Der besondere krönende Abschluss

19. Juli 2013: Da habe ich mir für den letzten Tag des Bottroper Stadtradelns heute noch mal etwas Besonderes vorgenommen. Nicht, dass die anderen Tage nicht auch besonders gewesen sind, aber der Letzte sollte ganz besonders werden. Das „Ticket 2000“, das ich in den drei Wochen nutzen durfte, ist bis Venlo gültig. Also morgens früh los und mit dem Zug über Essen und Viersen nach Venlo. Um 10 Uhr war ich auch schon da. In den Niederlanden Fahrrad zu fahren, ist wirklich etwas ganz Besonderes. Zweispurige Fahrrad-„Boulevards“ gibt es dort, und es macht wirklich richtig viel Spaß zu radeln. „Richting Duitsland“ war ausgeschildert, aber dann habe ich mich doch auf mein Fahrrad-Navi verlassen, was sich als gar nicht so einfach herausstellte, weil manchmal die Richtung nicht ganz so eindeutig war. Aber es hat geklappt, und weil es sooo schön war, bin ich kurzerhand die ganze Strecke zurück nach Hause geradelt. 98 Kilometer, mit einigen Umwegen und natürlich Pausen. Rekord für mich! Damit habe ich nun insgesamt 776,16 Kilometer zusammen.

Von Venlo immer geradeaus "Richting Duitsland"

Von Venlo immer geradeaus „Richting Duitsland“

Was ich dafür bekomme, wurde ich manchmal gefragt, wenn ich von meinem Einsatz als „Stadtradel-Star“ erzählt habe. Ich muss sagen, ich habe wirklich sehr viel bekommen. So viele Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen! Ich bin so froh, dass ich dabei sein durfte. Und ich hoffe, dass ich auch den einen oder anderen angeregt habe, sein Auto öfter mal stehen zu lassen – der Umwelt zuliebe und der eigenen Gesundheit. Ich werde es auf jeden Fall tun. Ich wurde sehr häufig auf das Projekt angesprochen, und sehr viele haben gesagt, wie gut sie das „Stadtradeln“ finden. Und dass sie ihr Verhalten doch mal überdenken wollen. Das ist doch ein Anfang!

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See/h-Tour

Mittwoch, 17. Juli
Gestern sind wir mit den Rädern zum Halterner Stausee (und drumherum) gefahren. Das Wetter war wieder perfekt – und die Strecke auch. In den Wäldern glitzerte das Sonnenlicht durch die Bäume, viele Felder waren gerade gemäht worden, was wunderbar duftete. Ach, man müsste jetzt Urlaub haben und sich nicht nur dann und wann einen freien Tag klauen. Zurück ging es dann mit der S9, die direkt bis Bottrop Hauptbahnhof fährt. Die Rädern mit dem Aufzug nach unten zu bringen, war dann allerdings keine kleine Herausforderung. Die überhaupt dort rein zu bugsieren, ist schon nicht leicht, waren doch einige E-Bikes dabei. Aber man kann ja froh sein, dass unser Hauptbahnhof überhaupt einen Aufzug hat!

Heute ging es zum Heidesee und zum Heithofsee, eine gemütliche Tour. Ist auch mal ganz schön! Wieder gab es rechts und links des Weges jede Menge zu sehen.

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Wo ist die 2. Woche geblieben??

