Bericht aus Hamburg

Mit dem Stadtrad unterwegs im Schanzenviertel

Mit dem Stadtrad unterwegs im Schanzenviertel

Am Wochenende ging´s mit dem ICE nach Hamburg. Auch dort werden natürlich weiter fleissig km für das Stadtradeln gesammelt. In der City und den umgebenden Stadtteilen findet man fast überall Entleihstationen für die StadtRÄDER. Wer einmal registriert ist, kann über das Smartphone in wenigen Sekunden ein Rad entleihen.
Mittlerweile ist das System so erfolgreich, dass an bestimmten Stationen zeitweise keine Räder mehr verfügbar sind. Das haben wir an diesem Wochenende so gleich zweimal erlebt.
Dann bleibt einem nur noch übrig, die Hochbahn oder den Bus zu benutzen.
In Hamburg selbst wurde seit meinem letzten Besuch allerhand für den Radverkehr getan. Während in früheren Zeiten der Radverkehr häufig über verkümmerte gemeinsame Rad-/Fusswege auf dem Bürgersteig geführt wurde, finden sich jetzt auf vielen Hauptachsen neu angelegte Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Diese ermöglichen ein viel schnelleres Vorankommen für die Radler und vermeiden Konflikte mit den Fußgängern in den belebten Einkaufsstraßen.
Für die Verbindung der Stadtteile untereinander werden neue Velorouten angelegt. Leider weisen diese noch häufig Unterbrechungen auf und für den Radverkehr entstehen an vielen Kreuzungen zu lange Wartezeiten durch Ampelschaltungen, die immer noch den motorisierten Verkehr bevorzugen.

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Eine Fahrradstraße? Ja, aber bitte mehr davon!

 

Nun fahre ich also wieder mal ins Deichamt, im Durchschnitt mache ich das an vier Tagen in der Woche, mitunter auch zwei Male hin und zwei Male wieder zurück. Auf jeder dieser Fahrten mit dem Rad nutze ich die Wiesenstraße zwischen Rheinfeld und Stadt Zons. Seit Jahren schon ist diese Straße als Fahrradstraße ausgewiesen. Schilder und Fahrbahnmarkierungen weisen in aller Deutlichkeit darauf hin, dass Autofahrer hier nicht herfahren dürfen, es sei denn, sie seien Anlieger.

Fahrradstraße

Müsste ich heute eine gefühlte Bilanz zum Erfolg der Fahrradstraßen-Ausweisung erstellen, fiele diese Bilanz sehr zwiespältig aus. Gewiss, Radfahrer dürfen sich auf der Wiesenstraße straßenverkehrsrechtlich „im Heimatland“ fühlen, dies zeigen mir die Familien und Radfahrergruppen, die insbesondere am Wochenende auf der Fahrradstraße unterwegs sind. Doch auch sie müssen immer wieder Autofahrern ausweichen, die die Straße rechtswidrig befahren, weil sie eben nicht Anlieger sind. Für sie ist es halt viel bequemer und zeit- wie spritsparender, die direkte Verbindung zwischen Rheinfeld und Zons zu fahren als die deutlich längere „offizielle“ Strecke. Als inzwischen einheimisch Gewordener (falls man dies in Dormagen schaffen kann) staune ich oft, welche mir bekannten Gesichter mir im Auto entgegen kommen oder welcher Wagen mich gerade überholt, die Strecke schnurstracks durchfährt, ohne irgendwo wegen eines Anliegens zu halten.

Da frage ich mich als früherer Ratsherr, der die Ausweisung der Fahrrdstraße gefordert und mit betrieben hat, heute schon einmal, ob eine solche Maßnahme wirklich sinnvoll war und heute noh ist. Und trotz der erlebten Enttäuschungen sagt mir mein Kopf: ja, die Ausweisung war und ist sinnvoll, aber eben noch unvollkommen:

  • Sie muss durch weitere verkehrsrechtliche und straßenbauliche Maßnahmen noch eindeutiger ausgewiesen werden.
  • Sie braucht eine Verlängerung über die Straße „Auf dem Sandberg“ und den Andreasweg (Wirtschaftsweg, der die Andreasstraße mit der Krefelder Straße verbindet), damit die Radfahrer eine sichere Verbindung zwischen der Stadt Zons, Rheinfeld und der westlichen Innenstadt bekommen.

Solche zukunftsweisenden Radrouten können innerstädtische Verkehre prägen – und für den Radverkehr müssen sie das auch, wenn denn der Radverkehr tatsächlich mehr Zukunft für Städte mit mehr Lebensqualität bringen soll.

