Über Berg und Tal in Esslingen am Neckar

Endlich habe ich die Sache mit dem Blog im Griff. Da ist das Radeln ja schon einfacher. Die Begeisterung für das Stadtradeln ist in der Familie ungebrochen. Die liebe Ehefrau Dagmar schwingt sich unermüdlich morgens in den Sattel und radelt von Ostfildern zu ihrer VHS in Leinfelden-Echterdingen und ich ins Neckartal zum Schul-und Sportamt der Stadt Esslingen. Größere Touren hat es dieses Jahr leider noch nicht gegeben, aber das gemeinsame Radeln über die Filder, das Körschtal und natürlich ins geliebte Neckartal werden mit Genuß gefahren. Es freut mich, daß die Gattin richtig fit ist, bald kann ich sie zum Abschluß wieder auf die Alb „jagen“. Das war letztes Jahr auf der Wolfsbühlhütte ein etwas lauter, puplikumswirksammer Disput,  als ich die hungrige Dame vor dem Aufstieg mit einer etwas kürzeren Fahrzeit als dann wirklich gebraucht, zum weiterfahren animierte. Ich wünsche uns allen noch schöne Radtage bis zum 28.09., viele Rad-km, und vor allem unfallfreies radeln.  Unser Motto : ES-radelt immer besser.

My Great Web page

Liken und teilen!

Nächster Rahmenbruch bei den Esslinger Stadtradel-Stars

Gestern habe ich noch den Rahmenbruch von Hans Nawratil, dem aktuell Führenden bei der Stadtradel-Star-Liste aus Esslingen kommentiert – heute ereilte mich das gleiche Pech als zweiten Esslinger Radler.
Heute waren 90 Kilometer geplant, um Platz Drei zu erklimmen, dann hat es nach 10 Kilometern erst einmal im Lenkrohr „Knack“ gemacht und ich durfte auf die S-Bahn umsteigen, um zur Arbeit nach Stuttgart zu kommen.

Es handelt sich bei dem Rahmenbruch zwar um kein neues Rad, aber um mein geliebtes 21-Jahre altes Manufaktur-Rennrad. 🙁

Bei meiner Partnerin auf der Schwäbischen Alb habe ich noch mein Alltagsrad stehen, das ich mir dann heute Abend holen werde.
Anstatt heute Abend wie geplant die Alb zu erklimmen, geht es dann also mit dem Bus hoch und morgen zum Trost bergab…

My Great Web page

Liken und teilen!

Stadtradlerwoche 1 + 2

Nach dem freizeitmäßigen Beginn am ersten Stadtradel-Star-Wochenende wurden die Stadtradel-Star-Schwierigkeiten in Woche eins dann doch ganz hautnah:
Ich war als Mitarbeiter auf einer dreitägigen Klausur der grünen Landtagsfraktion BaWü in Donaueschingen.
Zwar hätte ich von Esslingen aus bequem mit dem Zug nach Donaueschingen fahren können, aber Kilometer sammeln hat mich dann schon auch gereizt. So bin ich also hingeradelt…am Montag nach einem frühen Arbeitsende (14:00h) also ab Stuttgart aus dem Talkessel raus mit der S-Bahn bis Böblingen (weil ich die Radverbindungen in Stuttgart nicht kenne und ich mir den Verkehr auf den Hauptverkehrstrassen nicht zumuten wollte), mit Unterwegsübernachtung bei einer alten Freundin 30 Kilometer vor Donaueschingen…zurück dann den direkten Weg über die Schwäbische Alb bis nach Bad Urach zu meiner Partnerin. Ich bin beide Male erst im Dunkeln angekommen, was ich vor allem auf dem Hinweg wegen dem unbekannten Terrain eigentlich vermeiden wollte.
Am Mittwoch, dem zweiten Klausurtag, hat dann regnerisches und kaltes Wetter zugeschlagen. Ich hatte am Nachmittag mit einigen Abgeordneten einen Firmenbesuch 35 Kilometer in östlicher Richtung in der Nähe von Tuttlingen – ärgerlich, dass es noch am Abend ein geselliges Beisammensein 35 Kilometer westlich von Donaueschingen oberhalb von Furtwangen in einer Schwarzwaldhütte gab – also in genau entgegengesetzter Richtung. Eigentlich waren 140 Radelkilometer geplant. Daraus wurde nichts. Ich habe teilweise den Zug mit eingebaut, u.a. am Abend von Tuttlingen über Donaueschingen, Villingen nach Triberg. Von dort dann mit regennassen Schuhen und entsprechend kalten Füßen (in Tuttlingen auf dem Weg zum Bahnhof hatte mich Starkregen überfallen) noch etwa 20 Kilometer zu meiner Gruppe. Für die Nacht habe ich mich dann in der Schwarzwaldhütte einquartiert und bin erst am nächsten Morgen wieder zur Tagung nach Donaueschingen geradelt.

