Freedom!

My paternal grandmother Elizabeth Lacey was born on a farm in the middle of the countryside in Co. Wexford (SE corner of Ireland) in the 1890s. Her only method of transport as a child was either a horse and cart or walking. If memory serves me right, she had to walk 3 miles (5 km) to school every day. Sometime in her early 20s she bought or was given a bicycle and from then on the boundaries of her world as a young woman opened up. Suddenly she could go to and return from the nearest big town of Wexford in one day. Even more interesting was the possibility of cycling to the crossroads dance 10 miles away (a wonderful Irish tradition which fell victim to the car). At that time in rural Ireland 10 miles away was like another world – new sights, new faces and of course, lots of interesting young men she had never met before! She always said that that bicycle brought her freedom.

But what does the bicycle mean to us today here in central Europe?

Since the 1960’s the car has been sold to us as an individual freedom for anybody (who could afford it) to go anywhere at anytime. And unfortunately our politicians, our civil engineers, our city and town planners have spent much of the last five decades creating a landscape and infrastructure catering almost solely to the needs of that car – the wide streets, the highways, the car parks, the garages, the filling stations.

When my grandmother and my mother were children, they just opened their front door and went out on the street to play. It was their playground. Today no parent in their right mind would leave their kids go out on the street unsupervised. If they want to play outside, they need to be escorted to a playground and if Mom and Dad don’t have time to go there, the kids have to stay inside. Basically all because of the car.
If, on an evening, you want to enjoy that „driving off into the sunset“ (as in the car ads), then it is very advisable to calculate how much time you’re going to spend in a traffic jam into the equation of when you’re actually going to get there. Basically because of all the other cars.
And don’t forget how much the blinking things cost – to buy, to maintain and in car tax, value-added tax, environment tax, fuel tax! Basically because of all the things cars need.

More and more, I think we’ve been HAD by the car industry and their image makers. Don’t get me wrong, I’m not totally naive. I do realize there are times and places and situations where almost the only alternative is to go by car. But do we really need them as much as we use them? Has the car actually brought us that freedom promised us in the glossy ads?

And what’s this got to do anyway with cycling a bike you’re probably asking? Well for me personally in my everyday life, the bicycle has given me back the freedom the car took from me. On it I can go almost anywhere at any time. And thankfully, not just in Erlangen, planners and (some) politicians have started rethinking our infrastructure and reappraising how we can make our towns and cities more livable in. More and more we’re hearing: „The car does not belong in the city!“

This is where we (you and I, ordinary citizens of the place we live in) come into play. Through our decision today and on as many days as possible, to leave the car in the garage and take our bike instead, we can bring about a change in the quality of life in our towns and cities. Through our ever increasing numbers, we can demand a realignment in our infrastructure – more cycling paths, narrower lanes for cars on urban streets and roads, fewer parking places for cars and more for bikes. And don’t forget that local elections are coming up next year in March. We can make it very clear to candidates seeking (re)election that cycling has to be put high up on their list of priorities.

So let’s go out there and get on out bikes and regain our freedom!
Happy cycling!
Liz

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Die dritte Woche ohne Auto

Auch die dritte Woche verlief ohne nennenswerte Probleme. Die Fahrt nach Lippstadt ist schon fast zur Routine geworden und wenn die Strecke etwas kürzer wäre könnte ich mir vorstellen zumindest in den Sommermonaten regelmäßig mit dem Fahrrad zu fahren. Wenn man aber rund 100 min. für Hin-und Rückweg länger unterwegs ist als mit dem Auto , überlegt man dann schon.

Das Fazit der drei Auto freien Wochen fällt insgesamt sehr positiv aus, wobei ich einige Transportprobleme auch auf die Zeit danach verschoben habe. So kann ich sagen dass die meisten Wege ohne Auto gut machbar sind aber ganz auf das Auto kann ich nicht verzichten.

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Lob für Altdorf !

Mein Bericht von heute morgen schreit danach, ergänzt (oder zum Teil revidiert) zu werden.

