Die Zeit vergeht wie im Flug…

…und schwups sind die drei „Stadtradel-Star-Wochen“ vorbei…
Nicht einmal Regen auf dem Rad gehabt (der nasse Rücken kam eher von den sommerlichen Temperaturen), jede Menge neue Eindrücke und Raderfahrungen gesammelt und sogar ein bisschen Farbe getankt 🙂
Mein persönliches Faszit: Ich radel weiter!!!
Überrascht hat mich dennoch, dass es jede Woche mehr als 100km sind, die ich mit dem Rad zurück lege… Die drei Aktionswochen über habe ich es auf über 400km geschafft, das ist fast eine Tankfüllung!!
Na von dem gesparten Geld geht es heute bei Königswetter in den Biergarten, An- und Abreise mit dem Rad inklusive 🙂

Liken und teilen!

carfree = carefree

Ich bin mit mehreren Beiträgen eifrig ins Stadtradler-Star-Dasein gestartet. Danach flaute mein Schreibverhalten aber wieder ab. In der Zwischenzeit war ich jedoch fast täglich auf dem Rad. Fast täglich? Als Star?

Nun, ich habe in den drei Wochen kein Auto von innen gesehen. Ich bin jedoch an vier Tagen gar kein Rad gefahren – das waren die drei Sonntage und der vergangene Donnerstag. Die Sonntage sind schnell erklärt. Da arbeite ich nicht und die Läden sind auch zu – und die Frühstücksbrötchen hole ich zu Fuß. Und unter der Woche? Nein – da hatte ich keinen Urlaub, und ich war auch nicht krank. Ich habe mich einfach, als ich die Wohnungstür hinter mir zuzog, dazu entschlossen, nicht das Fahrrad aus dem Keller zu holen, sondern zu Fuß zum Bahnhof zu laufen – nicht zum weit entfernten Hauptbahnhof, aber auch nicht zur nahe gelegenen Stadtbahn oder S-Bahn, sondern zum zwei Kilometer entfernten Dorfbahnhof. Auch in Essen bin ich dann nicht in die Stadtbahn gestiegen, sondern direkt zur Uni gelaufen. Ich muss allerdings gestehen, dass mir das Fahrrad schon etwas gefehlt hat. Dennoch werde ich diese neue Angewohnheit beibehalten.

Was gibt es sonst zu berichten? Ich habe in den vergangenen Wochen habe ich den Verkehr, also die Autofahrer und die Fußgänger, aber auch andere Radfahrer, genauer beobachtet als sonst. Eigentlich hätte ich alle 5 Minuten anhalten können und einen Regelverstoß notieren können.

  • Da waren z.B. zahlreiche Radfahrer, die auf der falschen Straßenseite radelten – weil es in der Tat höchst unlogisch wäre, zweimal eine vier- bis sechsspurige Straße zu überqueren.
  • Fußgänger betrachten benutzungspflichte wie nicht-benutzungspflichtige Radwege, die auf gleichem Niveau wie die Fußwege liegen, oftmals einfach auch als Fußwege.
  • Es gab auch den Autofahrer, der die linksabbiegende Radlerin vor sich zwar sah und auch vor seiner Blechbüchse – ja, ich liebe Autos, und ich habe Freude am Fahren und Vorsprung durch Technik, aber es sind und bleiben nun mal Blechbüchsen – einfädeln ließ, dann aber wie wild hupte, weil es ihm offensichtlich nicht zu schnell ging.
  • In Essen war ich auf einer Seitenstraße zunächst freudig überrascht worden, als ich vor der Ampel eine Kontaktschleife für Radler entdeckte, um nach dieser Kreuzung auch schon wieder enttäuscht zu werden, als ich sah, wie eine Tagesmutter mit den ihnen anvertrauten Kindern den Pflichtfußweg verlassen musste, weil auf diesem ein Poller aufgestellt war (vermutlich um Autos am Wildparken zu hindern).
  • Immer wieder sieht man natürlich Kavaliere, die in Formel 1-Manier ihre Räder durchdrehen lassen, mit Vollgas auf die nächste Ampel zusteuern, um von dieser wieder ausgebremst zu werden, bevor das Spiel sich wiederholt. Auf dem Dortmunder Wall oder dem Hellweg in Richtung Unna ist die Ampeldichte so hoch, dass man das Schauspiel als Radfahrer über Kilometer hinweg verfolgen kann, den vorgenannten Blechbüchsenfahrer damit auch noch zur Weißglut treibt …
  • In den Online-Diskussionen dominieren nach wie vor die Themen Helmpflicht (durch die Hintertür) und Rechtsabbiegeunfälle.
  • Am vergangenen Samstag (also nach dem offiziellen Stadtradeln-Ende), hatte ich zwei nette Fahrer, die vorbildlich jeweils den Radfahrstreifen frei hielten, um – ja, Ihr könnt es erraten – gleich wieder enttäuscht zu werden.

