Fazit: Radeln ist klimaschädlich – macht aber trotzdem Spass !!

Zu dieser Erkenntnis komme ich nach drei autofreien Wochen – jedenfalls für mich persönlich (Eine Allgemeingültigkeit dieser These beanspruche ich ausdrücklich nicht).

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Ich will mal erklären, wie ich zu dieser „Einsicht“ komme:

Wie ich im letzten Beitrag mitgeteilt habe gilt: Wer radelt, muss auch essen! – wer nicht radelt muss zwar auch essen, aber nicht so viel, sonst droht Übergewicht!

(Das ist ja auch logisch: denn es wird Energie verbraucht, die dem Körper wieder zugeführt werden muss. Wer Auto fährt muss ja auch tanken.)

Was und wieviel der jeweilige Radler isst, das ist natürlich individuell unterschiedlich (fast wie beim Auto: Diesel oder Benzin, E10 oder nicht, Ferrari mit 18l / 100 km oder sparsamer Kleinwagen ….).

Ich radle in erster Linie mit dem Rennrad flott und sportlich (vielleicht bin ich – noch – kein Ferrari unter den Radlern, aber zumindest ein Porsche-Boxter, wenngleich mein „Verbrauch“ auf Ferrari-Niveau liegt). Jedenfalls benötige ich sehr viel Energie. Ich gehe hier mal von 700 Kalorien pro Stunde aus. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/h ergibt das gerundet:

ca. 2.800 Kalorien / 100 km

Das ergibt also bei den von mir in den 21 Tagen erradelten rund 1.800 km einen Kalorienbedarf von rund 2.400 Kalorien pro Tag – zusätzlich zu meinem Grundbedarf.

Den Teil meines zusätzlichen, radelbedingten Energiebedarfs, den ich durch Kohlenhydrate decke, lasse ich bei meiner Betrachtung einfach mal weg, sonst wird es noch komplizierter.

Zur Energieversorgung und zum notwendigen Muskelerhalt will und brauche ich jedenfalls auch Proteine – also Fleisch! (ausserdem schmeckt es mir). Hier bevorzuge ich Rindfleisch. Dessen Öko-Bilanz sieht wie folgt aus:

Der gesamte Treibhauseffekt von einem Kilogramm Rindfleisch entspricht dem von 36,4 Kilogramm Kohlendioxid (hinzu kommt noch der Energieverbrauch des Fleischtransports und der Rinderfarm), vgl. SZ vom 17.05.2010 – Klima-Killer zum Verzehren.

Pro 100 km Radeln verspeise ich persönlich mindestens 500 Gramm Rindfleisch und verursache damit mindestens 18,2 kg CO2 (schlechtes Gewissen? – ausdrücklich: NEIN !! Ich radle, weil es gesund ist und Spass macht und ein gutes Essen gehört für mich dazu).

Der CO2-Rechner im Radelkalender geht von einer CO2-Ersparnis von 14,4 kg/100 km aus, wenn statt des Autos das Rad genommen wird.

Wir sehen also: Ich bin ein böser Klimaschädling und verursache gegenüber einem Auto zusätzliche 3,8 kg CO2 / 100 km! – und das allein schon durch meinen Rindfleischverbrauch – und es macht mir Freude.

Nachdem ich im Aktionszeitraum fast 1.800 km geradelt bin, habe ich das Klima gegenüber einem Auto mit zusätzlich mindestens 68,4 kg CO2 belastet.

Noch ernüchternder wird meine persönliche Umweltbilanz, wenn ich mir überlege, was ich an CO2 hätte einsparen können, wenn ich mich während der Stadtradel-Aktion so gut wie gar nicht bewegt hätte und mich zu Hause auf dem Sofa oder im Garten sitzend möglichst vegetarisch ernährt hätte (mit einem Kalorienverbrauch von max. 1.800 pro Tag) … wenig Bewegung = wenig Energieverbrauch = wenig CO2-Ausstoss.

Hinzu kommt noch mein durch die Atmung bedingter CO2-Ausstoss – logisch: zu Hause auf dem Sofa oder im klimatisierten Auto mit einem Puls von 65 verbrauche ich weniger Sauerstoff und verursache auch weniger CO2 als wenn ich mich bei 30 Grad im Schatten mit einem Puls von 150 auf dem Rad einen Berg hinaufquäle ….