Dies aus folgendem Ereignis:

Heute fuhr ich am frühen Nachmittag von Hagenhausen nach Unterrieden. Wegen Müdigkeit und/oder der schwülen Hitze fuhr ich wohl deutlich langsamer als sonst. Jedenfalls sah ich am Ortseingang von Unterrieden etwas, das vor einigen Tagen entweder noch nicht da war oder ich bisher nicht wahrgenommen hatte (weil ich an der Stelle meist schneller unterwegs bin) und das mich fast aus dem Sattel haute! Ich brachte das Rad zum Stehen, stieg ab und sah mir das „Wunder“ ganz genau an:

Ein Wegweiser für Radler, sogar mit Entfernungsangaben!!

Er steht am Laaber-Pegnitz-Radweg, weist dessen Richtung aus und nennt Entfernung und Richtung u.a. nach Hersbruck, Gadenberg und Altdorf.

Ich sah mir den Wegweiser ganz genau an: Er wirkte neuwertig!

Ich überlegte und grübelte, seit wann er wohl da steht ….. Ich wollte jetzt nicht so vermessen sein, zu glauben, dass man so schnell auf meinen Bericht von heute morgen reagiert hatte …. oder doch … ? Womöglich sind ja auch bereits die Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt …

Aber mal Spass beiseite; der Wegweiser kann noch nicht lang da stehen; mehreren anderen Radlern (die ich später telefonisch befragt hatte) war bislang auch nichts aufgefallen.

Also: Dickes Lob für die Verantwortlichen und für Altdorf !
Es geht offenbar voran.

Ich werde jetzt wohl insgesamt etwas langsamer im Bereich Altdorf fahren, um zu sehen, ob sich bei der Ausschilderung noch mehr verbessert hat.

P.S. Ich wäre dankbar, wenn mir jemand mitteilen könnte, seit wann der Wegweiser aufgestellt ist und ob jemandem noch mehrere andere neue Wegweiser im Raum Altdorf aufgefallen sind.

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Ein Tattoo und die erste Woche !

WIR (Mein Rad und Ich) haben die erste Woche gut überstanden.

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Codierung

Auf der Eröffnungsveranstaltung in Lauf hat sich mein Rad für ein ADFC-Tattoo (Codierung) entschieden damit es immer den Weg zurück zu mir findet. Beim Warten war ein reger Austausch mit anderen Radbesitzern möglich. Es wurde über Schaltungen, Erfahrungen bei Touren und … diskutiert.

Eindeutig festzustellen ist der Trend zum Pedelec.
Mehr und mehr jüngere Menschen scheuen sich beim Kauf eines Rades nicht  über diese Variante nachzudenken. Die Vorurteile „ Du bist doch noch keine 70“ oder „Dann kann ich ja gleich auf´s Sofa“ werden bald der Vergangenheit angehören.
Für mich ist das Pedelec ein Allrounder mit dem ich trainieren aber eben auch mal im Anzug mein Ziel erreichen kann ohne meine Mitmenschen durch Gerüche zu belästigen.

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Der Pegnitztalradweg

Auf unserer ersten Tour hat mein PEDELEC seine neue Codierung die Langfinger fernhalten soll stolz getragen. Wir sind durchs Pegnitztal nach Neuhaus Pegnitz und über Königstein/Etzelwang zurück nach Hause. Die 100 km haben wir gut bewältigt und das einzige was geladen werden musste war der Hauptantrieb (Brezel und Weißwurst).

Zur Arbeit (23  km) fahre ich bereits seit Monaten 2 bis 3 x die Woche nun begegnen mir täglich Morgens um 5:00 Uhr die „Wahren STARS“ nämlich diejenigen die dies das ganze Jahr tun.

Der Alltag gelingt gut und das Auto …. Wo steht nochmal das Auto ???

Zum Wochenende dann die Herausforderung DIE TOUR de EIFEL

Oder

Rad und Bahn eine Symbiose ??

Hiervon später.

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Der Weg ist das Ziel! … ?

Wie ich bereits mitgeteilt habe, waren meine Fahrräder für mich bisher ausschliesslich Spass- Sport- und Freizeitgeräte und wurden im Alltag so gut wie gar nicht eingesetzt.

Gerade beim Rennrad-Fahren galt und gilt das Motto:

Der Weg ist das Ziel !