Wie bereits erwähnt, könnte ich diese Aufzählung beliebig fortsetzen. Zwar habe ich Vertrauen, dass die o.g. Fälle immer seltener werden, je mehr Radler auf den Straßen unterwegs sein werden. Aber ich will mich künftig in meiner Arbeit als Fahrradaktivist nur für die Sachen einsetzen, die mir und allen Mitstreitern auch Spaß machen … und das sind die VeloCityRuhr-Projekte. Während des Stadtradelns in Essen gab es deren zwei – und diese sind auch meine persönlichen Stadtradeln-Highlights, und sicher auch die der Mitradler:

Die drei Wochen Stadtradeln habe ich problemlos autofrei überlebt. Und dank unseres Lastenradprojekts Cargo.VeloCityRuhr.net  (läuft gerade an, daher regelmäßig reingucken) werde ich auch in Zukunft carfree und carefree leben.

Liken und teilen!

Ein paar Gedanken zum Abschluss

Ohne Auto leben?
Das war mir nicht ganz neu. Meine Frau und ich haben schon mehrfach zwischen dem einen und dem nächsten Auto einmal eine Pause gemacht von mehreren Monaten bis zu einem Jahr und mehr. Und die Erfahrung war immer wieder die gleiche: es geht (mit Rädern und öffentlichem Verkehr)!  Und es hat eine entschleunigende Wirkung auf unseren Lebensrhythmus!

Rostige Speiche?
Ich habe noch einmal neu gesehen: Die Wegweisung für Radfahrer ist in Essen gut! Viele Radwege sind auch gut! Da ist in Essen seit der „rostigen Speiche“ viel passiert! – Die wäre heute vielleicht dem öffentlichen Nahverkehr anzutragen!? Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr müssen eigentlich Verbündete sein in dem Anliegen den urbanen Kurzstreckenverkehr vom Auto weg zu bekommen. Grundsätzlich darf zwar mit dem Fahrrad in Busse und Bahnen, aber nicht morgens, wenn man zu Arbeit muss. Die S-Bahnen sind im Grunde überhaupt nicht auf Fahrradmitnahme eingerichtet. Man muss die gesamte Zeit bei seinem Rad stehen und es festhalten, und man kann sich mit dem Rad gar nicht anders hinstellen als behindernd für alle übrigen Mitfahrer. Da sind die Regionalbahnen und die ICs besser ausgestattet! Warum gibt es in S-Bahnen kein Fahrrad-Abteil wie in den REs? – Und bei den Bussen:  wenn man die Phantasie schießen lässt : in anderen Gegenden der Welt gibt es schon Busse mit Fahrrad-Anhängern ..

„Parkplätze“
Das Wetter ist bekanntlich bei uns nicht immer schön. Dann wünscht man sich für das Rad einen trockenen Platz. Und man wünscht sich einen sicheren Platz.  Eine wirksame Förderung des Radverkehrs bestünde darin, dass Firmen und Behörden für ihre Mitarbeiter geschlossene Fahrrad-Boxen  (solche wie an manchen S-.Bahnhöfen) aufstellen – wie oft sieht man in Büros ein Fahrrad stehen, nur damit es sicher ist. Das kann doch nicht die Lösung sein!