14. Juli. Sonntagabend. Mitten in der 3. Woche. Unglaublich! Wo ist die 2. Woche bloß geblieben? Vorbeigerast! Sie war randvoll mit Erlebnissen rund ums Fahrrad. Mit Genussradeln könnte man es ganz gut beschreiben, obwohl dieser Begriff durch die Tourismusbranche etwas abgegriffen ist. Ich genieße das Fahrradfahren wirklich mit allen Sinnen, sehe soviel, die unterschiedlichsten Gerüche kommen mir in die Nase. Und man hört natürlich alles – man ist ja draußen, quasi mittendrin. Ich fühle die Wärme, Kälte und manchmal leider auch Nässe auf meiner Haut. Ja, und schmecken kann man nach der Tour (oder in der Pause) mal etwas Süßes oder besser (!) Chipse. Man strampelt die Kalorien ja wieder ab. Und schließlich brauche ich auch manchmal einen sechsten Sinn, um zu ahnen, was die Autofahrer so als nächstes machen. – Ob es auch den Rennfahrern unter den Radlern so geht, die auf Teufel komm‘ raus Kilometer abreißen? Kriegen sie mit, was um sie herum geschieht? Das kann es nicht sein, finde ich. Na ja, aber Jedem das Seine.

Heute habe ich mich zum Glück doch noch aufraffen können und bin zu diesem wunderbaren Tangokonzert ins 12 Kilometer entfernte Kirchhellen gefahren. Hatte eigentlich keine Lust, will ich gestern meine große Geburtstagsfeier hatte und heute bis in den Nachmittag hinein Aufräumen angesagt war. Aber kaum saß ich auf dem Fahrrad, war die Müdigkeit verflogen. Und der Tango hielt dann natürlich hellwach. Supertoll!! Habe jetzt 528 Kilometer auf dem Tacho.

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Von der Quelle bis zur Mündung

Donnerstag, 11. Juli
Wieder eine Tour mit dem Bottroper Heimatverein (leider kann ich nicht jeden Tag solche Touren mitmachen. Das wäre zu schön!). Es ging diesmal auf der Rotbachroute von der Quelle in Bottrop-Grafenwald bis zur Mündung des Rotbachs in den Rhein. Eine tolle Fahrradstrecke! Am Rhein waren wir dann auch noch an der Emschermündung bei Dinslaken.

Die Mündung des Rotbachs in den Rhein

Die Mündung des Rotbachs in den Rhein

Momentan läuft ja die Aktion „100 Tage Emscherkunst“. Am Ufer der Emscher zwischen Gelsenkirchen und Dinslaken sind über 30 Kunstwerke international bekannter Künstler zu sehen. Da lohnt sich ein ausführlicher Besuch! Vielleicht mache ich noch mal eine „Emschertour“ mit dem Fahrrad und fahre verschiedene Stationen ab. Aber gestern war erst mal der Rotbach dran, der übrigens wirklich rot wirkt, weil er durch ein Gebiet mit eisenhaltigem Untergrund fließt. Abends hatte ich insgesamt 488 Kilometer zusammen (seit 19.7.).

Das Emscherkunstwerk "Fluss wird Wolke" von Reiner Maria Matysik. Die weißen Pavillons, in denen man übernachten kann, sind derzeit ausgebucht.

Das Emscherkunstwerk „Fluss wird Wolke“ von Reiner Maria Matysik. Die weißen Pavillons, in denen man übernachten kann, sind derzeit ausgebucht.

 

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Ruhrgebietsschönheit verzaubert

Ein Seitenarm der Ruhr bei Essen

Ein Seitenarm der Ruhr bei Essen

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Der Baldeneysee

Gestern wollte ich eigentlich mit dem Zug nach Venlo fahren – ich habe ja netterweise für meine Zeit als „Stadtradel-Star“ von der „Vestischen“ ein „Ticket 2000“ bekommen. Aber das Wetter war so wunderbar, dass es um jede Minute, die man in einem geschlossenen Raum (oder auch Zugabteil) gesessen hätte, schade war. So bin ich stattdessen nach Essen-Steele und von dort aus mit dem Rad an der Ruhr entlang gefahren. Einfach immer geradeaus, ohne Ziel. Das war so schön, einfach nur so zu fahren um des Fahrradfahrens willen. Das hatte schon etwas Meditatives. Und die Landschaft, durch die ich fuhr, hat mich wirklich verzaubert. Manche Leute glauben es ja immer noch nicht, aber bei uns im Ruhrgebiet ist so schön!! Man fährt nur wenige Kilometer raus aus dem großen Städten und ist mitten in der Natur.