Da macht es nichts aus, wenn Radwege im Nichts enden und man auf einer vielbefahrenen Landstrasse landet: Einfach auf die nächste kleinere Strasse nach links oder rechts abbiegen und mal sehen, wie es weitergeht …. Ein Anstieg? – gut, wieder Höhenmeter gesammelt; Ein Umweg? – gut, ein paar Extra-Kilometer gesammelt. Man hat ja keinen Druck irgendwo pünktlich da sein zu müssen. Das Fahren wird zum Selbstzweck; der Weg zum Ziel.

Im Alltag sieht das ganz anders aus:

Da will ich als Radfahrer das, was andere Verkehrsteilnehmer auch wollen:
Möglichst schnell und sicher von A nach B. Und genau das wird für Radler oft zum Problem!

Gerade im Raum Altdorf bei Nbg. enden die meisten Radwege im Nichts – bzw. eine weitere Anbindung ist nicht ausgeschildert. Seitens der Politiker hat man sich darauf beschränkt, die sog. Aussenorte an Altdorf anzubinden und war offenbar nicht Willens, über den „Tellerrand“ hinauszuschauen. Hier mal einige Beispiele, die ich in den letzten Tagen leidvoll durchfahren musste:

– nach Nürnberg: Der Radweg führt hier nach Waldspitze/Ludersheim und endet dort am Ortsausgang. Weiter Richtung Fischbach bleibt dem Radler nur die Landstrasse, auf der – ausgenommen im Bereich Ungelstetten – noch nicht mal ein Tempolimit besteht. Die Strasse ist zwar breit und meist übersichtlich; jedoch ist das Verhalten der Autofahrer in den letzten Jahren auch dort zunehmend aggressiver geworden: es wird gedrängelt und geschnitten und auch die 100 km/h werden oft nicht eingehalten.

Vorschlag zur vorläufigen und kostengünstigen Lösung des Problems: Tempolimit von 70 km/h auf der gesamten Strecke zwischen Fischbach und Altdorf/Waldspitze.

– Richtung Feucht: Der Radweg führt über Weinhof nach Penzenhof und endet dort am Ortseingang. Danach: Landstrasse mit Temolimit 80 km/h und so schlechtem Strassenbelag, der es dem Radler fast unmöglich macht, sich weit rechts zu halten; über ein bis zwei Kilometer geht das so, bis dann kurz vor Moosbach der Radweg in Richtung Feucht beginnt.

Hier wäre eine Vervollständigung der Radwegsverbindung dringend erforderlich. Bis dahin zumindest Tempolimit auf 50 km/h und Ausbesserung der Fahrbahn.

– Richtung Lauf: Der Radweg endet hier nach Unterwellitzleithen kurz vor der Anschlusstelle zur A6; „witzigerweise“ endet mit dem Radweg auch das Tempolimit von 70 km/h. Ab Ende des Radwegs also freies Rasen für Autos auf einer schmalen und unübersichtlichen Strasse und „Todesstrecke“ für Radler.

Dabei wäre hier eine kostengünstige Lösung schnell umzusetzen:

Einige hundert Meter nach der Unterführung unter der A6 geht links ein Forstwirtschaftsweg in den Wald ab.
Also: Ein Tempolimit von 50 km/h bis zu diesem Punkt und rechtzeitig vor diesem Punkt in Richtung Altdorf verbunden mit dem Hinweis, dass Radfahrer kreuzen/abbiegen.
Würden dann noch die Forstwirtschaftswege im Wald entsprechend ausgeschildert, käme auch der ortsunkundige Radler gefahrlos in folgende Richtungen: Ungelstetten, Winn, Brunn, Birkensee, Leinburg, Diepersdorf usw. Vom Birkensee geht es dann sowieso gut nach Schwaig, Röthenbach usw. Gleiches gilt natürlich dann auch in Richtung Altdorf.

– einzig in Richtung Neumarkt setzt sich der links in Schleifmühle endende Radweg dann rechts in Richtung Gnadenberg fort – allerdings mit unzureichender Ausschilderung. Es fehlt z.B. jeglicher Hinweis auf den bei Unterölsbach beginnenden Fünf-Flüsse-Radweg usw.

Auch umgekehrt scheint man in Altdorf keinen Wert auf Rad-Touristen zu legen: Jemand, der z.B. die Fünf-Flüsse-Tour fährt wird sich mangels Ausschilderung kaum nach Altdorf verirren.