Grenzen des Radverkehrs
Manches ist ohne Auto kaum zu machen: Gartenabfälle zum Recycling-Hof bringen. Im Baumarkt  oder sonst wo Blumenerde kaufen. Die Getränke für die nächste Gartenparty holen. Einmal bin ich mit einer Geige in der Fahrrad-Tasche durch die Stadt gefahren – da stand mir aber der Angstschweiß auf der Stirn, ob das gute Stück das unbeschadet überlebt! Ein anderes Mal wollte ich drei größere Bilderrahmen kaufen und nach Hause bringen. Ich hätte ja sagen können: ich warte dann eben, bis die drei Wochen  um sind! Oder: da musste dann eben meine Frau fahren! Aber das sind ja Ausflüchte, die in einer Echt-Situation nicht funktionieren würden! Da müssten ganz andere Hol- und Bringe-Services entstehen! Derzeit ist unsere Geschäftswelt überhaupt nicht auf solchen Bedarf ausgerichtet, auch wenn vor dem Eingang demonstrativ ein paar Fahrradständer platziert werden!

E-bike: größerer Aktionsradius
Der Verzicht auf das Auto wurde in diesen Wochen selbstverständlich erleichtert durch das wunderbare Wetter! Etwa 500 km bin ich gefahren – und dabei waren keine Freizeit-Kilometer, sondern alles waren Wege von und zur Arbeit und zwischen den verschiedenen Dienststellen unserer Einrichtung. Die elektrische Unterstützung weitet den Aktionsradius spürbar aus! Vom meinem Wohnort Werden nach Steele, von dort nach Altendorf, auf dem Rückweg noch beim Gesundheitsamt und beim Jugendamt vorbei … das geht einigermaßen unangestrengt nur mit e-bike!

E-bike: ganz oder nur halb ökologisch?
Allerdings haben sich mir auch Fragen gestellt: was kostet eine Batterie-Ladung – an Strom und an anteiligen Batteriekosten? Ist der Lade-Strom Öko-Strom? (In meiner Garage: ja!) Wie viel Umweltzerstörung ist mit der Batterie-Herstellung verbunden? Trotzdem: ich bin fest entschlossen, mir eins zuzulegen!

Liken und teilen!

Fazit nach drei Wochen

So, nun sind die drei Wochen radeln um.
Es war auf jeden Fall eine gute Erfahrung. Ich hatte meinen geregelten Sport und habe es genossen, kleine Wege mit dem Rad zu fahren. Keine Parkplatzsuche, schnell an dem Punkt angekommen, wo ich hin wollte…….nicht auf öffentliche Verkehrsmittel warten und hoffen müssen, dass sie sich nicht verspäten……
Die Luft und Natur genießen und dabei entspannen – auch das habe ich geschafft.
Ich werde mit Sicherheit jetzt öfter eine Radtour unternehmen, aber nicht zur Arbeit und zurück.
Um mich hierzu zu bewegen wäre unter anderem der Ausbau des Radnetzes erforderlich. Es gibt viele Radwege, die als Hilfsweg dienen, jedoch nicht offizielle Radwege sind. Auf denen stehen dann auch schon mal massig Mülltonnen, Menschen, Autos…….
Dann enden die Wege auch schon mal da, wo es mit Radweg sicherer wäre. Es gibt genügend Wege, bei denen Flickenteppiche oder Wurzeln die Wege uneben machen und Grünzeug zum Hindernisparcour wird – für den Kopf.

Ob ich es vermissen werde? Das werde ich erst später feststellen.
Jetzt hatten wir noch Glück mit dem Wetter. Was, wenn es mal ein wenig regnet oder windiger ist?
Ich denke, dass Menschen, die nur relativ kurze Arbeits- oder sonstige Wege haben sich dennoch trauen sollten! Nehmt ein Rad und erfahrt dies alles selbst einmal!
Vielleicht treffen wir uns ja einmal.
Noch viel Spaß und Durchhaltevermögen an die Teilnehmer der noch verbleibenden Kommunen, die in 2013 noch am Stadtradeln teilnehmen.

Liken und teilen!

Schlussbetrachtungen vom radelnden Bürgermeister

In der hektischen Phase vor der Ratssitzung das schöne Sommerwetter kaum genutzt. Statt dessen die wenigen Stunden an frischer Luft mit Vogelgezwitscher und tollen Düften genossen. Wenigstens das!

