stadtradeln_Essen_Abschlussessen

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Bahntrassenradeln

BahnradelnDen Abschluss der zweiten Woche Stadtradeln bildete eine Aktiventour des ADFC Duisburg. Mit insgesamt 11 Personen haben wir die Bergischen Bahntrassen erkundet. Geplant wurde der Wochenendausflug von Peter Flesch. Er hat viele Wege im Bergischen Land erkundet um für die BVA einen Ausflugsführer passend zu den Bahntrassen der Region zu erstellen. So brauchten die Mitfahrer sich keine Gedanken über die Strecke zu machen.

Leider konnte ich am Samstag nicht in Duisburg starten, da ich erst noch in Essen arbeiten musste. Erst nach 14 Uhr ging es mit der Bahn nach Velbert. Von Neviges (Aufzug defekt) waren etliche Höhenmeter zu überwinden um auf die Bahntrasse zu gelangen. Mit Elektrounterstützung zum Glück kein Problem. Die Gruppe war aber erst bis Heiligenhaus gekommen. Ein ausführlicher Besuch der dortigen Kaffeerösterei war Grund für die Verzögerung. So konnte ich mich auch erst mal mit heißer Schokolade und Kuchen stärken.

AbseitsAm Samstag ging es überwiegend über Bahntrassen nach Wülfrath zum Abendessen und zur Unterkunft. Allerdings hat unser Tourenleiter auch einige grüne Wege abseits der alten Bahnlinien ausgewählt. Das führte aber zu einer sehr abwechslungsreichen Strecke. Immer nur auf einer Bahntrasse zu fahren ist ja auch etwas eintönig. Ein Besuch in einem Feuerwehrmuseum am Nachmittag war auch sehr lehrreich. Obwohl wir nicht viele Kilometer gefahren sind, reichte die Zeit doch nicht zur Besichtigung all der am Wegesrand liegenden interessanten Orte.

Altstadt

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Mal eben mit dem Auto

Eigentlich sollte das Stadtradeln in der Metropole Ruhr ja schon im Juni vorbei sein. So habe ich mich schon viel früher im Jahr auf die Zeit ohne Auto eingestellt. Allerdings ist es dann doch noch mal etwas anderes wenn man es nun auf keinen Fall nutzen kann. Die angefallenen Gartenabfälle müssen halt noch liegen bleiben. Mal eben mit dem Auto zu den Entsorgungsbetrieben fahren… Im Oktober werden Sie glücklicherweise von der Siedlergemeinschaft eingesammelt.
Besonders hat mich gefreut, dass das Wetter mitgespielt hat. Die Regenkleidung kam glücklicherweise nicht zum Einsatz. Einen Tag hab ich statt Rad dann die Bahn genutzt. Da hätte wohl nur ein Taucheranzug von außen trocken gehalten Die 21 km zu meiner Arbeit lassen sich mit einem Pedelec schnell zurücklegen. So bin ich viel flexibler als mit der Bahn und in der Woche auch nicht langsamer als mit dem Auto.

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hallo Essen! hallo Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Rheinberg! hallo Ruhrpott! hallo Welt!

[noch 1 Tag bis zum Start]

Das mit dem Star? Ich weiß nicht. Stadtradler auf jeden Fall. Stadtradler bin ich von Kindesbeinen an. Doch im Herbst 1993 kam das Mofa. Später dann das Moped, geliehene Motorräder und insgesamt vier Autos (also der Reihe nach, nicht gleichzeitig). Das Radfahren spielte keine Rolle mehr.

Ihr könnt es schon erahnen – sonst würde ich hier nicht bloggen: diese Motorisierung nahm dann auch wieder ab. Dank meiner Frau nutzte ich ab 2005 das Rad dann immer öfter zum Einkaufen. Nach und nach auch für Wege zum Jobben und zur Uni bzw. zum Bahnhof, da ich in Dortmund wohne und in Duisburg studierte. Mittlerweile arbeite ich an dieser Uni – auch in Essen -, und so ist das Pendeln mit Bahn und Velo zum Alltag geworden.

Was sich heute noch ändert, sind die Anteile zwischen diesen beiden Verkehrsmitteln. Immer mehr Kilometer verlagere ich von der Bahn aufs Rad: d.h. ich radle nicht zum nahe gelegenen Dorfbahnhof, sondern zum Hauptbahnhof. Wenn ich nach Duisburg zur Arbeit möchte, steige ich immer öfter bereits in Essen aus und radle gemeinsam mit einem Arbeitskollegen nach Duisburg. Und vielleicht steige ich demnächst in Bochum oder Herne aus, wenn ich nach Essen will.

Ach ja, das Auto. Das habe ich noch, sonst wäre ich gar nicht zum Stadtradeln-Star ernannt worden. Aber in den letzten zwei Jahren brauchte ich vier- oder fünfmal Starthilfe, weil die Batterie sich aufgrund der wenig zurückgelegten Kilometer nach und nach entleerte. Als ich dann gefragt wurde, ob ich nicht während des Stadtradelns meinen Autoschlüssel für drei Wochen abgeben wollte, musste ich keine Sekunde überlegen. Wenn ich das Stadtradeln also carefree überleben werde, werde ich danach carfree leben.

Ich bin Stadtradeln-Star für Essen und Kapitän für das Team Universität Duisburg-Essen. Wenn ich hier über Essen schreiben werde, dann wird das auch in der entsprechenden Kategorie zu finden sein. Da ich aber auch wissen will, was in den anderen Stadtradeln-Städten in der VeloCityRuhr so passiert, also Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Rheinberg, werde ich evtl. auch mal für die anderen Städte schreiben.

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