Das Ziel ist erreicht…

…eigentlich sind wir sogar erheblich weiter gekommen. Anfangs war von möglichst 40.000 km die Rede (einmal um den Aquator), heute Mittag – mittlerweile Tag 4 nach Ende der diesjährigen Stadtradelaktion – waren bereits 92.000 km erfasst. Hätte das vorher jemand auch nur geahnt? Hoffen wir mal, dass dieses gute Ergebnis im nächsten Jahr wieder erreich bzw. sogar getoppt wird.

Mein persönlicher Wunsch wäre eine Wiederholung im nächsten Frühjahr (Mai/Juni), dieser September war mir einfach zu nasskalt. Dass die Befahrung des Wümmeradweges aufgrund der eindeutigen Wetterprognosen diverser Apps und Radiosender ausfiel ist mehr als ärgerlich. Letztendlich hatten wir den gesamten Tag gutes Wetter :-(.

Spannend war auch die allabendliche Eintragung der Tagesergebnisse und das in der dritten Woche ständige Kopf-an-Kopf-Rennen mit der örtlichen Nabu-Gruppe. Leider fehlte mir am letzten Tag die Zeit für weitere Kilometer, die 700er-Grenze hätte ich gerne geknackt. Vielleicht nächstes Jahr!

Ich kann jedem Teilnehmer nur empfehlen, sich in 2016 als Stadtradel-Star zur Verfügung zu stellen. Die Blog-Schreiberei läuft bereits beim zweiten Mal erheblich flüssiger und wer nicht gerade arbeitstechnisch unbedingt auf das Auto angewiesen ist  sollte dieses Experiment ruhig einmal wagen. In diesem Sinne – bis nächstes Jahr!

 

 

Stadtradeln: Die Stadt Nordhorn ist 2016 wieder dabei!

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Viele Regenschauer begleiteten uns wärend des Stadtradelns

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Die geplante Büergermeister-Radtour ist völlig „ins Wasser gefallen“

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Eine Stunde später habe ich bei Sonnenschein den Campingpark „De Pappilon“ in der Nachbargemeinde Denekamp (NL) besucht

Drei Wochen sind vorbei. Mein persönliches Ziel, 21 Tage ohne Autofahren, habe ich geschafft. Nicht immer war es leicht, die Wetterbedingungen waren regelmäßig schwierig. Insgesamt habe ich 376 Kilometer geradelt.
Das Wichtigste: Das Radfahren (und der Verzicht auf das Auto) hat mir viel Freude bereitet!
Im nächsten Jahr gründen wir in Nordhorn eine offene „Drei Wochen ohne Auto Mannschaft“

Unsere Nordhorner Ergebnisse können sich sehen lassen:

Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro Einwohner/in: Platz 3 in Niedersachsen (von 32)

Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern: Platz 4 in Niedersachsen mit rund 164.000 km (von 32). Vor uns liegen nur die Region Hannover sowie die Großstädte Hannover und Wolfsburg.

Im Jahr 2016 sind wir wieder dabei. Danke für das Mitmachen!

hibike – ein starkes Team!

27.09.

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Wetter und Stimmung gut, genau richtig für den ersten „Betriebsausflug“ des hibike – Teams. Nicht ganz vollzahlig (KSC-Spiel und eine Geburtstagsfeier führten leider zu 2 Absagen), dennoch: der harte Kern war dabei! Und es war immer schon ein hohes Ziel des hibike-Teams nicht nur der örtliche Einzelhandel, nein, auch die örtliche und sogar  regionale Gastronomie zu fördern! Also auf zur Tour de Vogel! Ettlingen-Durlach-Karlsruhe-Ettlingen: ein schöner Tag!DSC_2875

 

Und für die Statistik des hibike-Kontos: 8x ca.34 km!

…mal schnell ein bestelltes Buch abholen!

24./25./26.09

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Eigentlich nichts Spektakuläres in den 3 Tagen, aber gerade der Alltag zeigt, dass nicht nur was die Umwelt angeht, das Rad im Nahbereich dem Auto überlegen ist. Da ist zB. auch der Zeitfaktor! Ruckzuck ist man mit dem Rennrad  von Bruchhausen in Ettlingen und noch schneller zurück! Mal schnell ein empfohlenes und bestelltes Buch in einer Ettlinger Buchhandlung abholen? Kein Problem! Eine gute, wasserdichte Kuriertasche und man ist für solche Jobs ideal ausgerüstet! Von besagter Buchhandlung zurück nach Bruchhausen Haustür/Haustür  unter10 Minuten ist mit dem Auto, das man ja erst aus der Tiefgarage holen muss, kaum zu toppen! DSC_2863

 

Und dem eigenen Innenleben tut Radfahren gut! Frische Luft, die Sonne scheint, Ortschaftsrat Kiefer grüßt aus dem vorbeifahrenden Lkw und sogar die Geschwindigkeitskontrolle in Bruchhausen lächelt zur Abwechslung mal in grün!

