letzte Stadtradlerwoche in Esslingen

Hallo Leutle,

mit ein paar Tagen Abstand, die natürlich auch auf dem Rad stattfanden, noch mal ein genussvoller Rückblick auf unser gemeinsames Radelabenteuer. In einem kann uns niemand widersprechen: mit dem Wetter hatten wir echt Glück! Hatten wir aber auch verdient. Das weiß man erst jetzt wieder zu schätzen, wenn es nass, kalt und einfach ungemütlich wird.
Ich habe eh nur das gemacht, was ich das ganze Jahr mache: radeln. Aber Respekt vor den vielen die in ganz Deutschland und natürlich in unserem schönen Esslingen, so schön rauf und runter, die Räder rollen ließen. Und ich habe keinen Einzigen gesehen, der etwa missmutig ausgesehen hätte. Da schienen die Damen und Herren in ihren „Blechkistle“ manchmal etwas neidisch zu sein. Aber sie haben ja nächstes Jahr die Gelegenheit mit zuradeln, wenn wir das Feld von hinten aufrollen. Vielen Dank für die gute Idee, fürs mitradeln und vor allem an unsere gute Radelfee in Esslingen, Uta Westerich, die das ganz toll organisiert hat und uns mit viel Engagement und großer Geduld durch die 3 Wochen „schob“. Zum Schluss das Beste: habe die Erlaubnis von der „Chefin“ ein neues Rad zu kaufen, Cyclo Cross, quer- feld- ein, wie einst Rolf Wolfshohl.

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fünfter stimmungsbericht und fazit

21 tage stadtradeln liegen hinter mir, und ich blicke sehr zufrieden auf das kleine abenteuer zurück. vieles war wie erwartet, einiges war etwas anders als erwartet – insgesamt eine wertvolle erfahrung, die ich nicht missen möchte.
was sind die wichtigsten fakten?
– knapp über 300 km gefahren, dazu einige bahn, bus-, s-bahn und u-bahn-fahrten.
– das wetter war unglaublich entgegenkommend.
– mein rad und dessen ausstattung waren optimal, keine panne, kein unfall.
– die logistische herausforderung, mit angemessener kleidung zur richtigen zeit am richtigen ort zu sein, ist mit etwas mehr gedanken- und zeitaufwand zu meistern.
– ich kann mich nicht beschweren über rücksichtslose autos oder fussgänger. bei kritischen situationen war ich selbst etwas unvorsichtig.
– die resonanz in den medien, in der folge in der stadt-öffentlichkeit und in meinem beruflichen und privaten umfeld war enorm gross und nahezu ausnahmslos positiv.
was bleibt?
– als radfahrer erlebt man die stadt anders als mit dem auto – intensiver und feinkörniger.
– das bewusstsein für das richtige verkehrsmittel für den richtigen zweck ist gewachsen (stichwort kurze strecken). man lernt das auto wieder schätzen.
– das bewusstsein für die alltagsprobleme der radfahrer in unserer stadt hat zugenommen
– das bewusstsein für die enormen anforderungen an unsere mobilität im alltag ist gestiegen
was bleibt mir zum schluss?
– ein dank an jeden einzelnen unserer rund 200 esslinger stadtradler fürs mitmachen
– ein dank an unsere stabsstelle klimaschutz der stadt esslingen am neckar und alle vor-radler in unseren 14 teams.
– ein gruss an alle stadtradler 2011 in allen teilnehmerstädten.

wilfried wallbrecht, erster bürgermeister esslingen am neckar

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vierter stimmungsbericht

das unglaubliche, ideale spätsommerwetter begleitet die esslinger stadtradler und mich auch die dritte woche. und der wetterbericht verspricht bis zum ende, bis sonntag 24 uhr, beste bedingungen. weder panne noch unfall hat es bei mir bisher gegeben, und immerhin sind 235 km zusammengekommen bis jetzt. zwei- oder dreimal hatte ich kritische situationen zu überstehen, aber selbstkritisch muss ich sagen, dass ich da jeweils selbst vielleicht etwas unvorsichtig war.
bewährt hat sich mein fast 20 jahre altes tourenrad – es hat 21 gänge und ist technisch in ordnung. aber es sieht alt und wertlos aus, und das ist ein guter schutz vor diebstahl und vandalismus. bewährt hat sich auch der gepäckträger, die vom klima-bündnis gestiftete fahrradtasche und mein einkaufskorb vorn vor dem lenker. das ablegen meines sakkos, die mitnahme von akten und zusätzlicher kleidung oder kleine einkäufe waren problemlos möglich.
für die letzten tage wünsche ich noch allen stadtradlern in esslingen gute und unfallfreie fahrt. bei der wetterprognose bis sonntag fallen die letzten 3 tage sicher nicht schwer.