Sollte sich wider Erwarten doch einmal ein ortsunkundiger Radler nach Altdorf verirren, wird er mangels Ausschilderung wohl kaum jemals wieder von dort wegkommen, sondern für alle Zeit zwischen Altdorf uns seinen Aussenorten hin- und herpendeln, was wohl kommunalpolitisch auch so gewollt ist ……

Weitere Alltagserlebnisse zum Thema Radeln im Landkreis folgen.

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Ortsumgehung B2 durch Dietfurt

Es gibt 5 Alternativen, die im Treuchtlinger Kurier im Detail nachzulesen sind.
2 Westumgehungen mit dem Nachteil großer, teurer und sanierungsanfälliger Brückenbauwerke. Die Altmühl, die Bahn und das Hochwassergebiet der Altmühl sind zu überwinden. Ein Damm geht nicht. Die Treuchtlinger formieren sich bereits wegen der befürchteten Lärmbelästigung. Die Landschaft würde zerschnitten und der Naturschutz würde stark in Mitleidenschaft gezogen.

Bei den beiden Ostumgehungen geht es hoch hinaus. Erhebliche Höhenunterschiede sind zu überwinden, die auf Dauer entsprechend Energie binden.

In der Bürgerversammlung am Donnerstag wurde die Tunnellösung (1 km Untertunnelung auf der bisherigen Trassenführung) bevorzugt. Die Dietfurter sind aber pragmatisch und stimmen jeder Lösung zu, die Entlastung bringt. Hauptsache sie kommt bald und es passiert was.

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Stadtradeln führt zu neuen Bierkellern

Radler-Herz was willst du mehr? Bei diesem Traumwetter musste ich einfach einige erst für die Augustwochen geplante Freizeit-Tagestouren in die Stadtradel-Zeit legen. Entsprechend gut ist die Kilometer-Ausbeute. Am Tag 15 hat der Tacho die 1000er Marke übersprungen. Zu den üblichen Tages-Erledigungen sind herrliche Tagestouren in die fränkische Weiherlandschaft, in die Nachbarstadt Fürth oder in die Fränkische Schweiz gekommen.

Und was natürlich in dieser Jahreszeit in Franken nicht fehlt: Bierkeller-Besuche! Am Abend unter lauschigen Linden- oder Kastanienbäumen bei einer kühlen Radler-Maß eine zünftige Brotzeit mit Freunden. Die Freunde bekamen aber auch zu spüren, dass Stadtradelzeit ist, weil diesmal weiter entfernte Keller aufgesucht worden sind, die bisher nicht in der Radel-Reichweite einbezogen waren. Alle haben tapfer mitgestrampelt und sind dankbar für die Erweiterung des „Keller-Horizonts“.

Die Unfallfolgen vom Tag 5 mit einem Sturz nach Karambolage mit PKW haben mich nur in den ersten Tagen danach leicht eingeschränkt. Aber das Ereignis hat mich insgesamt noch vorsichtiger fahren lassen.

Nun geht es in den Endspurt – und danach wird trotzdem munter weiter geradelt.

Sportliche Grüße
von Georg

 

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Drei Wochen ohne Auto und mein persönliches Ziel erreicht…

Die drei Wochen ohne Auto sind sehr schnell vergangen, ich habe es auch gar nicht vermisst. Werde weiterhin soviel wie möglich mit dem Rad zurücklegen, da man viel entspannter an seinem Ziel ankommt. Man muss sich nur ein bischen mehr Zeit einplanen als mit dem Auto sich durch den Verkehr zu Quälen.

Die beste Erfahrung in der letzten Woche war die Parkplatzsituation am See. Alle schleppen ihre Liegestühle ca.1,5km vom Parkplatz zum Badeplatz. Da fahr ich lieber gemütlich mit dem Rad an allen vorbei mit meinem Sonnenschirm im Gepäckträger eingespannt direkt zu Liegewiese. 🙂

Vielen Dank an meine Freundin und Teammitglied die mich dabei unterstützt hat, das ich für die Kommune Schondorf in den drei Wochen die 2000km Marke geknackt habe. Am Samstag Abend standen dann 2016km auf dem Tacho. Super unterstützt hat mich auch die neue Radsportwerkstatt Inhaber Franco Santoro in Utting an der Hauptstrasse. Er hat mein Bike alle 400km mal kurz durchgecheckt damit ich nirgends liegen bleibe. Kann ich besten Gewissens empfehlen.