 

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Ab jetzt 3 Wochen alles mit dem Rad erledigen

MONTAG 24-8-2015
Es ist 6.20 am Morgen:
die erste Überraschung: ich schiebe mein Rad aus der Hofeinfahrt und die Straßenlaternen sind noch nicht abgeschaltet (der Sommer mit seinen langen Tagen geht deutlich spürbar dem Ende entgegen)
die zweite Überraschung: der Regen hat aufgehört und bei halbwegs freundlicher Witterung geht es durch den feuchten und herrlich duftenden Wald Richtung Offenbach zur Arbeit

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Stadtradeln Star zu sein kann soviel Spaß machen

Heute morgen bei bestem Wetter bei Sonnenaufgang gestartet. Hinter dem Ortsrand im freien Feld dann ein fantastischer Blick auf den morgendlichen Himmel !
Das gibt gute Laune für den Rest der Fahrt und den ArbeitstagIMG_9037

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Auf Umwegen durch Castrop-Rauxel

Schon seit etlichen Jahren fahre ich die meisten Strecken mit meinem Fahrrad. Nun, im offiziellen Stadtradeln, ist der Ehrgeiz geweckt, möglichst viele Kilometer „zu sammeln“. Auf diese Weise fahre ich statt der 2 km bis zu meinem Supermarkt mindestens 18 – quer durch die Wälder. Meine kleinen Ausflüge sind ein hervorragender Ausgleich zur alltäglichen Arbeit.

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Zum Einkauf mit dem Rad nach Köln

Zum Einkauf mit dem Rad nach Köln

Für meinen in Kürze anstehenden Urlaub in Südtirol brauche in noch ein paar Utensilien. Da passt es prima, dass die Firma, die nicht nur Globetrotter ausrüstet, mir vor einigen Tagen einen Gutschein zum Geburtstag schickte. Also nutze ich kurzentschlossen das hervorragende heutige Wetter und fahre mit meinem Reiserad (ein in der Gesamtlänge 120 cm messender „Roadster“, bei dem „Länge läuft“ – wer googlen mag, findet die nicht utopische Firma) im wesentlichen über die B9 in die Kölner Innenstadt ins unmittelbare Umfeld des Neumarktes.

Wer dies für eine triste Strecke hält, hat nur zum Teil Recht, was den Vorstadtbereich anbelangt. Die Strecke bis Fühlingen und hinter Fühlingen bietet auf dem dort vorhandenen Radweg durchaus ihre landschaftlichen und bewaldeten Reize, die Strecke hinter der Inneren Kanalstraße vermittelt Kölner Flair. Und wer an einem Samstag Morgen bereits um 09:00 Uhr im Sattel sitzt (nichts annähernd Spektakuläres), wird sich über viel Verkehr nicht beklagen können.

So bin ich prima unterwegs – trotz Gegenwind und etlicher Ampelstopps in Köln brauche ich für die rd. 22 km weniger als eine Stunde und zehn Minuten. Hätte ich mein Ziel von daheim per S-Bahn und Fußweg vom Kölner Hauptbahnhof angesteuert, hätte ich kaum weniger Zeit benötigt.

In dem angesteuerten Outdoor-Tempel geht es mir wie wohl vielen Kunden: ich erledige meine Einkäufe, widerstehe vielen Versuchungen und erliege einigen Verlockungen zum Kauf weiterer Utensilien. Der Genuss eines guten „Cafe creme“ trägt zu meiner Zufriedenheit bei. Dies und der Rückenwind auf der Rückfahrt verkürzen die Fahrzeit auf etwa eine Stunde.

Jetzt freue ich mich – über meinen Einkauf und über meine zügige Hin- und Rückfahrt, über einen gelungenen Samstagvormittag.

 

Köln

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Ein Interview mit der Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Ausgabe 18.08.2015

Für innerstädtische Strecken mehr das Fahrrad nutzen

DORMAGEN Das Auto stehen lassen – und möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen: Seit Samstag nimmt die Stadt Dormagen wieder drei Wochen an der Aktion „Stadtradeln“ teil – zurzeit mit 51 Dormagenern, einer davon ist der „Stadtradel-Star“ Reinhard Hauschild, der ehemalige Dormagener Bürgermeister.

Interview NGZ 150818

NGZ: Herr Hauschild, wie sehen Sie sich als „Stadtradel-Star“?

REINHARD HAUSCHILD: Ich freue mich darüber, dass ich als passionierter Fahrradfahrer auf diese Weise vielleicht noch mehr Dormagener dazu motivieren kann, auf das Rad umzusteigen. Als „Star“ sehe ich mich allerdings nicht (lacht).

NGZ: Wie können Sie die mehr als 1200 Kilometer, die Tanja Gaspers zwischen Troisdorf und Dormagen zurückgelegt hat, noch toppen?