Statistik: für die 3 Tage 78,5 km; 11,29 kg CO2 Einsparung

….die Woche Nr. 2 neigt sich entschleunigt dem Ende zu, aber die VW-Manipulationen frustrieren!

22.09

Radleralltag: „nur“ Enkeldienst.  Statistik: 21,3 km und 3,07 Kg CO2 eingespart.

23.09.

Ein Standard-Mittwoch: Einkauf, KITA-Taxi und Bandprobe. Aber akustische Jazzgitarren haben keine Kinder-Standardmaße! Statistik:32,8 km; 3,27 CO2 Einsparung.

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Die 2. Woche endet mit 282,3 km und einer CO2 Einsparung von 40,65 kg CO2.Mit Woche 1 zusammen gibt das 513 km gefahren und 73,87 kg CO2 eingespart. Eigentlich ganz ordentlich, aber wenn man dann erfährt, was durch die VW-Software-Manipulationen an mehr Schadstoffen heimlich in die Umwelt gepustet wurde, bekommt man den Frust!

 

jähes Ende am Sonntag?

Fast wäre das Stadtradeln schon eine halbe Woche früher zu Ende gewesen – für mich jedenfalls. Eigentlich hatten mein Mann und ich am Sonntag eine Radtour nach Baden-Baden geplant. Das Wetter bot sich ja wirklich an und so fuhren wir gut gelaunt um die Mittagszeit los.

Wir kamen bis kurz nach Malsch, als es einen Knall tat und nur noch einer meiner beiden Reifen Luft hatte – Reifenplatzer! Von ÖPNV weit und breit keine Spur, also blieb mir nur, den Rückweg per Pedes anzutreten und das Rad zu schieben. Mein Mann fuhr voraus und holte sein Auto, um mein Fahrrad einzuladen. Während ich überlegte, wie ich denn, ohne in ein Auto zu steigen, nach Hause kommen könnte, und zum Ergebnis kam, dass ich joggen gehen könnte (die Fahrradkleidung war glücklicherweise auch passende Laufkleidung) hatte mein Mann die bessere Idee: er brachte im Auto auch sein Fahrrad wieder mit, so dass ich mit seinem Fahrrad weiter fahren konnte, während er meines nach Hause transportierte. Damit habe ich die Regeln ja eingehalten und kein Auto von innen gesehen.

Zu Hause haben wir dann mein Fahrrad repariert – in Malsch gibt es zwar keinen Fahrradladen mit Notdienst, aber immerhin einen mit einem Schlauchautomaten! Dort zieht man – wie an einem Zigarettenautomaten – einen neuen Schlauch für 7 Euro. Auswahl gibt es auch. Feine Sache!

Immerhin kann ich jetzt auch die letzten drei Tage wieder mitfahren!

Es ist geschafft und hat sich gelohnt!

Nun sind die drei Wochen abgeradelt und man zieht seine eigene Bilanz: Eindrucksvoll war meine Ankunft am ersten Radeltag in Marxen am Berge, die herzliche Begrüßung durch meine Verwandten nach dem Eröffnungsradeln in Waffensen. Zu den neuen Erkenntnissen muss ich sagen, es geht nicht nur ohne Auto, mir hat auch kein Bus und keine Bahn gefehlt, owohl man darauf hätte zurückgreifen können. Die Erfahrung, wenn man bei schlechtem Wetter,  aufgeweichten Sandwegen und starker Steigungen außer Atem war, fragt man sich schon, warum man sich das antut. Doch das war schnell vergessen, wenn man sein Ziel erreicht hatte.

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Auf dem Foto kann man sehen, wie der Bewuchs vor der Garage zunimmt, wenn sie nicht geöffnet und befahren wird.

Dass ich es geschafft habe, unter die ersten 15 der insgesamt 125 Stadradler-Stars zu kommen, hätte ich selbst nicht gedacht. Neuerdings sagt mein Freund Kuno: „Wenn man jetzt mit Manfred fährt, hat man stets den Wind von vorn“. Diese eigene Leistungssteigerung bemerkt man selbst gar nicht so sehr.

Es hat sich einfach gelohnt, mitgeradelt zu sein!

…..von älteren Damen, Hühnern und einem vernünftigen Hund oder : von Mountainbikern und Spaziergängern!