Teile so manche Auffassung des Alltagsradler und WAZ-Redakteurs Martin Spletter, wenn er so seine „Kampferfahrungen“ mit Auto-Fundamentalisten beschreibt.  Nicht ganz so krass erlebe auch ich, dass die Rücksichtslosigkeit allgemein auf der Straße zugenommen hat.

  • Mülltonnen auf dem Radweg der Rü – kein Problem –
  • Hundeleinen von telefonierenden Hundehaltern quer über den Radwege der Steeler Straße – kein Thema –
  • Tiefe, meterlange und 2 – 3 cm breite Risse im Asphalt (Hbf-Südseite/Freiheit) – wo ist das Problem ?
  • Mal eben den Radweg zuparken, um am Sparkassenautomaten Geld zu ziehen -keine Sorge, ich kann ja in den fließenden Verkehr ausweichen
  • Glasscherben neben dem Altglascontainern  – wieso hast Du keinen unplattbaren Mantel auf der Felge ?

Ihr merkt, manchmal kommt man nur mit Sarkasmus weiter ……und was am allerschlimmsten ist, ich kann beim Nachtradeln nicht dabei sein!! Aber was soll’s? Nächstes Jahr werden noch mehr Radler/Innen mitfahren und noch mehr CO² einsparen, weil sie wissen, dass es Spass macht, Rad zu fahren und umweltfreundlich ist und Platz spart und auch noch gesund ist

Danke an Simone Raskob und Ihr Umweltamt-Team

und mit kräftigem Pedal- und Rahmenbruch verbleibe ich

Ihr/Euer radelnder Bürgermeister

Rolf Fliß

gefahrene Kilometer vom 15. – 18. 07.2013:   56 km

Liken und teilen!

Insgesamt hat’s Spass gemacht

Heute endet die diesjährige Stadtradleraktion in Essen. Hurra, Ich habe es geschafft. :-)Drei Wochen habe ich alle Wege sowie Erledigungen mit dem Fahrrad unternommen und festgestellt, dass ich auch ohne Auto auskommen kann, manchmal ging es sogar mit dem Rad schneller, als mit dem Auto.
Seit Beginn der Aktion in Essen spielt auch das Wetter mit (und das an allen Tagen!!!). So eine Wettergarantie ist auch im Juli in Deutschland eher selten, nachdem es in diesem Jahr nur lt. Kalender Sommer war 🙁 .
Morgens fand ich es manchmal anstrengend, mit dem Rad zur Arbeit fahren; da wäre es bequemer gewesen einfach ins Auto zu steigen und loszufahren. Aber das ging ja nicht; Ich bin ja Stadtradler. Und so habe ich dann doch wieder das Rad genommen. Dafür ist nachmittags die Heimfahrt angenehm. Man kann auf dem Rad gedanklich sehr schön abschalten und kommt dann „geistig entspannt“ zu Hause an.
Wenn ich künftig Auto fahre und ein Radfahrer trotz vorhandenen Fahrradweg die Straße nutzt, werde ich für diesen Verständnis aufbringen. Mir ist klargeworden, warum einige Radfahrer – trotz eines vorhandenen Fahrradweges – manchmal doch eher die Straße nutzen. Die Wege sind tlw. kaputt bzw. durch Sträucher eingeschränkt befahrbar. Wenn man hier eine schnellere Geschwindigkeit erreicht, wird es auf diesen Wegen schon gefährlicher als auf der Straße.
Abschließend möchte ich zu der ganzen Aktion aus meiner Sicht sagen, dass es Spass gemacht hat. Aber ganz auf das Auto verzichten werde ich nicht. Ich werde künftig
– aber insbesondere bei schönen Wetter – abwägen, ob ich unbedingt ein Auto für diese Fahrt benötige oder dies auch mit dem Rad erledigen kann? Auch freu ich mich, dass ich standhaft geblieben bin und hieran teilgenommen habe. Ich bin auch verwundert, wieviel km man so in 3 Wochen zurücklegt.

Liken und teilen!

Endspurt

So, es dauert nicht mehr lange und die drei Wochen Radeln für die Umwelt sind vorbei.