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Radeln in ES und die Sonne lacht

Hallo Leutle,

der Wettergott meint es wirklich gut mit uns Radler. Die täglichen Touren zur Arbeit bringen Bewegung, frische Luft und gute Laune. Leider fehlt mir für extra lange Touren die Zeit, aber wenn ich zu Terminen im Esslinger Stadtgebiet unterwegs bin, „läppert“ sich auch was zusammen. Es freut mich, dass meine beste aller Ehefrauen mich jetzt auch mit dem Rad zu Veranstaltungen begleitet, sogar aufs Jägerhaus, Schurwaldlauf, Sportabzeichen, und sogar der Herr Sohn „leiht“ sich Vaters altes Rennrad sonntags aus. Glück hatte ich letzte Woche, als nach einer Zollbergabfahrt, das Hinterrad hoppelte, und der Schlauch unter dem Mantel hervorschaute, die letzte Kurve beim Dalferth hat’s gehalten. Es ist nicht so lustig, auf der Felge in der Kurve abzuschmieren. Gefreut habe ich mich auch über die Meldung unseres Ötztal-Radmarathon Helden Pavel Mlinaric, der es in 10.00 Stunden geschafft hat und nun seine Trainings km in Esslingen sammelt und uns somit in unserer guten Sache nachdrücklich unterstützt. Also Leutle, lassets rolla.

und gute Laune.

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dritter stimmungsbericht

morgen, d.h. montagvormittag, geht meine zweite stadtradler-woche zu ende. ein wunderbarer spätsommer begleitet mich schon die ganze zeit – mit einer kleinen ausnahme am vergangenen sonntag. und das beste – es soll stabil bleiben, sodass auch die dritte woche gut klappen wird.
die zweite woche war noch leichter als die erste zu organisieren für mich, auch weil ich mich an einige anforderungen besser gewöhnt habe und weil auch mein berufliches und privates umfeld sich noch besser darauf eingestellt haben. in dieser zweiten woche bin ich auch deutlich mehr gefahren, ich habe jetzt insgesamt schon fast 200 km auf dem zähler. die logistischen herausforderungen werden aufgewogen durch das gute wetter und die grosse zustimmung und anerkennung der esslinger bürgerinnen und bürger, die mir in der stadt begegnen. bekannte und unbekannte, die in der breiten presseberichterstattung von der stadtradler-aktion gehört haben, sprechen mich an – die resonanz wird immer besser und motiviert zusätzlich. ich war am anfang nicht sicher, ob ich die drei wochen durchhalte. jetzt bin ich sicher und fest entschlossen, bis zum 3. oktober weiterzumachen. ich kann praktisch nicht mehr zurück.
in einem der blogs letzte woche habe ich gelesen, dass ein mitmacher seine familie nicht informiert hat vorher über seine teilnahme und dadurch einige irritationen entstanden sind. das war bei mir auch so. manche wünsche der söhne (kannst du mich mit zur schule nehmen? kannst du mich schnell zum sportplatz bringen? können wir heute auf dem verkehrsübungsplatz für meinen führerschein üben?) können in diesen drei wochen nicht erfüllt werden. mein mitmachen hat auch nachteile, denn das gemeinsame frühstück fällt den unterschiedlichen abfahrtszeiten der busse zur schule und meiner fahrt in das büro zum opfer. wir hatten uns so schön gewöhnt an einen morgendlichen ablauf, der ist jetzt zunächst einmal gestört.
jetzt müssen wir alle miteinander, das gilt für alle esslinger stadtradler und ihre familien, noch 8 tage durchhalten, und das schaffen wir!

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Stadtradler 2011

Mit dem Wetter hatten wir Glück, aber wir wären ja auch so gefahren. Ist schon lustig, da fährt man das ganze Jahr fast nur Rad und jetzt ganz bewusst, ich habe auch schon, so hoffe ich doch, einige Menschen unterwegs zum Radeln überreden können, sogar meine Frau. Dafür hat sie jetzt auch ein neues Rad, tja Freunde, alles hat seinen Preis. Roll on.