Es ist also zum Verzweifeln … Radeln ist klimaschädlich und macht trotzdem Spass … Hoffentlich liest kein Politiker diesen Beitrag, sonst wird aufs Radeln bald auch noch eine Öko-Steuer erhoben – aber vielleicht wäre das ja sogar ganz gut, wenn das Geld dann für die Radverkehrsförderung ausgegeben würde …

Es kann sein, dass manchem meine Betrachtungsweise absurd oder übertrieben erscheint. Aber genau so absurd und übertrieben finde ich es, wenn heute jedes Produkt und jede Verhaltensweise auf die CO2-Bilanz hin untersucht und bewertet wird. Schon z.B. der CO2-Rechner im Radelkalender übertreibt und ist falsch, weil einfach jeder Radkilometer in erspartes CO2 umgerechnet wird. Es dürften nur die Kilometer gerechnet werden, bei denen das Rad statt des Autos genommen wird, also beim Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit usw. – Freizeit- bzw. Spass- Kilometer sparen nämlich kein CO2! Auch wird nicht berücksichtigt, dass ja trotzdem Auto gefahren wird, wenn z.B. Familienangehörige mit dem Auto Besorgungen erledigen, die mit dem Rad nicht zu schaffen sind – also sind hier die 21 autofreien Tage streng genommen nicht eingehalten.

Zum Abschluss mal alle Polemik und Ironie bei Seite und ein Aufruf:

Leute radelt, egal wohin und aus welchem Grund! Wenn Ihr meint, damit etwas Gutes fürs Klima zu tun, dann radelt eben aus diesem Grund! Hauptsache Ihr bewegt Euch und tut damit etwas Gutes für Eure psychische und physische Gesundheit. Leben ist Bewegung und Bewegung ist Leben!

Hier noch einige bildliche Eindrücke, warum ich radle:

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… so sieht man unsere Umgebung vom Auto aus jedenfalls nicht!

Zum Ende der Aktion möchte ich mich noch ganz herzlich beim Team vom Landratsamt Nürnberger Land bedanken für die tolle Unterstützung und Motivierung und das enorme Engagement! DANKE also an Frau Röser, Frau Reinhardt und Herrn Hölzel !!

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3 Wochen „Stadtradeln“ gehen zu Ende

Es bleiben Fragen wie „wie war’s ?“ oder „was bleibt ?“ oder besser noch „wie geht’s weiter ? Dann fang ich mal mit der ersten Frage an. Nach dem ich ein Ganzjahresfahrer bin und die meisten meiner Entfernungen mit dem Rad zurück lege, war es für mich keine große Umstellung oder Herausforderung. Viele Mitradler werden sich in diesen 3 Wochen so an ihr Rad gewöhnt haben, dass sie es bei trockenem Wetter nicht mehr missen möchten. Ja, „was bleibt ?“ Es war, schon des Wetter wegen, eine schöne Zeit, Sonne, warmer Wind, Mallorca-Flair was willst du mehr. Für die Touren mit meinem Trekkingrad habe ich eine tolle ORTLIEB Fahrradtasche erhalten, die ich in Ehren halten werde. Zusätzlich wurde mein Fahrrad mit dem Radcomputer aus dem Starterset der Stadtradel-Star ausgestattet. Gut ausgerüstet geht der Blick jetzt in die Zukunft. Da es überhaupt keinen Grund gibt aufzuhören, geht für mich mich das „Stadtradeln“ weiter. Wenn sich nicht’s gravierendes ändert, bin ich 2014 wieder dabei. Eine Anmerkung am Schluss, es wäre doch schön, wenn es ein Möglichkeit gäbe, bei der sich die Stadtradler aus der Komune mal kennenlernen könnten. Ich weiß nicht wer mich schon alles in den 3 Wochen überholt hat und dabei auch ein Stadtradler ist. Mal schauen was kommt, vielleicht geht ja was..
Einen herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt ermöglicht haben und es voran treiben werden !!!!! Besten Dank euer Reinhard

3 Wochen STADTRADELN gehen zu Ende

3 Wochen STADTRADELN gehen zu Ende

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Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen !!!

…… daran dachte – weise in die Zukunft blickend – wohl auch der Autor in der Bibel (1. Mose 3:19) angesichts folgender Situation:

Ich strample in der Hitze der letzten Woche – stetig vor mich hin transpirierend – den auf dem Heimweg (natürlich in der knallenden Sonne) liegenden Berg hinauf ….und das auch noch am frühen Nachmittag.