Donaueschingen hatte den Effekt, dass sich Radfahr-Enfernungen für mich wieder relativiert haben. So fahre ich inzwischen die Strecke von und zu meiner Partnerin (55 km) komplett mit dem Rad, auch von der Arbeit in Stuttgart aus (70 km). Die anfängliche Befürchtung, mich wegen der schlechten ÖPNV-Anbindung auf die Schwäbische Alb hoch nicht mehr vom Bahnhof abholen lassen zu können ist kein Problem geworden – alles Gewöhnung.

Das Einkaufen mit Fahrrad funktioniert sehr gut – kenne ich aber auch aus meinem üblichen Alltag. Hinzugekommen ist allerdings das Einkaufen sperriger Gegenstände wie Getränkekisten, Klopapier, Dosenfutter für meine Katze. Auch das letzte Woche noch verschobene Einkaufen von zwei Eimern Dispersionsfarbe (ich berichtete bei meinem ersten Blog) hat mit dem Hänger gut funktioniert. Ich hatte die Befürchtung, dass mir die zwei Eimer (und ein paar Zusatzartikel aus dem Baumarkt) im Hänger aus dem Neckartal nach oben auf die Höhe hinter die Burg, wo ich wohne, zu schwer würde. War aber nicht der Fall. Habe die Strecke mit dem geringsten Anstieg übers Krankenhaus gewählt und so ging es prima.

Unsere Esslinger Teilnahme am Stadtradeln Mitte bis Ende September halte ich aber inzwischen für „Stadtradel-Stars“ als gänzlich ungeeignet.

Erstens wird es viel zu früh dunkel.
Wenn man während der Zeit voll berufstätig ist, fehlt am Ende des Tages einfach die Zeit (und das Tageslicht), um ordentlich Kilometer zusammen radeln zu können. Es beginnt inzwischen schon um 19:30 Uhr dunkel zu werden. „Mal“ im Dunkeln zu radeln ist OK, aber auf die Dauer ist das einfach zu gefährlich und macht wenig Spass. Wie im Juni nach dem Job einfach mal noch Hundert Kilometer zusammen zu radeln geht im September leider nicht mehr. Im September neben dem Beruf Kilometer zu machen und seinen Alltag bestreiten zu müssen ist nicht so einfach. Dann auch noch Stadtradel-Star-Postings ins Internet zu setzen geht fast gar nicht. Es fehlt eigentlich komplett die Zeit dazu.

Zweiter Grund, der gegen das Stadtradeln im September spricht:
Ich habe kein Problem damit, wenn es beim Radeln auch mal regnet. Im September wird es mit Regen aber auch schon mal empfindlich kalt. Strecke zu machen wird da schon schwierig, wenn man auch noch darauf achten muss, dabei nicht krank zu werden.

My Great Web page

Liken und teilen!

Drei Wochen autofrei – das Finale mit Schlussbetrachtung!

Der letzte autofreie Tag begann mit einer Einkaufstour mit dem Rad zum Rüttenscheider Markt, ihr folgte ein GRÜNER Infostand am Stern, den ich deswegen erwähne, weil dieser Stand ein umgebauter Mopedanhänger ist, den man prima – trotz hohen Eigengewichts – mit dem Fahrrad ziehen kann. Nur bergab sollte man aufpassen, dass einen der Anhänger nicht überholt. Nach einem Abstecher nach Holsterhausen ging es zur 125-Jahr-Feier des Sportvereins Eintracht Frohnhausen in die Orangerie. Von dort musste ich kräftig in die Pedale treten, um mit Mühen so gerade noch die „Nachtradlertruppe“ in Höhe Frillendorfer Platz zu sichten und einzuholen, was wegen der hohen Reisegeschwindigkeit der Nachtradler (rote Ampeln durften wegen der Polizeibegleitung missachtet werden) gar nicht so einfach war. Auch wenn ich mich geärgert hatte, die WDR-Live-Schaltung verpasst zu haben (der Bürgermeister-Termin in der Orangerie war eben vorrangig), hatte ich dann doch wenigstens die Möglichkeit im Nachtschatten der Zeche Zollverein per Megaphon die MitradlerInnen herzlich zu begrüßen und die aktuelle Modal-Split-Untersuchung für die Stadt zu erläutern. Schön, dass sich der ÖPNV-Anteil von 12% auf 19% deutlich steigern konnte. Schade aber, dass der Radverkehrsanteil nur mäßig von 3% auf 5% stieg. Umso wichtiger ist es nun, den Fahrradbeauftragten im Zuge der Haushaltsberatung nicht einzusparen. Denn nur mit guter begleitender Öffentlichkeitsarbeit ist es möglich, die Verlängerung in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Stadt NW (AGFS) über 2014 hinaus im Verkehrsministerium NRW und in der Bereisungskommission/Jury der AGFS zu erreichen.
Von den dicken „Wermutstropfen“ einmal abgesehen, waren die drei Wochen „autofrei“ für mich (so meine liebe Frau Monika) ein Fitnessprogramm mit positiven Auswirkungen auch auf den Bauchumfang, was will man mehr?
Ein riesengroßer Dank gebührt aber auf jeden Fall auch dem Umwelt-Team, das mit Saskia Helm alles perfekt im Griff hatte und mit dem „Nachtradeln“ am Ende einen Schluss-Akzent gesetzt hat. Klasse! Es hat Spaß gemacht und 2013 bin ich wieder dabei!
Euer radelnder, GRÜNER Bürgermeister Rolf Fliß

