The results are in… 3 Wochen ohne Auto – ein Fazit

Erstmal vorweg: Ich hab’s geschafft! Es war nicht immer einfach, auch mental durchaus anstrengend aber sehr empfehlenswert.
3 Wochen ohne Auto ist gut machbar – und auch sonst kann ich oft drauf verzichten.
Aber 35 Kilometer pro Tag alleine für den Weg in die Arbeit sind kein Pappenstiel.

Woche 1: Die 50km der Auftaktveranstaltung liegen mir natürlich gleich schwer in den Beinen, aber der Elan macht das alles  wieder wett. Schnitt am ersten Tag so ca. 22km/h.
Radeln jeden Tag ohne größere Probleme (außer den Ampeln).

Woche 2: Die neue Strecke ist zwar länger, aber viel schöner und gibt zumindest ein bisschen Antrieb. Es ist viel schöner lauter Menschen beim joggen und spazieren zu beobachten als zwischen stinkenden Blechlawinen zu stehen und darauf zu warten dass die Ampel umschaltet.
Nur meine Beine sind dafür blind und sind einfach leer – „I mog nimmer“ – Mittwochs nehme ich den Bus weil es regnet wie aus Eimern und meine Beine einfach streiken. Danach geht es mit reduziertem Tempo wieder.
Samstag und Sonntag sind für Erholung reserviert – wie sehr wünsche ich mir nun ein e-bike….

Woche 3: Langsam gewöhnen sich die Beine an die Belastung aus 19,3km/h am Anfang der Woche werden am Freitag entspannte 20.7km/h. 😉  Abends dann mit dem Zug (und Rad) nach München – die Fahrt nach München mit dem Rad war mir dann doch zu lange.
Montag morgen dann wieder mit Fahrrad im Zug zurück  und ab in die Arbeit.

Heute dann der ultimative Fitnesstest – das Ziel eine neue persönliche Bestleistung.
Also nach der Arbeit die Schuhe geschnürt, kurz gedehnt und dann auf aufs Rad – kurz warmfahren bis zur ersten Ampel und dann treten was die Beine hergeben.
25km/h nice… nach drei Kilometern sind die Beine warm
28km/h uhh nice… nach 10 km jetzt geht’s rund aber da geht noch was
35km/h! und das auf ebener Strecke, die letzten drei Kilometer locker flockig ohne dass mir die Lunge flöten geht und selbst der Puls ist nicht sehr hoch. Wow!
Zuhause angekommen sind die Beine zwar noch nicht leer aber durchaus gefordert – aber die Euphorie über einen 26er Schnitt über 17km lässt alles andere verblassen. Hammer.

 

Fazit:
527 Kilometer in drei Wochen – nicht schlecht und das mit 0 Benzin.
Das sind fast 10% der Leistung meiner Heimatgemeinde!

Insgesamt muss ich schon sagen es war zwar hart, aber hat sehr viel Spaß gemacht.
Ein Ruhetag mitten in der Woche wäre manchmal sehr nützlich gewesen um den Muskeln ein wenig Pause zu geben – immerhin ging es bei mir von 0 auf 527 innerhalb von drei Wochen 😉
Mein Auto habe ich an sich nicht wirklich vermisst, nur wenn die Beine mal wieder leer waren, habe ich auf die ein oder andere Fahrt verzichtet, die ich sonst (mit dem Auto) noch gemacht hätte. Man überlegt sich dann doch eher zweimal ob man die extra Kilometer noch in Kauf nimmt (sollte man sich beim Auto wohl auch öfter überlegen).

Ansonsten war es super – man bekommt vor allem nach der Arbeit den Kopf frei – das war wirklich schön und die extra Zeitbelastung hielt sich auch in Grenzen (2×50 min vs. 2x 25 min -> nur 50 Minuten mehr).
Von den Kollegen gab es auch sehr viel Zuspruch (und manchmal auch ein wenig Mitleid ;))

Und wie geht’s weiter:
2-5x pro Woche werde ich wohl weiterhin in die Arbeit radeln – das geht ganz gut und bringt einiges für die Fitness und für mich als Informatiker ist das eine gekonnte Abwechslung fürs Büro 😉
Ein neues Fahrrad wäre da natürlich eine gute Motivation 😉

p.s.: Zwei Kollegen habe ich tatsächlich auch dazu gebracht nun (fast)  jeden Tag zu Radeln!

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