Es geht nur langsam voran, da mein Fahrrad schwer beladen ist – und zwar mit Einkäufen (insbesondere mit Lebensmitteln: denn wer radelt muss auch essen; aber war das in der Bibel denn wirklich so gemeint ….)

Der Schweiss lockt Bremsen an, was bei mir einen Fluchtreflex auslöst, der mich dazu animiert, doch schneller zu fahren. Das wiederum vermehrt die Transpiration, was sich direkt proportional auf die Anzahl meiner Angreifer auszuwirken scheint ….

Zu Hause angekommen – und nachdem alle Lebensmittel verstaut sind – suche ich nach einem Mittel, um die Insektenstiche zu kühlen ….. Fehlanzeige! Ich müsste erst noch mal los zur Apotheke – ein Gedanke, den ich erst einmal verwerfe ….

Ich reflektiere und analysiere das Erlebte und erkenne, dass ich logistische Fehler gemacht habe:

Einkäufe mit dem Fahrrad müssen besser geplant werden. Hierbei ist auch die Wohnlage meiner Frau und mir zu berücksichtigen: Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten liegen ca. 7 km entfernt; hierbei ist ein Höhenunterschied von ca. 120 Metern zu „überwinden“, wobei es leider am Rückweg bergauf geht (anders rum wäre es entspannter…).

Ich beschliesse also, die nächsten Einkäufe früh morgens zu erledigen. Das ist es noch kühl(er), der Berg liegt noch im Schatten und die Bremsen geben (noch) Ruhe. Weiterhin wird das enorme Volumen der mir von Landratsamt überreichten Packtasche (hier nochmals vielen Dank! – vor allem an Frau Röser) zukünftig nicht mehr vollständig ausgeschöpft:

Es macht ja – gerade für mich als Sport- und Spass- Radler – keinen Sinn, Unsummen an Geld für Fahrräder auszugeben, bei denen jedes nur erdenkliche Gramm an Gewicht eingespart wird, um sie dann mit Milchkartons, Kaffeebohnen usw. wieder zu beschweren.

„Gewichtige“ Einkäufe werden also an meine Frau übertragen – an der seit Beginn der Stadtradel-Aktion sowieso schon alle Besorgungen hängen bleiben, die mit dem Fahrrad nicht zu schaffen sind und die eines Autos bedürfen: also alles, was richtig schwer, gross und sperrig ist.

Jetzt macht auch das Einkaufen mit dem Fahrrad richtig Spass:

Keine Parkplatzsuche; kein von der Sonne aufgeheiztes Auto; kein Gedrängel im Supermarkt; kein Geschleppe von Getränkekästen, Waschpulver, Katzenstreu, Konservendosen Grillholzkohle usw.

Ich kaufe gerne ein – allerdings sehr selektiv und nur das, was Spass macht: Brot beim Bäcker, Fleisch beim Metzger (verstaut in einer Minikühltasche mit gerade genug Kühlakkus – zu viele wären zu schwer!), etwas Obst im Gemüseladen …. vielleicht noch eine Flasche Wein? – Ich wäge und wiege ab und entscheide: Nein! Die kann auch meine Frau später mitbringen, wenn sie sowieso mit dem Auto an dem Laden vorbeikommt ….

So macht Einkaufen Freude! Alles nur eine Frage der richtigen Organisation und Delegation! (Sicher gibt mir jeder Recht, dass es mehr Spass macht, sich ein Stück Kuchen beim Bäcker auszusuchen, als im Supermarkt über die Wahl des Toilettenpapiers zu philosophieren)

Die Aktion Stadtradler-Star könnte meinetwegen noch weit über die 21 Tage hinaus andauern ….

Allerdings ist meine Frau dagegen!!

Vielleicht hätte ich mich beim Entladen ihrer Einkäufe nicht mit dem Hinweis auf die Spielregeln der Aktion Stadtradler-Star drücken sollen …..?

Aber dort lautet es nun einmal: „Während der geamten 21 Tage darf kein Auto von innen gesehen werden.“

Und mit verschlossen Augen – so teilte ich meiner Frau mit – könne ich keine Getränkekästen ausladen; das Auto könnte dabei zerkratzt werden! Die Flasche Wein nehme ich ihr aber gerne ab, wenn sie sie mir herausreicht ….

