Abschlussbilanz

Meine letzten beiden Tage Stadtradeln waren natürlich der Höhepunkt. Ich wusste gar nicht mehr wie schön Radfahren sein kann. Klar: Ich bin ja auch schon davor in Rottenburg das meiste mit Fahrrad gefahren. Aber diese Strecken über Land, die zum Nachdenken anregen, waren schon besonders. Besonders wahrscheinlich vor allem deswegen, weil man es nicht mehr so oft gemacht hat. Eine Tour wie nach Obermarchtal hatte ich seit der Geburt meiner Töchter nicht mehr unternommen. Das war wirklich seit Langem einfach geschenkte Zeit für mich allein. Die Erfahrung Zeit geschenkt zu bekommen war alles zusammengenommen das Interessanteste an den drei Wochen. Dies war nicht zu erwarten, das Gegenteil hatte ich ja befürchtet und es zeigt mir einmal mehr, wie der Umgang mit Zeit, schlichtweg von der Perspektive, die man einnimmt, abhängt. 3 Wochen Stadtradeln ließ mich meine Wege bewusster tun und sprengte Gewohntes, Selbstverständliches auf. Deshalb danke ich den Initiatoren dieser Idee und Herrn Weber, dem Klimaschutzmanager der Stadt Rottenburg, der mich auf eine Teilnahme ansprach, aus ganzem Herzen und ganz persönlich und unabhängig vom Erfolg der Aktion insgesamt: Für mich waren diese drei Wochen ein Gewinn, ein „Mehr“, das ich ohne diese Initiative nicht hätte erfahren dürfen.

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Abschluss 3. Woche

Stadtradeln ging in dieser Woche zu Ende, aber was für ein Abschluss. Werner Redies, Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart a.D. feierte in Obermarchtal sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Mit dem Zug nach Obermarchtal ist eine kleine Weltreise und so war schnell klar: das mache ich mit dem Fahrrad, Auto schied ja logischer Weise aus und das war gut so! Denn ich habe jeden der insgesamt 170 Kilometer genossen. Traumhaftes Wetter, mystischer Zielort, emotionale Feier und eine Rückfahrt durchs Lautertal am frühen Samstagmorgen, die schöner hätte nicht sein können. Die Hinfahrt war schlecht gewählt. Total doooof, dachte ich an der Gammertinger Steige (mit dem Auto sah das früher gar nicht so steil aus). 34 Grad stechende Hitze aber ein eiserner Wille pünktlich um 15.30 beim Kaffee-Empfang in Obermarchtal zu sein. Ich war trotz allem gut in der Zeit, gab alles, trat in die Pedale und freute mich ab Zwiefalten auf eine pünktliche Ankunft und eine erfrischende Dusche. In Zwiefaltendorf krachte dann die Kette, ab hier war Laufen angesagt. Irgendwann erinnerte ich mich an die Laufrad-Technik meiner Töchter, machte den Sattel runter und bewegte mich sitzend mit meinen Füßen vorwärts. Gleichzeitig hoffte ich, dass mich keiner der im Auto vorbeifahrenden Jubiläumsgäste erkennt. Am Ortseingang von Obermarchtal dann der rettende Mechanikerbetrieb, der zufällig noch eine neue Kette herumliegen hatte und die Weiterfahrt am nächsten Tag war gesichert. Mit zweistündiger Verspätung hat der Kaffee dann schon noch einmal besonders gut geschmeckt.

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Abschluss 2. Woche

Was hat Stadtradeln mit Fußball-WM zu tun: Ich muss meine Radler- und Bierkisten fürs Public-Nachbar-Viewing im Kinderanhänger vom Supermarkt den Schelmen hoch bis zu mir nach Hause transportieren! Ansonsten hat sich fast schon Routine eingestellt. Die Trainingsfahrten nach Tübingen kann ich mir schon kaum mehr anders vorstellen, bei Regen lehne ich Mitfahrversuchungen natürlich konsequent ab. Allerdings: Einen klaren Erschöpfungszustand donnerstags habe ich mit der Nutzung von Buslinie 18 (Tübinger Freibad- Theoderich-Kapelle Rottenburg) gekontert. Auf Nachfrage war die Begründung für die Nutzung des ÖPNV natürlich schnell gefunden: Unverschwitzt zum Anschlusstermin 🙂

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Abschluss 1. Woche

Für die erste Woche war ich sehr froh, dass ich keine zusätzlichen Termine mit Terminen weit außerhalb hatte. Meine größte Sorge war, ob meine Terminplanungen aufgehen und ich zwischen den Terminen pünktlich von A nach B komme. Meistens war ich ein wenig außer Puste, aber geklappt hat es immer. Die Trainingseinheiten in der Tübinger Paul-Horn-Arena mit meiner Bundesligamannschaft wurde auf diese Weise für mich nun auch zu Trainingseinheiten. Nach Rottenburg nach Tübingen lief es stets rund: In 25 Minuten schön durchziehen, da habe ich mich fast wie 20 gefühlt, zurück musste ich dann feststellen, dass ich doch schon über Vierzig bin. Po-Schmerzen, Handgelenkschmerzen, feste Waden und Oberschenkel: Ich bin halt nur Trainer und nicht mehr Sportler:-)

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.. es funktioniert ..

Nach gut 2 Wochen habe ich mich schon fast daran gewöhnt nicht mehr mit dem Auto unterwegs zu sein :)… es funktioniert… zwar muss man ein wenig früher darüber nachdenken, wie komme ich zum Termin, wie ist das Wetter etc. aber alles ist machbar… und in der Tat, die ÖPNV-Verbindungen im Kreis Tübingen sind sehr gut. Auch eine Erfahrung der letzten Tage: Termine in der Stadt erreicht man mit dem Rad sogar oftmals schneller und kann immer direkt vor die Tür fahren. Also, weiter sammeln!!!

 

 

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