My Great Web page

Liken und teilen!

Ziel erreicht – Mucher Stadtradler radelt über 600 km

Nachdem ich in der zweiten Wochen aufgrund einer Erkältung etwas kürzer treten musste, stand die dritte Woche unter dem Motto, das selbstgesetzte Ziel von 600 km zu erreichen. Hierfür reichten die Fahrten von und zur Arbeit und die dienstlichen Fahrten nicht aus. Also mussten Freizeitfahrten den Erfolg bringen. Samstag und Sonntag wurden die noch fehlenden Kilometer mit dem Rennrad eingefahren. Gegenüber 2011 konnte ich die Gesamtfahrleistung nochmals steigern. Als Fazit bleibt festzuhalten: kein Tag Regen, Temperaturen von 0° bis 30 °, Stressabbau, gute Fitness, tolle Landschaftseindrücke. Es hat riesigen Spaß gemacht. Das Auto habe ich nicht vermisst. Ich werde versuchen, in der Zukunft auch außerhalb der Stadtradel-Aktion das Auto stehen zu lassen. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

My Great Web page

Liken und teilen!

Interview mit mir über das Stadtradeln!

Ein Hersfelder Lokalblatt hat mich zu der Stadtradel-Aktion interviewt. Die Antworten möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

1. Warum haben Sie sich an dieser Aktion beteiligt?

Um unsere Stadt aktiv beim Klimaschutz zu unterstützen und aufgrund des sportlichen Ehrgeizes Bad Hersfeld mit eigener Kraft nach vorne zu bringen. 

2. Was hat das für Sie persönlich bedeutet?

Durch den dreiwöchigen Verzicht auf das Auto entstand ein besonderer Ansporn zur Bewegung. Ansonsten wäre ich an regnerischen Tagen z. B. nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren.

3. Wie sind Sie mit dieser Situation umgegangen?

Es ist schon eine Umstellung, vor allem weil man mit dem Fahrrad nur begrenzt Dinge mitnehmen kann. 
Allerdings ist das Radfahren auch eine gesunde und gelungene Abwechslung zum sonstigen Alltag. Daher bin ich das Stadtradeln mit einer positiven Grundeinstellung angegangen.

4. War dieser Zeitraum für Sie mit Mehraufwand verbunden? (längere Wege etc.)

Die Kurzstrecken (z. B. zur Arbeit oder ins AquaFit) waren unproblematisch. Allerdings hatte ich auch Termine in Fulda, wo ich auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen musste. Dies verursacht zusätzlichen Zeitaufwand.

5. Würden Sie das wieder tun?

Ja! Ich finde es gut, dass unsere Stadt ein so tolles und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt hat.
Der gemeinsame Teamgeist stärkt unser Ziel als Mitmach-Stadt. Daher werde ich auch im nächsten Jahr gerne wieder teilnehmen.

6. Was haben Sie in dieser Zeit gespart?

Das habe noch nicht berechnet. Aber da kommt sicherlich einiges zusammen.

7. Ist Ihnen der Verzicht auf das Auto schwer gefallen?

Nein, weil ich meine Reiseziele auch sorgfältig im voraus geplant habe.

8. Haben Sie in dieser Zeit einen Lebensqualitätseinbruch gehabt?

Ich finde diesen Begriff unpassend, da die Umstellung mit der richtigen Organisation durchaus möglich ist.
Richtig ist aber auch, dass die Flexiblität abnimmt, da man z. B. abhängig von Fahrzeiten ist.
Das Auto sehe ich daher auch als ein Symbol der Unabhängigkeit und der Freiheit. Das sind die Gründe, weshalb ich meinen Führerschein auch weiterhin behalten werde.

My Great Web page

Liken und teilen!