Nun kommen die für mich noch anstehenden Herausforderungen:
Ich singe im Philharmonischen Chor Essen. Am Donnerstag, 18.07.13, und Freitag, 19.07.13 findet das 12. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker statt. http://www.philharmonie-essen.de/konzerte/

Beide Termine sind in Konzertkleidung wahrzunehmen. Am Mittwoch habe ich noch eine Probe, zum Glück ohne Konzertkleidung.
Da ich Vollzeit berufstätig bin, werde ich die Kleidung in meiner Fahrradtasche mitbringen, ebenso die Utensilien für das Styling. Mal sehen, was nach der Radfahrt zur Philharmonie und ein wenig Auffrischen dann noch übrig ist. Am 18.08.2013 erfolgt eine Ausstrahlung im WDR.

Also, wer keine Zeit hat zu kommen, kann ja mal gucken. Vielleicht sollte ich als Erkennungsmerkmal und der Einfachheit halber (für die Frisur) einfach den Fahrradhelm auflassen?

Liken und teilen!

Petrus ist immer noch gnädig

Der deutsche Sommer – es gibt ihn wirklich!!!
Und dann auch noch zeitgleich mit der Aktion Stadtradeln – besser geht`s kaum 🙂

Ich staune immer wieder, wie viel man mit dem Rad erledigen kann und das ein Arbeitstag bereits mit 5 km radfahren SO gut beginnen kann!!

Kein lästiger Stau, kein Warten auf Bus und Bahn, kein Gedränge, dafür viel frische Luft, Aktion und Wohlbefinden.
Na gut, auch ich muss zugeben, mich schon das ein oder andere Mal auch auf dem Rad ziemlich geärgert zu haben…
Für manchen Autofahrer scheint der Radfahrer eine ganz besondere Spezies darzustellen, die noch nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr zugelassen wurde…
Rechts vor Links gibt es da nicht…
Also werden nicht nur die Muskeln trainiert sondern auch die Sinne geschärft… Obacht ist geboten, aber (*toitoitoi*) bislang habe ich noch keinen Radelschaden davon getragen!!

Beim Blick aus dem Fenster freue ich mich schon darauf, mich nachher wieder aufs Rad zuschwingen und den Sommer und das Leben zu genießen 🙂

Liken und teilen!

Endspurt des radelnden Bürgermeister …

12.07.2013 Den Urlaub und die letzte Ratssitzung fest im Blick, macht es bei dem herrlichen Wetter um so mehr Spaß, kräftig in die Pedale zu treten. Wenngleich man doch häufig von dem ein oder anderen netten Bekannten oder Bürger zu einem kleinen Quätschken ausgebremst wird. Besonders schön war aber heute die historische Straßenbahnmitfahrt im Oldtimer-Wagen 705 der verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft der EVAG. Natürlich gab es nur ein Thema: die Zukunft der Schiene bei der MVG in Mülheim/Ruhr.

Tageskilometer:  14 km

 

13.07.2013 Heute mit Reinhard Wiesemann, dem Unperfekthaus-Erfinder in seinem Ableger-Café (Cafè Konsumreform) auf der Viehofer Straße eine RESPEKT-Tafel feierlich enthüllt, die zu Toleranz, Weltoffenheit mahnt und darüber hinaus fortwährend daran erinnern soll, wie wir ohne Rassismus, aber mit viel Zivilcourage, extremistischen Gefahren von rechts und links frühzeitig tatkräftig begegnen wollen! Meinungs- und Pressefreiheit  sind ein hohes Gut, das wir mit Argusaugen vor etwaigen Angriffen verteidigen müssen. Bei einem weiteren Termin, beim Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr am Brakeler Wald in Heidhausen, Sponsoren-Trikots an die Jugendfeuerwehr feierlich übergeben. Brandschutz-Früherziehung und Mitgliedergewinnung für das so wichtige Ehrenamt in einer freiwilligen Feuerwehr kann gar nicht früh genug beginnen. An der Stelle die Frage an den Leser: ob er oder sie auch in der eigenen Wohnung ausreichend Rauchmelder zum eigenen Schutz montiert hat. Denn Rauchmelder retten Leben. Dazwischen immer wieder Blickachsen auf die Ruhr und auf den Baldeneysee genossen.