HAUSCHILD: Mein Ziel ist nicht, so viele Kilometer wie nur möglich zu fahren – an die Kilometer von Frau Gaspers käme ich sowieso nicht heran. Es geht vielmehr um den bewussten Einsatz des Fahrrades im Alltag, beispielsweise zum morgendlichen Brötchen holen. Wir alle können doch nur begrüßen, wenn das Auto mal nicht genutzt wird, insbesondere auf innerstädtischen Strecken. Das ist gut für unsere Umwelt und für die eigene Gesundheit. Und zudem wäre es natürlich schön, wenn wir gemeinsam den Stadtradel-Rekord von 150 000 Kilometern in den drei Wochen in Dormagen „erradeln“ könnten.

NGZ: Wie ist Dormagen für Fahrradfahrer aufgestellt?

HAUSCHILD: Es ist in den vergangenen Jahren sehr viel in die Fahrrad-Infrastruktur investiert worden. Nicht ohne Grund ist die Stadt Dormagen „Fahrradfreundliche Stadt“. Das habe ich von meinem Bürgermeister-Kollegen Heinz Hilgers gern übernommen und selbst engagiert fortgeführt: Die Förderung des Fahrradverkehrs liegt mir sehr am Herzen. Das unterstütze ich gern weiter, auch als Deichgräf.

NGZ: Gibt es hier besondere Vorzüge?

HAUSCHILD: Ein großes Plus sind unsere meist gut asphaltierten Wirtschaftswege. Im Gegensatz zu anderen Kommunen können sich Radler in Dormagen auf ein gut ausgebautes Radwege-Netz stützen, das bis auf wenige Ausnahmen flächendeckend ist. Das ist ein nicht zu unterschätzender Standort-Vorteil für die Stadt Dormagen im interkommunalen Wettbewerb.

Carina Wernig führte das Gespräch für die NGZ.

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Jedem Sonntag folgt ein Montag

Jedem Sonntag folgt ein Montag

Der Sonntag ist vorbei, am Wochenanfang nehmen unsere Pflichten uns wieder voll in Beschlag. Für heute stehen u. a. in meinem Pflichtenheft:

  • Einen Faltkorb, dicht gefüllt mit leeren Gläsern und Flaschen, zum Glascontainer bringen;
  • Vor Bildstock
  • einen Termin mit einem Steinmetz zur Renovierung und behutsamen optischen Aufwertung eines Bildstocks wahrnehmen;
  • Verwaltungsarbeit im Deichamt erledigen;
  • Getränke und einige Kleinigkeiten einkaufen – da kommen gut 40 kg Transportmasse zusammen – kein Problem für mein Lastenrad;
  • nach dem Mittagessen erneute Fahrt ins Deichamt, um eine Sitzung des Erbentages vorzubereiten und die Sitzung eines Arbeitskreises zu leiten.

Insgesamt bin ich heute rd. 31 km mit dem Fahrrad gefahren – und das bei einem Regenwetter, dass einem Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen wachsen müssten. Doch auch das macht mit gutem Regenschutz kein Problem. Ob ich ohne die Stadtradel-Kampagne heute Vormittag meine Pflichten mit dem Rad im strömendem Regen erfüllt hätte, lasse ich einmal dahinstehen, doch die Kampagne zeigt mir (und hoffentlich auch anderen): es geht, wir müssen es nur wollen!

Da gibt der Kampagne ihren tieferen Sinn. Nichts, auch unsere Umwelt nicht, wird besser ohne Anstrengungen.

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Brötchen holen im Regen

Brötchen holen im Regen ???

Heute ist Sonntag, es ist noch früh am Morgen, ich möchte für meine Lieben frische Brötchen holen – und es regnet. Fahre ich jetzt schnell, bequem und „unberegnet“ mit dem Auto oder setze ich mich rasch aufs Rad und brauche dafür auch kaum länger?

Mein innerer Schweinehund und mein gutes Gewissen treffen aufeinander. Für die kurze Strecke den Wagen starten, hoher Kratstoffverbrauch, viele Abgase und der Motor wird nicht einmal richtig warm. Dabei hängt der Radhelm griffbereit, der Anorak ebenso – doch einen Rucksack brauche ich, um die Brötchentüte vor dem Regen zu schützen. Auch das macht keinen Aufwand, und da gewinnt das gute Gewissen ohne langes Ringen. Ich nehme das Rad.

Ich fahre in die Ruhe eines frühen Sonntagmorgens und die Melancholie eines sanften Regens aus grauem Himmel. Die nach heißen Sommertagen angenehm kühle Luft atmet sich leicht und mild. Ich genieße die Fahrt durch menschen- und autoleere Straßen und Gassen.

Rasch bin ich mit wohl duftenden frischen Brötchen wieder zu Hause. Wirklich nass geworden bin ich nicht. Die Brötchen schmecken in fröhlicher Familienrunde prächtig, ein guter Start in den Sonntag.

Brötchen holen im Regen, na klar !!!Brötchen holen 150816

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