Und man trifft so viele nette Leute, mit denen man zwischendurch immer wieder ins Gespräch kommt. Fahrradfahren ist auch kommunikativ. Tja, und am Ende des Tages hatte ich (für mich eigentlich) unglaubliche 90 Kilometer zusammen und ich fühlte mich immer noch richtig gut.

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Stadtradeln in Bottrop – Teil 1

Samstag, 6. Juli 2013: Eine ganz besondere „Extraschicht“ war bei uns im Ruhrgebiet angesagt. Die „Nacht der Industriekultur“. 50 Spielorte in verschiedenen Städten boten Theater, Tanz, Musik und noch viel mehr – bis tief in die Nacht hinein. Ich fuhr mit dem ADFC auf einer Fahrradtour verschiedene Stationen ab. Wir fingen bei uns im Bottrop im „Bernepark“ an, einer ehemaligen Kläranlage, die heute zu einem „Bürgerpark“ umgebaut wurde. Weiter ging’s dann nach Oberhausen. Leider konnte ich nicht alle Stationen mitmachen, weil am Sonntag das große „Familien-Nostalgiefest“ bei uns im Stadtgarten war, das ich mit organisiert habe. Da musste ich relativ früh fit sein. Daher kamen auch am Sonntag nur knapp 8 Kilometer zusammen, quasi nur zum Park und zurück.

Aber auch diese Strecke fahren manche Leute mit dem Auto. Und das sollen ja meine drei Fahrrad-Wochen auch zeigen: Dass man viele Kurzstrecken doch viel besser mit dem Fahrrad machen kann. Natürlich geht es für mich auch darum, Kilometer zu sammeln. Aber „leider“ habe ich noch andere Sachen zu tun, außer radeln. Aber ich muss feststellen, wann immer es geht, klaue ich mir Zeit und fahre Fahrrad. Das macht mir richtig Spaß. Auch wenn mein Kollege es gar nicht glauben will („Mit so einem Fahrrad??“). Es macht auch mit einem ganz stinknormalen 8-Gang City-Bike richtig Laune, durch die Gegend zu fahren! Es ist so wunderbar, die Natur zu spüren und vor allem zu riechen. An Erdbeerfeldern vorbeizufahren oder an frisch gemähten Wiesen (leider auch an frisch gedüngten Feldern und – noch schlimmer – hinter Bussen oder Mopeds her zu fahren!!!). Insgesamt habe ich so bis heute (Sonntagabend) 310 Kilometer gesammelt. Mal gucken, was die nächsten beiden Wochen so bringen.

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Für kurze Strecken ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel

Seit Montag fahre ich mit dem Fahrrad mein Kind in den Kindergarten. Der Weg führt durch den Kleingartenverein Beckheide und von da aus zur Arbeit am grünen Prosperpark vorbei. Herrlich!
Die Scharnhölzstraße ist mit 30km/h verkehrsberuhigt und darum angenehm zu fahren. Der stockende bis stehende Verkehr zu Stoßzeiten auf Hans-Sachs-Straße/Friedrich-Ebert-Straße zeigt mir jetzt schon deutlich, dass das Fahrrad für kurze Strecken eindeutig das schnellste und leiseste Verkehrsmittel ist.

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Gibt es Wunder?

