Schön war’s!

Die drei autofreien Wochen sind – bei außerordentlich schönem Sommerwetter – rasend schnell vorbeigegangen. Und schön war’s!

Einziger Wehrmutstropfen: Teile der Stadt Freising sind für Radfahrer tatsächlich lebensgefährlich – und dabei habe ich insbesondere die Verbindungen Richtung Lerchenfeld im Auge: Die Radwege über die Hochtrasse – gerade Stadteinwärts – und die anschließende Passage der Kreuzung an der Korbinians-Apotheke sind selbst für erfahrene Radler hoch riskant. Es ist absolut grenzwertig, wieso hier seit über 40 Jahren nichts getan wurde. Warum benötigen wir an drei Zufahrtsrichtungen vier, teilweise ja sogar fünf Spuren für den Autoverkehr und können uns keine dezidierten Fahrradspuren leisten? Damit noch mehr Durchgangsverkehr noch schneller durch unser Städtchen kommt und die Radlerinnen und Radler gänzlich auf der Strecke bleiben? Wenn die B301-Ostumfahrung – wie es aussieht – nun doch binnen 3 Jahren realisiert wird – müsste man dann im Freisinger Rathaus nicht schon heute eine grundsätzliche Überplanung der schon bald „ehemaligen“ Freisinger B301-Ortsdurchfahrt in Angriff nehmen?

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Aus ist’s! Schee war’s!

So, jetzt hat auch Freising fertig. Die letzte Woche war ich sehr viel unterwegs. Per Rad und vor allem per Zug. Es gab Situationen, da hab ich mich echt gefragt, warum ich mich eigentlich auf die Aktion eingelassen habe. Zum Beispiel als ich am Dienstag mit zwei quengeligen Kindern über eine Stunde im Regionalexpress von München nach Freising festsaß, wegen einer Stellwerksstörung. Ringsum wollten die Leute in Ruhe lesen oder ein Nickerchen machen, mein „kontaktfreudiges“ Mädchen und mein motzender Bub mitten drin…

Andererseits erlebt man auch ganz schöne Situationen, wenn man das Auto gegen das Radl eintauscht. Zum Beispiel neugierige Feldhasen am Wegesrand und ratschen mit anderen Mamas bei der gemeinsamen Tour zum Spielplatz im Nachbarort.

Mein Resumee nach drei Wochen ohne Auto lautet: Ich bereu es nicht, teilgenommen zu haben, aber ein Alltagsmodell ist der komplette Verzicht auf’s Auto für mich nicht. Aber was bräuchte ich, damit ich mir vorstellen könnte, mein Auto tatsächlich komplett aufzugeben? Diese Frage ist vor allem für mich als Lokalpolitikerin interessant. Meine Antwort: Nichts, das unmöglich wäre!

– Ein Drogeriemarkt am Ort, zumindest so lange meine Kinder klein sind.

– Bessere Zugverbindungen, vor allem abends und am Wochenende. Der Fokus liegt momentan auf den Zeiten der Pendler. Es sollte aber darum gehen, vor allem den Freizeitverkehr auf die Schienen zu bringen.

– Ein Carsharing-Angebot direkt vor Ort

– Mehr Angebote für Mütter mit Kleinkindern (Musikgarten, Mutter-Kind-Cafe, ein kleinkindertauglicher Spielplatz, vielleicht sogar ein Kinderarzt…)

– Leihräder mit Lastenanhänger

– eine Mitfahrzentrale (online) bei der man sich mit anderen Langenbachern zusammentun kann

Insgesamt waren die letzten drei Wochen sehr lehrreich, gut für den Geldbeutel und für die Kondition. Was ich mitnehme: Eine gewisse Selbstverständlichkeit. Bei kurzen Strecken komme ich gar nicht mehr auf die Idee, das Auto zu benutzen. Und was ich noch mitnehme: Die Bekanntschaft mit einigen sehr interessanten Menschen, die ich im Rahmen der Kampagne kennengelernt habe. Es ist sehr schön zu sehen, wie viele Engagierte es in unserem Landkreis gibt, die Klimaschutz in die Praxis umsetzen und dabei eine Menge Spaß haben. Einen ganz Lieben Dank an die Initiatoren und Organisatoren, an die Presse für die ausführliche Berichterstattung und an meine Familie für die Unterstützung.

Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei!!