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zweiter stimmungsbericht nach knapp einer woche

es ist sonntagnachmittag, und der herbst ist vorübergehend eingezogen. heute morgen bin ich bei einer privaten fahrt nach stuttgart richtig nass geworden. es war ja zu befürchten, dass das fahrradfreundliche spätsommerwetter nicht unendlich anhält. zum glück soll es ab wochenanfang wieder deutlich besser werden. und am wochenende hatte ich wenige diensttermine, sodass ich mich gut organisieren konnte. ich war zweimal von zu hause im büro, aber ohne fixtermine. und die freizeitfahrten waren gut zu machen, ohne dienstkleidung ist das alles viel einfacher.
ich bin jetzt fast 70 km gefahren, wenig im vergleich zu vielen stadtradlern, die mir bundesweit in diese raktion im internet begegnen. in unserer stadt gibt es übrigens einen höhenunterschied von den tallagen am neckar zu den höhenlagen des siedlungsgebietes von ca. 230 metern.

eine interessante erfahrung ist, dass durch die breite berichterstattung über die aktion in den lokalen und regionalen medien sehr viele leute in der stadt informiert sind und mich ansprechen. wo ich auch hinkomme (schwimmbad, privates umfeld, fussballspiel meines sohnes, wochenmarkt usw.), ergeben sich gespräche. von irritation über ‚mitleid‘ und anerkennung ist die resonanz differenziert, aber deutlich überwiegend positiv. ich denke, nächstes jahr werden wir mehr stadtradler in esslingen sein.
ich will mich nicht wiederholen mit den ersten eindrücken, die ich am 15.9. geschildert habe. hinzu kommt jetzt schon, dass ich noch mehr über die sorgen und nöte der radfahrer in der stadt weiss und dass ich orte in der stadt passiere, an die ich sonst nicht regelmässig hinkomme. beides hilft mir in meinem berufsalltag.
ansonsten haben sicher alle an dieser aktion interessierten die titelgeschichte des aktuellen spiegel gelesen. da steht natürlich viel wahres drin, was die disziplin der radfahrer betrifft – man ertappt sich ja selbst gelegentlich. aber dass die radfahrer immer mehr werden, kann ja nur im interesse von uns allen sein.

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erstes stimmungsbild

vierter tag ohne auto

seit montag 12. september 11 uhr bin ich stadtradler. es hat eine gewisse überwindung gekostet, da mitzumachen. als erster  bürgermeister, zu dessen verantwortungsbereich die stabsstelle klimaschutz der stadt esslingen am neckar gehört, sehe ich mich durchaus in einer vorbild-verpflichtung. andererseits habe ich einen turbulenten terminkalender, bin ständig unter zeitdruck und muss zu den meisten terminen in angemessener kleidung erscheinen. aber ich habe mich auf das experiment, auf den selbstversuch eingelassen. mein kleinwagen steht seit montag – unter einer haube verpackt – vor dem technischen rathaus und wird erst am 3. oder 4. oktober wieder angerührt. ich fahre sonst regelmässig mountainbike als sport, benutze das rad im alltag aber seit vielen jahren – berufsbedingt – selten.

die ersten tage sind prima verlaufen. das wetter macht glänzend mit bisher. dazu kommt mir entgegen, dass es in unserer stadt einen excellenten busverkehr und in der region stuttgart ein vorzügliches öpnv-netz gibt, was ich im einzelfall nutzen kann. die umstellung ist gross, ich fühle mich gefordert, die tagesabläufe stärker vorzudenken, ich achte mehr auf den wetterbericht, ich mache mir mehr gedanken über die richtige kleidung. ich bin selber neugierig, wie die nächsten zweieinhalb wochen weiterlaufen.

wilfried wallbrecht 15.9.11

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erster Tag

Erster Eintrag in den Blog.
Bin wie die letzen Jahre schon mit dem Rad am Stau vorbei zum Bahnhof gefahren. Heute sogar den Helm vergessen. Morgen will ich mit dem Rad dann auch von Esslingen nach Hause fahren. Das sind je nach Strecke von Esslingen nach Pfullingen rund 40 km. Ärgerlich dabei immer wieder die Bahn mit ihrer Regelung der Fahrradmitnahme. Bis 8:30 kostet das Fahrrad 4,90 Euro. Für Berufspendler, die ja meistens früher unterwegs sind, keine gute Lösung….
Heute jedoch bei schönstem Wetter eine Freude zu radeln…

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