Bin nach 23 Tagen in mein Auto gestiegen und hab mich gewundert wie die Benzinpreise in den letzten drei Wochen angezogen haben. Radfahren ist wesentlich kostengünstiger Umweltschonender und Gesünder.

Mir geht es nach nun 3 Tagen Erholung richtig gut und ich fühle mich wesentlich besser als zuvor.

Die Aktion fande ich super und hoffe das es diese in der Kommune Schondorf nächste Jahr wieder geben wird. Da bin ich auf jedenfall wieder mit dabei.IMG_0753[1]

Beste Grüsse

Christian

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carfree = carefree

Ich bin mit mehreren Beiträgen eifrig ins Stadtradler-Star-Dasein gestartet. Danach flaute mein Schreibverhalten aber wieder ab. In der Zwischenzeit war ich jedoch fast täglich auf dem Rad. Fast täglich? Als Star?

Nun, ich habe in den drei Wochen kein Auto von innen gesehen. Ich bin jedoch an vier Tagen gar kein Rad gefahren – das waren die drei Sonntage und der vergangene Donnerstag. Die Sonntage sind schnell erklärt. Da arbeite ich nicht und die Läden sind auch zu – und die Frühstücksbrötchen hole ich zu Fuß. Und unter der Woche? Nein – da hatte ich keinen Urlaub, und ich war auch nicht krank. Ich habe mich einfach, als ich die Wohnungstür hinter mir zuzog, dazu entschlossen, nicht das Fahrrad aus dem Keller zu holen, sondern zu Fuß zum Bahnhof zu laufen – nicht zum weit entfernten Hauptbahnhof, aber auch nicht zur nahe gelegenen Stadtbahn oder S-Bahn, sondern zum zwei Kilometer entfernten Dorfbahnhof. Auch in Essen bin ich dann nicht in die Stadtbahn gestiegen, sondern direkt zur Uni gelaufen. Ich muss allerdings gestehen, dass mir das Fahrrad schon etwas gefehlt hat. Dennoch werde ich diese neue Angewohnheit beibehalten.

Was gibt es sonst zu berichten? Ich habe in den vergangenen Wochen habe ich den Verkehr, also die Autofahrer und die Fußgänger, aber auch andere Radfahrer, genauer beobachtet als sonst. Eigentlich hätte ich alle 5 Minuten anhalten können und einen Regelverstoß notieren können.

  • Da waren z.B. zahlreiche Radfahrer, die auf der falschen Straßenseite radelten – weil es in der Tat höchst unlogisch wäre, zweimal eine vier- bis sechsspurige Straße zu überqueren.
  • Fußgänger betrachten benutzungspflichte wie nicht-benutzungspflichtige Radwege, die auf gleichem Niveau wie die Fußwege liegen, oftmals einfach auch als Fußwege.
  • Es gab auch den Autofahrer, der die linksabbiegende Radlerin vor sich zwar sah und auch vor seiner Blechbüchse – ja, ich liebe Autos, und ich habe Freude am Fahren und Vorsprung durch Technik, aber es sind und bleiben nun mal Blechbüchsen – einfädeln ließ, dann aber wie wild hupte, weil es ihm offensichtlich nicht zu schnell ging.
  • In Essen war ich auf einer Seitenstraße zunächst freudig überrascht worden, als ich vor der Ampel eine Kontaktschleife für Radler entdeckte, um nach dieser Kreuzung auch schon wieder enttäuscht zu werden, als ich sah, wie eine Tagesmutter mit den ihnen anvertrauten Kindern den Pflichtfußweg verlassen musste, weil auf diesem ein Poller aufgestellt war (vermutlich um Autos am Wildparken zu hindern).
  • Immer wieder sieht man natürlich Kavaliere, die in Formel 1-Manier ihre Räder durchdrehen lassen, mit Vollgas auf die nächste Ampel zusteuern, um von dieser wieder ausgebremst zu werden, bevor das Spiel sich wiederholt. Auf dem Dortmunder Wall oder dem Hellweg in Richtung Unna ist die Ampeldichte so hoch, dass man das Schauspiel als Radfahrer über Kilometer hinweg verfolgen kann, den vorgenannten Blechbüchsenfahrer damit auch noch zur Weißglut treibt …
  • In den Online-Diskussionen dominieren nach wie vor die Themen Helmpflicht (durch die Hintertür) und Rechtsabbiegeunfälle.
  • Am vergangenen Samstag (also nach dem offiziellen Stadtradeln-Ende), hatte ich zwei nette Fahrer, die vorbildlich jeweils den Radfahrstreifen frei hielten, um – ja, Ihr könnt es erraten – gleich wieder enttäuscht zu werden.