Zwischenbilanz

Fazit nach 14 Tagen: Es geht auch ohne Auto. – Und es geht immer noch ein bisschen mehr. Selbst ich als eingefleischte Radlerin stelle fest, dass das Auto auf vielen Strecken durchaus verzichtbar ist. Am vergangenen Freitag bin ich bei schönstem Spätsommerwetter nach Rottbach geradelt. Der Weg dorthin war viel kürzer als ich dachte. Radfahren bedeutet für mich nach wie vor einen Gewinn an Lebensqualität und ist kein Zeitfresser, ganz im Gegenteil. Sonntagsausflug heißt für uns schon lang: Bayern-Ticket. Vielleicht wären wir früher mit dem Auto zur S-Bahn gefahren. Gestern sind wir natürlich geradelt. Und schön war´s! Ich bereue nichts!

My Great Web page

Liken und teilen!

Auch in dieser Woche nur einen Tag mit Regen

Na wer sagt es denn. Auch in dieser Woche hat es nur an einem Tag geregnet. Das Wetter meint es wirklich gut mit uns im Bereich Fürstenfeldbruck. Der Arbeitsweg war also kein Problem und die Gesamtkilometer haben sich um 255 km erhöht. Nur an die Hundebesitzer hätte ich eine Bitte. Nachdem wir Radfahrer und Ihr Fußgänger häufig gezwungen sind, die selben Wege zu benützen, wäre es hilfreich, wenn bei Dunkelheit die Hunde mit einem der schönen Leuchtbänder geschmückt werden. Toll wäre es auch, wenn die Hunde in Eurer Nähe (evtl. auf der gleichen Seite?) und damit in Eurem Einwirkungsbereich bleiben. Es ist nicht ungefährlich, wenn bei unserer Annäherung die Hunde gerufen werden und dann von links und rechts aus den Büschen die Lieblinge kreuz und quer über den Weg gelaufen kommen.

My Great Web page

Liken und teilen!

Die erste Woche ist geschafft

Die ersten Tage sind geschafft. Jede Fahrt ist bewusst überlegt und alle Notwendigkeiten für den Weg in die Arbeit, den Einkauf und ein bisschen Ausgleichssport sind optimal umzusetzen gewesen. Gleichzeitig habe ich in vielen Gesprächen das Thema anschneiden können und so den Einen oder Anderen zur Unterstützung der Aktion gewinnen können. Aber auch die Resonanz von vielen Bekannten, die mit dem Hinweis kamen „ich habe ein Foto von Dir gesehen, …“ war überraschend im Hinblick auf die Anzahl und sie war ausschließlich positiv.

Schwieriger ist die Situation wenn eine Anfrage aus der Nachbarschaft kommt, z.B. „kannst Du mich nicht schnell mal zum Doktor fahren“ und statt dem gewohnten selbstverständlich ein „geht leider drei Wochen lang nicht“ geantwortet wird. Auch das das „Papa-Taxi“ drei Wochen im Urlaub ist, führt noch zu Irritationen.

Freundlicherweise unterstützt das Wetter die Aktion bisher uneingeschränkt. Und an der Fahrzeugschlange an der Ampel vorbeizufahren ist wie in den letzten Jahren hoch motivierend.

Selbst jeden Tag Fahrrad zu fahren verblasst allerdings dann schon ein wenig wenn man Radfahrer trifft, die aus Frankreich kommend mit dem Rad bis Prag fahren wollen. Leider können wir die km nicht für unsere Stadt werten.

Radfahrer aus Frankreich auf dem Weg nach Prag

Radfahren ist international

Aber auch so sind inzwischen viele Fahrer angemeldet und sammeln fleißig km, bei uns in Lauf auch noch für einen guten Zweck.

My Great Web page

Liken und teilen!

Fazit des Lübecker STADTRADLER-STARS Senator Sven Schindler

Die 3 Wochen Stadtradeln haben mir nicht nur gesundheitlich gut getan, sie waren auch durchaus ein kleiner Gewinn für meinen Geldbeutel. Und so habe ich mir am Ende der Zeit doch endlich einen Helm gekauft, weil ich immer wieder in Situationen mit nicht so aufmerksamen Autofahrern geraten bin, die mir „nicht gefallen haben“. Meine Einschätzung, dass Lübeck eine Stadt der kurzen Wege ist, hat sich in jeder Hinsicht bestätigt. Innerhalb von 15 Minuten ließen sich mit dem Rad mehr als 80% meiner Ziele erreichen. Nur zweimal bin ich mit dem Zug nach Travemünde gefahren – einmal, weil es in Strömen geregnet hatte. Also – die 3 Wochen waren überhaupt kein Problem für mich, komplett aufs Auto zu verzichten.

My Great Web page

Liken und teilen!