Auch in Bottrop hats begonnen – zwischenfazit nach einer Woche!

Hallo,

auch in Bottrop hat am letzten Samstag die Aktion ‚Stadtradeln‘ begonnen.

Stefan:

Ich muss gestehen, die erste Woche ganz ohne Auto war schon nicht sooo einfach. Dummerweise wohnen wir in Vonderort und egal wo wir hin wollen, es muss erstmal ein doofer (ehrlich!) ‚Berg‘ bewältigt werden. Da kann einem die Motivation grad früh morgens um 5.30 Uhr schon fast einen Strich durch die Rechnung machen. Aber nutzt ja nix – da müssen wir jetzt durch.

Mein Tacho zeigt nach 7 Tagen nun ca.  140km. Hauptsächlich Arbeitsweg (16km/Tag) und Einkäufe.

Das beste ist natürlich der Feierabendverkehr. Überall staut es sich wie verrückt und mit dem Bike kann man einfach dran vorbei rauschen. Das sind so die Momente, die mir ein breites Grinsen ins Gesicht packen 😀

Nicht so toll sind die Momente, wo irgendein Autoheini ungebremst aus der Einfahrt/Nebenstraße auf den Radweg fährt. Zumindest dann nicht wenn ich mit 40km/h ankomme. Deswegen fahre ich mittlerweile schon fast nur noch auf der Straße. Ist einfach zu gefährlich auf dem Radweg.

Toll ist es auch, wenn ich mit Anhänger den Radweg langfahr,  ein Autoheini langsam aus der Einfahrt rauskommt und mir direkt in die Augen schaut… Um dann doch noch weiterzufahren und mich zum anhalten zwingt. Das sind so die Momente, da wünscht man sich einen großen Hammer. Oder einen Panzer. Dazu zählen übrigens sture, bockige, taube Fußgänger… 😉

Alles in allem macht das Radfahren unheimlich Spaß und erleichtert vieles. Außerdem kommt man nach der Arbeit wunderbar wieder runter und kann den ganzen Frust und Ärger in die Pedale fließen lassen.

Romy:

Bei uns hat nun der Kindergartenalltag einzug gehalten,  passend zum Stadtradeln 🙂

Bis zum Kindergarten und zurück sind es zwar nur fast 5 km aber dieser Berg!  und das mit Kind und Anhänger,  puh. Man braucht natürlich länger als wie mit dem Auto und die Versuchung am frühen Morgen damit zu fahren ist natürlich groß,  wird aber von Tag zu Tag besser und wenn man es geschafft hat,  ist man doch irgendwie ganz stolz und glücklich

Tachstand: 60km

 

 

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hallo Essen! hallo Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Rheinberg! hallo Ruhrpott! hallo Welt!

[noch 1 Tag bis zum Start]

Das mit dem Star? Ich weiß nicht. Stadtradler auf jeden Fall. Stadtradler bin ich von Kindesbeinen an. Doch im Herbst 1993 kam das Mofa. Später dann das Moped, geliehene Motorräder und insgesamt vier Autos (also der Reihe nach, nicht gleichzeitig). Das Radfahren spielte keine Rolle mehr.

Ihr könnt es schon erahnen – sonst würde ich hier nicht bloggen: diese Motorisierung nahm dann auch wieder ab. Dank meiner Frau nutzte ich ab 2005 das Rad dann immer öfter zum Einkaufen. Nach und nach auch für Wege zum Jobben und zur Uni bzw. zum Bahnhof, da ich in Dortmund wohne und in Duisburg studierte. Mittlerweile arbeite ich an dieser Uni – auch in Essen -, und so ist das Pendeln mit Bahn und Velo zum Alltag geworden.

Was sich heute noch ändert, sind die Anteile zwischen diesen beiden Verkehrsmitteln. Immer mehr Kilometer verlagere ich von der Bahn aufs Rad: d.h. ich radle nicht zum nahe gelegenen Dorfbahnhof, sondern zum Hauptbahnhof. Wenn ich nach Duisburg zur Arbeit möchte, steige ich immer öfter bereits in Essen aus und radle gemeinsam mit einem Arbeitskollegen nach Duisburg. Und vielleicht steige ich demnächst in Bochum oder Herne aus, wenn ich nach Essen will.

Ach ja, das Auto. Das habe ich noch, sonst wäre ich gar nicht zum Stadtradeln-Star ernannt worden. Aber in den letzten zwei Jahren brauchte ich vier- oder fünfmal Starthilfe, weil die Batterie sich aufgrund der wenig zurückgelegten Kilometer nach und nach entleerte. Als ich dann gefragt wurde, ob ich nicht während des Stadtradelns meinen Autoschlüssel für drei Wochen abgeben wollte, musste ich keine Sekunde überlegen. Wenn ich das Stadtradeln also carefree überleben werde, werde ich danach carfree leben.

Ich bin Stadtradeln-Star für Essen und Kapitän für das Team Universität Duisburg-Essen. Wenn ich hier über Essen schreiben werde, dann wird das auch in der entsprechenden Kategorie zu finden sein. Da ich aber auch wissen will, was in den anderen Stadtradeln-Städten in der VeloCityRuhr so passiert, also Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Rheinberg, werde ich evtl. auch mal für die anderen Städte schreiben.

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