 

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Diese Woche: Zugfahr-Star

Gleich zum Wochenauftakt stand eine verhältnismäßig lange Zugreise mit meinem Vierjährigen auf dem Programm. Langenbach – Landshut, danach ein zwanzig minütiger Fußmarsch bis zum Arzt. Wartezeit, Röntgen und so weiter, dann zu Fuß weiter in die Innenstadt, Shopping und mit dem Bus zurück zum Bahnhof, dann noch mal Zug fahren. Das war schon fast ein ganzer Tagesausflug. Mit dem Auto hätte es insgesamt kaum länger als zwei Stunden gedauert. Aber Zugfahren findet mein Großer so spannend, dass er alles toll mitgemacht hat. Im Auto hätte er definitiv mehr genörgelt.a

 

Am Dienstag konnte ich meinen Sessel auf Rädern wieder bei Radl Ruhland abholen. Ohne Platten, mit frisch gemachtem Kundendienst. Also mit dem Zug hin, auf zwei Rädern an der Isar entlang zurück.

Mittwoch gab es dann einen Familienausflug mit dem Zug, um das ZAMMA-Holzschiff in der Fischergasse zu bewundern. Leider hab ich verschwitzt, Fotos zu machen, aber ZAMMA tut der Innenstadt sehr gut. Tolle Stimmung, interessante Projekte und ganz viel Kultur natürlich.

Um doch noch ein paar Radl-Kilometer zu sammeln – außer den alltäglichen Erledigungen innerorts – machten mein Mann und ich Freitag Abend noch einen Trip zur Schloßallee. Ein kühles Radler und einen Brotzeitteller gab’s zur Belohnung.

Wie viele Familien, hatten wir am Samstag dann noch einige Besorgungen zu machen. Unter anderem brauchten wir noch ein Zelt für’s Kindergartenzelten. Tja, sowas bekommt man in unserem beschaulichen Langenbach natürlich nicht. Also setzte sich die ganze Familie in einen Zug nach Freising. Die Schlüterhallen sind zum Glück ja vom Bahnhof aus fußläufig zu erreichen und bieten alles, was wir brauchen: Eine Drogerie, einen Vollsortimenter und ein Sportfachgeschäft, in dem wir ein geeignetes Wurfzelt für unsere Zwecke fanden. Gut, dass wir einen Buggy zum Lastentransport dabei hatten! Sonst wären die Einkaufstaschen und das Zelt nicht zu schleppen gewesen. Statt im Kinderwagen wie die Großen auf einem eigenen Sitz zu thronen, macht meiner Kleinen eh mehr Spaß!

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Unser Wochenhighlight gab es dann am Samstagabend: Kindergarten-Zelten am Sportplatz! Irgendwie schafften wir es, unsere komplette Campingausrüstung im Radelanhänger und im Rucksack unterzubringen. Ein kleiner Regenschauer konnte die Laune nicht trüben. Erst wurde gegrillt, Fußball gespielt und dann in der Dämmerung Stockbrot über dem Lagerfeuer gegart. Und ausnahmsweise hatten es die Kinder sehr eilig mit dem zu Bett gehen. Im Zelt schlafen ist einfach spannend!c

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Zwei autofreie Wochen sind absolviert

Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht: zwei autofreie Wochen sind vergangen und ich hatte bislang nicht die Zeit gefunden, in der Tiefgarage nach meinem Auto zu sehen – habe das jetzt gerade nachgeholt: Es ist noch da 🙂

Auf meinem Radltacho stehen aktuell 284 Kilometer.  Dank durchgeängig schönem Wetter musste ich bislang auch keine Regenkleidung aus dem Rucksack holen. Einzig und alleine die täglich Zugfahrt nach München nervt zur Zeit ein bisschen:
Wegen Bauarbeiten zwischen Hauptbahnhof und Neulustheim wird die Landshuter Zugstrecke momentan über Allach und den Rangierbahnhof Nord umgeleitet: Glückssache, ob man da pro Fahrt eher 10 oder gar 30 Minuten Verspätung einkalkulieren muss. Einziger Lichtblick:  ab 20. Juli soll der Spuk wieder vorbei sein.

Aber auch auf meinen Innerstädtischen Touren hatte ich letzten Freitag ein Schlüsselerlebnis: Als ich im Feierabend-Berufsverkehr von Lechenfeld Richtung Freising-Nord über die Hochtrasse fuhr, wurde ich an der Korbiniansapotheke (wo der Radweg abrrupt endet) von rücksichtslosen Autofahrern aus der Straße geschnitten und landete stehend auf dem Bürgersteig. Das war echt grenzwertig! Ich frage mich, wieso an dieser super-gefährlichen Kreuzung seit 4 Jahrzehnten nix für Radfahrer geschehen ist. Wie einst 1973 geschaffen, werden dem Autoverkehr durchgängig und in diversen Zufahrtsrichtungen 4 oder gar 5 Fahrspuren gewidmet und der Zweiradverkehr bleibt auf der Strecke. Such a shame!