Da hatte ich gestern Morgen (3. Juli) diese schöne Bluse im Prospekt gesehen. Also nach Feierabend mit dem Fahrrad los Richtung Einkaufszentrum „Centro“ in Oberhausen. Leider wurde ich nach ein paar Kilometern am Rhein-Herne-Kanal unvermittelt gestoppt: Vorderreifen platt. Aber ich hatte ja das „Wunderspray“ dabei, ein Pannenspray, das verspricht: „Reparieren und Aufpumpen in einem Schritt“. Klasse! – Wenn es funktionieren würde. Tat’s aber leider nicht und war ‘ne ziemliche Sauerei. Also das Fahrrad Richtung Bushaltestelle geschoben (waren zum Glück nur ca. 3 Kilometer, regnete allerdings, was nicht so lustig war).Ich habe ja für meine Zeit als „Stadtradel-Star“ ein „Ticket 2000“ bekommen, mit dem mein Fahrrad und ich mit Bussen und Bahnen fahren dürfen. So bin ich dann verschiedenen Bussen kurz vor Feierabend zum Zweiradgeschäft „Rück“ gekommen. Die Busfahrer waren alle sehr nett, hatten Mitleid und wünschten mir und meinem Fahrrad sogar „alles Gute“.

Ich lasse übrigens „unplattbare Reifen“ aufziehen. Klingt auch nach einem Wunder, wie das Spray, oder?! Man wird sehen.

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Blöder Montag – toller Dienstag

 

Gestern, am 1. Juli, war leider das Wochenende vorbei und ich musste wieder arbeiten. Blöder Montag! Bin aber zur Arbeit einen kleinen Umweg gefahren, immerhin vier Kilometer statt zwei. So konnte man einerseits noch etwas den Morgen genießen, andererseits zögerte man den Arbeitsbeginn etwas hinaus, was auch nicht das Schlechteste ist. Insgesamt kamen bis Montagabend nur knapp 117 km zusammen.

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Heute (Dienstag) war schon besser. Ich bin mit dem Bottroper Heimatverein auf einer Radtour nach Schermbeck gewesen. Wunderbares Wetter, tolle Strecke, meist durch Wiesen, Felder und Wälder, 35 Teilnehmer. Ist klar, bei so’nem Wetter will man nach draußen in die Natur. Ich war so froh, dass ich den Tag nutzen konnte, musste dafür nach der Tour noch ins Stadtarchiv. Aber dann konnte ich noch eine kleine Runde zur Belohnung drehen. Insgesamt habe ich die 200 Kilometer-Marke geknackt.

Heinz-Georg Schwanewilm bringt es auf den Punkt: "Fahrrad gut - Auto doof".

Heinz-Georg Schwanewilm bringt es auf den Punkt: „Fahrrad gut! – Auto doof!“.

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Es geht los: Bottrop radelt

Am Samstag (29. Juni) ging’s endlich los: die Aktion „Stadtradeln in Bottrop“. Und ich soll als „Stadtradel-Star“ Kilometer sammeln – und bestimmt jede Menge Erfahrungen. Über die werde ich dann regelmäßig berichten. Am ersten Tag bin ich nach Essen gefahren zum WDR-Fest auf dem Kennedyplatz. Meine Cousine fragte abends: „Wie kommt man denn mit dem Fahrrad nach Essen???“ Lebensgefahr! Aber ich habe mir vor kurzem ein Fahrrad-Navi gekauft, und das findet richtig tolle Fahrrad-Routen, auf ruhigen Straßen, durch Parks und Kleingartenanlagen. Man glaubt es kaum, aber es gibt in Essen jede Menge grüne Wege abseits der großen Straßen, die man als Autofahrer so kennt. Man muss sie nur finden und schon ist man mitten in Essen.

Dann bin ich auf dem Rückweg noch etwas am Rhein-Herne-Kanal entlang gefahren und schwups waren die ersten 50 Kilometer zusammen. Und am Sonntag dann die zweiten 50. Ich war morgens beim „Jazz im Garten“ in Bottrop-Kirchhellen und bin nachmittags auch noch ein wenig durch die Gegend gefahren. So was geht aber leider nur am Wochenende, wenn man Zeit hat. Leider muss man in der Woche ja arbeiten und hat nach Feierabend noch so seine Verpflichtungen.

Am Samstag startete ja auch die Tour de France auf Korsika. Ich nehme es als gutes Zeichen, war ich doch über Ostern dort – allerdings zum Wandern. Die Tagesetappe nehme ich mir als erstes Wochenziel vor: 213 Kilometer.

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