Tageskilometer:   25 km

 

14.07.2013 Mittags zum Kur-vor-Ort Sommerfest in die Gruga geradelt und gemeinsam mit der Umweltdezernentin Frau Raskob und der Marketing-Geschäftsführerin Janine Flocke Mitgliederwerbung für den neuen Grugapark-Stiftungsverein auf der herrlichen Sonnenterrasse betrieben. Im direkten Anschluss daran mit dem Fahrradbeauftragen Christian Wagener und dem Stadtdechanten der kath. Kirche, Dr. Cleve, zur Atempause-Radtour quer durch den Essener Westen gestartet. Neben verkehrspolitischen Themen, wie der Öffnung der Einbahnstraßen in Gegenrichtung (242 sind schon geöffnet), haben wir uns auch mit alten Mühlen-Gebäuden entlang der Strecke historisch auseinandergesetzt. Großartig geworden ist das neue Kreuzungsbauwerk der Grugabahn-Trasse Höhe Mündung Hesselbach in den Borbecker Mühlenbach. Gleich drei neue Brücken bieten dem Radfahrer neue Aussichten bzw. neue Verkehrsmöglichkeiten u.a. erstmalig über den Borbecker Mühlenbach nach Holsterhausen. Und so ein mäandrierender, also sich natürlich schlängelnder Bachlauf, riecht und sieht doch gleich anders aus, als die stinkende gradlinig verlaufende gute alte „Köttelbecke“. Auf wunderbaren Schleichwegen ging es nach Borbeck, wobei zwei Ereignisse besondere Erwähnung finden müssen:

1.) Letzte Woche begannen an der Stadtgrenze nach Mülheim der Grugabahntrasse in Höhe Frohnhauser Weg die langersehnten Baggerarbeiten für ein kreuzungsfreie Verbindungskurve an den Radschnellweg an der rheinischen Bahntrasse. Damit hat Umweltminister Johannes Remmel Wort gehalten und weitere Mittel für den Ausbau alter Bahntrassen zu Radwegen, bereit gestellt (aus dem sog. Ökologie-Programm: Emscher-Lippe). Auch der Weiterbau nach Mülheim-Hauptbahnhof ist gesichert.

2.) Eine Premiere wartete an der Ecke rheinische Bahntrasse, Abzweig Borbeck auf uns 40 Radler, denn in Absprache mit dem RVR befuhren wir als Gruppe erstmalig den noch nicht ganz fertiggestellten nagelneuen Radweg von Altendorf zum Bahnhof Borbeck mit Ausnahmegenehmigung. Eine wunderbare und gelungene Premiere.  Ein ökologischer und einfühlsamer kleiner Gottesdienst erwartete uns in St. Dionysius Borbeck durch Stadtdechant Dr. Cleve. Dort erhielten wir auch unseren Reisesegen. Jetzt kann also nichts mehr passieren …….

Tageskilometer:  35 km

 

Liken und teilen!

Endlich Radelwetter

Jetzt sind wir schon in der 2. Woche angelangt und es radelt sich immer noch prima. Vielleicht liegt es auch an der guten Laune von Petrus? Gerade morgens ist die frische Luft ein Traum und auf den Straßen ist noch nichts los. Für mich ist es nichts Neues, den Arbeitsweg auf dem Rad zu bestreiten, und dennoch bin ich aufmerksamer unterwegs. Mir fällt das Vogelgezwitscher, der Duft nach Sommer und die Wohltat auf, die das radeln mit sich bringt. Wie frisch man doch im Büro ankommt, wenn man ein paar km hinter sich hat 🙂 Für mich bedeutet das radeln am Morgen: Hallo, jetzt bin ich wach! Zum Feierabend hin heißt es: Jetzt bekommst du den Kopf frei! Und zu Hause angekommen wartet ein Kaffee auf dem sonnigen Balkon als Belohnung auf mich! Morgen, am Wochenende, geht es radtechnisch weiter. Mit dem Rad zum Wandern, mehr Natur geht wohl kaum 🙂

Liken und teilen!