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Einmal Freising-Straubing und zurück. Die Tour durch die Holledau und entlang der Laaber-Flüsse war ein schöner Abschluss der ersten autofreien Woche

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich wollten wir die Altrocker nur am Bluetone-Konzert sehen. Dank unseres Fahrradtripps landeten wir dann aber sogar noch im selben Hotel. Unvergesslich!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich wollten wir die Altrocker nur am Bluetone-Konzert sehen. Dank unseres Fahrradtripps landeten wir dann aber sogar noch im selben Hotel. Unvergesslich!

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Extreme Hitze, kranke Kinder und ein Platten

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Die erste Radel-Woche ist um und die Spaß-Bilanz ist mäßig. Auch wenn die „Einmottung“ meines Autos am Montag gut über die Bühne ging und der Bericht ordentlich in der Tagespresse vertreten war, hat es das Schicksal diese Woche nicht gut mit mir gemeint. Dienstag und Mittwoch hatte meine Jüngste hohes Fieber. Es ist nicht so lustig, eine kranke Eineinhalbjährige bei 36 Grad Außentemperatur im Radelanhänger durch die Gegend zu fahren, um den Großen in den Kindergarten zu bringen.

Überhaupt sind die Extremtemperaturen, die gerade herrschen nicht gerade günstig, um viele Kilometer zu sammeln. Die Alltagserledigungen wie Einkaufen und in den Kindergarten bringen machen aber mit dem Rad tatsächlich mehr Spaß als mit dem Auto – sowohl mir als auch den Kindern. Und noch jemand profitiert davon, dass mein Auto abgedeckt ist:

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Mein Wochenhighlight war an diesem Sonntag die Einweihungsfeier der Tagwerk-Biometzgerei und Schlachterei in Niederhummel. Ich setze mich also auf meinen Sessel auf Rädern, fahre los … und stelle fest, dass ich einen Platten habe.

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Ein fünf Zentimeter langer Riss. Vandalismus? Oder eines der Kinder? Oder bin ich irgendwo entlang geschrammt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich spät dran bin zur kirchlichen Einweihung um 12 Uhr und dass mein Großer im Anhänger schon lautstark mosert, weil er los will. Tja, EIGENTLICH würde ich mich jetzt schnell ins Auto setzen und damit in den Nachbarort fahren. Der Weg dorthin ist eh immer so steil … aber das fällt dieses Mal für mich flach. Also schnappe ich mir kurzerhand das Rad meines Mannes und fahre damit. Der Sattel ist mir zwar 20 Zentimeter zu hoch und mit der Gangschaltung kenn ich mich nicht aus, aber … was muss, das muss. Zu guter Letzt kommen wir also doch noch an und freuen uns auf die Schmankerl, den Zauberer und den Bauernmarkt.

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Morgen wartet die nächste Herausforderung auf mich. Mein Großer muss zum Orthopäden nach Landshut. Das wird mit dem Zug ein halber Tagesausflug. Immerhin spar ich mir aber die lästige Parkplatzsuche.

Ein weiterer Lichtblick: Unser Offenes Team Langenbach zählt inzwischen 14 Radler!

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Ein Landkreis radelt – Auftaktveranstaltung in Freising

Ein Landkreis, zwei Radlstars, drei Wochen ohne Auto. Ulrich Vogl (grünes Shirt) und ich (schwarz mit Punkten drauf) lernten uns heute bei der Auftaktveranstaltung in Freising kennen.

Mit den ca. 60 Teilnehmern haben wir das perfekte Wetter genutzt und fleißig Kilometer gesammelt bei einer gemeinsamen Tour.

Landrat Hauner und Kreisrat  Dr. Stanglmaier würdigten in ihren Grußworten das Fahrrad als DAS Fortbewegungsmittel der Zukunft und betonten die Bedeutung von Fahrradfreundlichkeit als urbane Lust am Leben.

Darum geht es beim Stadtradeln: Um die Lust an der Fortbewegung, an der Freiheit und der frischen Luft. Und natürlich darum, die Umwelt zu schonen und unsere Heimat lebenswert zu erhalten.
Vielen Dank für die motivierenden Worte und uns allen allzeit gute und unfallfreie Fahrt!

Eure Verena Juranowitsch

 

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