Na ja, vielleicht darf man diese Spielregel ebenso wenig wörtlich nehmen, wie die Bibel. Ich werde darüber mal nachdenken, wenn ich Zeit dafür habe – z.B. wenn ich irgendwann mal mit dem Auto im Stau stehe …. (wann das wohl sein wird ….. ?).

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5 Kilo Blei

Meinen Weg zur Arbeit starte ich meist gegen 5:00 Uhr. Doch am Montag nach der Tour de Eifel mit ihren beinahe 300 km ist der Hauptantrieb nicht ganz fit. Beine können ja so schwer sein …

Die Motivation im Laufe der Woche steigt jedoch, als sich zeigt, dass ich mein Ziel beim Stadtradeln 1.000 km zu fahren, bereits bis zum Ende von Woche 2 erreichen kann. Leider habe ich aufgrund von Terminen wenig Zeit die extra Kilometer Abends zu strampeln. Also versuche ich bei den anstehenden Fahrten möglichst viele Umwege zu fahren um Bonus-Kilometer zu sammeln.

Ansonsten ist die Woche toll und ich werde nur 1 x Nass, da die Regenjacke inzwischen aus dem Alltagsgepäck entfernt wurde. Man lernt dazu …:)

Am Freitag fehlen mir noch 76 Kilometer und ich schaffe es auf den letzten Drücker die Woche 2 mit 1001 km zu beenden.

Nach einer langen Nacht (2:30) auf dem Schulhof Open Air in Neunkirchen kann Woche 3 mit dem Schulfest am CJT beginnen.

… es geht weiter und das neue Ziel für das Radeln ist 1.500 km……

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TOUR de Eifel

Wie schon geschildert, funktioniert der Alltag bestens. Das Radeln ist sehr kommunikativ, besonders wenn man den ein oder anderen Bekanten trifft. Aber auch mit Fremden kommt man schnell in Kontakt und der Heimweg dauert manchmal etwas länger.

Mitten in Woche 1 fällt die Entscheidung der Familie, die Großeltern in der Eifel zu besuchen. Normalerweise fahren wir Freitags nach der Schule mit dem Auto los, bewältigen die 480 km bis 19:00 Uhr und essen alle gemeinsam Abendbrot.

Doch jetzt als „Star “ ist alles anders: z.B. die Frage, wie ich die letzten 15 km vom Bahnhof in der Eifel ohne Busverbindung auf die Höhendörfer bewältigen kann. Schnell ist klar, mein Teamkollege muss mit.

Leider ist die Fahrradmitnahme im ICE nicht möglich und die Zugfahrt verlängert sich von 4,5 h auf 8 h. D.h. wir wären wir erst um um 23:30 Uhr am Zielbahnhof. Dann noch mit dem Rad die letzten, 15 km bergauf ist den Kindern nicht zuzumuten. Die Strecke per Fernbus zurückzulegen dauert noch länger. Also fährt  der Rest der Familie wie immer mit dem Auto und ich nehme Rad und Bahn. Schnell steht der Plan: mit dem Rad nach Kitzingen, von dort mit der Bahn über Köln in die Eifel und dann in der Schlussetappe mit dem Rad zu meinen Eltern

Die Route plane ich im Internet unter http://www.bayerninfo.de/rad  und spiele den gpx-file auf mein Navi.

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Freitags nehme ich mir frei und starte um 5:00 Uhr meine Tour nach Kitzingen. Die Route führt mich über Nürnberg, Fürth, Langenzenn und Neustadt Aisch nach Kitzingen. Die 145 km sind in 7 h bewältigt und unser erstes Bahnabenteuer beginnt.

DSC01786Auf dem Bahnhof ist wenig geboten und meine Nachfrage nach einer Toilette wird verneint. Also Zusammenkneifen und zum Fahrkartenschalter. Hier stellt man mir das Pausenschild vor die Nase. Als ich dann unsere Fahrkarten von der alkoholisierten Verkäuferin erhalte, können wir (inkl. voller Blase) zum Bahnsteig.

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Bis zum Ziel müssen wir 4 mal umsteigen und das tragen des Rads mit Gepäck ist eine Herausforderung. Die Züge selbst sind sehr unterschiedlich, von nahezu Neu (mit Klima) bis zu einem Zug, der eigentlich in die Schrottpresse gehört.