Wie bereits erwähnt, könnte ich diese Aufzählung beliebig fortsetzen. Zwar habe ich Vertrauen, dass die o.g. Fälle immer seltener werden, je mehr Radler auf den Straßen unterwegs sein werden. Aber ich will mich künftig in meiner Arbeit als Fahrradaktivist nur für die Sachen einsetzen, die mir und allen Mitstreitern auch Spaß machen … und das sind die VeloCityRuhr-Projekte. Während des Stadtradelns in Essen gab es deren zwei – und diese sind auch meine persönlichen Stadtradeln-Highlights, und sicher auch die der Mitradler:

Die drei Wochen Stadtradeln habe ich problemlos autofrei überlebt. Und dank unseres Lastenradprojekts Cargo.VeloCityRuhr.net  (läuft gerade an, daher regelmäßig reingucken) werde ich auch in Zukunft carfree und carefree leben.

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Kurze Radltour durch Thüringen

Für die Hinfahrt mit der DB hatten wir Glück, ein IC brachte uns von Pasing bis Würzburg, hier stiegen wir in die Regionalbahn bis Erfurt. 3 Tage später brauchten wir für die halb so lange Strecke von Erfurt bis Berlin mit 2 Mal umsteigen fast genauso lang. Doch die Rückfahrt wird abenteuerlich werden, die Fahrradplätze in den Fernzügen sind früh ausgebucht, also bleibt nur das Hüpfen von Bahnhof zu Bahnhof,mit 6 Sprüngen in 12 Stunden sollen wir dann ankommen. Die Deutsche Bahn scheint noch tief im fossilen Verkehrsalter stecken geblieben zu sein. Der ICE nimmt grundsätzlich keine Fahrräder mit, der IC verkehrt sehr selten auf den Fernstrecken und hält viel zu wenig Fahrradplätze vor! Vielleicht bewegt auch hier der Schwung des Stadtradelns?!
Erfurt, die Landeshauptstadt, faszinierte uns besonders mit ihrem wundervollen mittelalterlichen Stadtkern, der Krämerbrücke über mehrere Geraarme, und dem eindrucksvollen Nebeneinander von Dom und Stadtkirche St.Severi. Hier lässt sich noch viel erkunden. Über verwunschene Landsträßchen und Radwege entlang der Flußläufe erreichten wir Eisenach. In alpensteilen Serpentinen ging’s auf den Hainstein, von dem aus wir den abendlichen Blick zur Wartburg genossen. Anderntags streiften wir Gotha, die fürstliche Stadt. Sie schwirrte von allen europäischen Sprachen und Volkstanzklängen und quoll über von malerischen Trachtengruppen, die sich zur Europeade hier versammelt hatten. Erfüllt von sommerbunten Eindrücken radelten wir nach Erfurt zurück. Am nächsten Tag erreichte ich meinen 500sten Kilometer.
Facit des Stadtradelns: 3 Wochen Radeln ohne Hilfe durch ein eigenes und fremdes Auto ließen sich in diesem sonnigen Jahr sehr leicht durchführen. Je länger ich radelte, umso wohler fühlte ich mich, und umso leichter ging es voran. Es lont sich unbedingt, diesen Versuch zu wagen!
Je mehr Unerschrockene wir sind, umso mehr können wir für die potfossile Mobilität bewegen und unsere Erde lebenswert erhalten!
Gotha Schottische TänzerRadeln durch ThüringenAm IsarhochuferRadelchaos im RE der DB

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