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Nach dem morgendlichen Einkauf steigt die Party! Feuerwehrfest in Bruchhausen! Stadtradler, Enkel, die ganze Familie sitzen alle Einsatzfahrzeuge Probe, werden nass und essen zu viel! Also: zumindest der Stadtradler schwingt  – na, ja – setzt sich aufs Mountainbike und fährt die Standardstrecke: Ettlingen -diesmal ohne Tiziano – Kreuzelberg, Höhenweg, Malsch, Hurstsee, Bruchhausen. Einzig erwähnenswertes Highlight heute: die Begegnung mit Ihnen, den Spaziergängern!   Regelmäßige Mountainbiker kennen die Abläufe, hier sind sie nochmal dokumentiert:

Ein Stadtradler – also ich – fährt auf einem breiten Weg mit leichtem Gefälle in den Ettlinger Höhen. Nein, nicht sehr schnell; eher sportlich, straff, um mit Loriot zu sprechen. Da tauchen sie auf am Horizont: 3 ältere Damen, schön über die ganze Wegbreite verteilt, jeweils mit einem Hund, Typ Tierheim, nicht angeleint.

Der Mountainbiker – also ich –  gibt Laut: „Ping!“ Keine Reaktion, war wohl noch zu weit entfernt. Also näher ´ran und nochmal: „Ping!!“ Eine der Damen nimmt das Geräusch wahr, erschrickt und gibt in einem ersten Anflug leichter Panik einen Warnlaut ab! Dieser Warnlaut macht nun aus unseren Damen – es tut mir leid, das sagen zu müssen – Hühner, aufgescheuchte Hühner!

Das links laufende Huhn – dessen Hund natürlich rechts vorne läuft – ruft ängstlich den besagten Hund zurück, wild in Richtung Tier gestikulierend. Der Hund, durch Frauchens ängstliche Stimme und ständige Standortwechsel leicht irritiert, kommt in Schlangenlinien zurückgelaufen. Das rechts laufende Huhn mit seinem natürlich links laufenden Hund verfährt ebenso, nur spiegelbildlich. Das mittlere Huhn, dessen Hund weiter entfernt an den Bäumen geschäftlich unterwegs ist, bleibt zuerst schreckensstarr stehen, wendet sich den Bruchteil einer Sekunde nach links, um dann aber doch dem Haupthuhn nach rechts zu folgen! Nur Hund Nr. 3 steht über solchen Dingen. Er hebt kurz den Kopf, überschaut die Situation mit einem Blick und macht weiter, was Hunde eben so an Bäumen machen.

Der Stadtradler – also ich – hat inzwischen auf Schritttempo heruntergebremst, schlängelt sich – einige freundliche, beruhigende Worte sprechend – zwischen drei Damen und zwei Hunden durch, um dann doch noch fast über den langen, buschigen Schwanz von Hund 1 zu fahren, der inzwischen auf Befehl seines Frauchens mitten auf dem Weg sitzt. Im Weiterfahren hört der Stadtradler noch, wie eine der Damen ärgerlich zu ihrer Freundin sagt: „Ich dachte, Du würdest….!“

Immerhin; heute ist mein Tag! Sie schimpfen nicht über mich!

Die Statistik ist auch zufrieden: 32,1 km; 4,62 kg CO2 eingespart.

 

20.09

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Wir von „PlayJazz“ haben heute Vormittag einen Auftritt in der Ettlinger Schlossgartenhalle, Genussmesse. Chris, unser Pianist packt meine Gitarre, Verstärker etc. zu seinen Sachen ins Auto, ich fahre mit dem Rad nach Ettlingen. Das Konzert läuft prima, die Akustik ist perfekt. Nach dem Auftritt fahren meine Sachen ohne mich zurück nach Bruchhausen, ich radel nach Bad Herrenalb, Dampfloktage; nicht nur der Enkel ist begeistert! Heim fahren alle mit dem Zug, Stadtradler nehmen wieder ihr Fahrrad und haben abends 52,2 km auf TachoDSC_2854

Die Bad Herrenalb-Tour gestern war spontan: „Es lebe das km-Konto des hibike-Teams!“ Geplant für heute war jedoch die Tour de Murg von Freudenstadt nach Ettlingen, gemeinsam mit Freund Frank aus der Pfalz! Also nochmal.“ Es lebe das km-Konto des hibike-Teams!“ Weitere 93,7 km und 13,49 kg CO2 Ersparnis!

 

Mit dem Rad auf der Überholspur

DSCI0245Herrlich! Wenn man daran rechts vorbei radeln kann.
Das ist einer der Gründe, warum ich auch nach dem Stadtradeln weiter stadtradel.
Mag sein, dass ich nicht meine Kilometerhöchstleistung abgeliefert habe. Aber ich bin genau das mit dem Rad gefahren, was man so als Familienorganisator zu fahren hat. Also keine Extratouren.Und ganz ehrlich: es sind ja gerade die Kurzstrecken, die – mit dem Auto gefahren – besonders umweltschädlich sind.