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Frankfurt Hbf

In keinem finde ich eine Steckdose zum Laden meines Akkus (noch 20% Restkapazität) so sehr ich auch suche. Entweder gibt es keine im Abteil oder sie funktionieren nicht. Auch auf den Bahnhöfen suche ich vergebens und muss wohl die letzte Etappe mit ca. 600 Höhenmetern stromsparend strampeln.

Ich habe viele nette hilfsbereite Menschen und gleichgesinnte getroffen und konnte mich bestens unterhalten.

Dann endlich um 20:30 Uhr erreiche ich den letzten Bahnhof und 45 Minuten später bin ich nach 155 Radkilometern müde aber glücklich am Ziel. Mein Nebenantrieb ist noch am Ende als ich selbst.

Sonntags geht es zurück und ich wähle diesmal eine andere Variante: radeln mit einem Zwischenstopp bei Verwandten quer dDSC01796urch die Eifel nach Cochem. Dort packen wir das Rad in den Kofferraum unseres Autos, das mich inzwischen samt der 3 Mitfahrer eingeholt hat. Die 100 km (1700 Höhenmeter) sind dank Tretunterstützung in 4 h bezwungen und  ich steige pünktlich in den ICE.
Ich bin vor meiner Familie in Nürnberg, denn die sitzt auf der A3 im Raum Würzburg fest. Schließlich nehme ich aber mein Rad wieder in Empfang. Die Weg nach Hause läuft wie von allein und ein Abenteuer geht zu Ende.

Woche 2 hat begonnen ….

Fazit:

  • Bahn und Rad funktioniert nur mit guter Planung
  • Man benötigt wesentlich mehr Zeit
  • Die Bahnhöfe sind manchmal nicht radfreundlich und man muss das Rad die Stufen zum Bahnsteig tragen
  • Die Fahrradplätze sind sehr begrenzt und oft von Reisenden ohne Rad belegt
  • Man trifft viele nette Menschen und bekommt oft Hilfe
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Lob für Altdorf !

Mein Bericht von heute morgen schreit danach, ergänzt (oder zum Teil revidiert) zu werden.

Dies aus folgendem Ereignis:

Heute fuhr ich am frühen Nachmittag von Hagenhausen nach Unterrieden. Wegen Müdigkeit und/oder der schwülen Hitze fuhr ich wohl deutlich langsamer als sonst. Jedenfalls sah ich am Ortseingang von Unterrieden etwas, das vor einigen Tagen entweder noch nicht da war oder ich bisher nicht wahrgenommen hatte (weil ich an der Stelle meist schneller unterwegs bin) und das mich fast aus dem Sattel haute! Ich brachte das Rad zum Stehen, stieg ab und sah mir das „Wunder“ ganz genau an:

Ein Wegweiser für Radler, sogar mit Entfernungsangaben!!

Er steht am Laaber-Pegnitz-Radweg, weist dessen Richtung aus und nennt Entfernung und Richtung u.a. nach Hersbruck, Gadenberg und Altdorf.

Ich sah mir den Wegweiser ganz genau an: Er wirkte neuwertig!

Ich überlegte und grübelte, seit wann er wohl da steht ….. Ich wollte jetzt nicht so vermessen sein, zu glauben, dass man so schnell auf meinen Bericht von heute morgen reagiert hatte …. oder doch … ? Womöglich sind ja auch bereits die Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt …

Aber mal Spass beiseite; der Wegweiser kann noch nicht lang da stehen; mehreren anderen Radlern (die ich später telefonisch befragt hatte) war bislang auch nichts aufgefallen.

Also: Dickes Lob für die Verantwortlichen und für Altdorf !
Es geht offenbar voran.

Ich werde jetzt wohl insgesamt etwas langsamer im Bereich Altdorf fahren, um zu sehen, ob sich bei der Ausschilderung noch mehr verbessert hat.

P.S. Ich wäre dankbar, wenn mir jemand mitteilen könnte, seit wann der Wegweiser aufgestellt ist und ob jemandem noch mehrere andere neue Wegweiser im Raum Altdorf aufgefallen sind.

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Ein Tattoo und die erste Woche !

WIR (Mein Rad und Ich) haben die erste Woche gut überstanden.

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Codierung

Auf der Eröffnungsveranstaltung in Lauf hat sich mein Rad für ein ADFC-Tattoo (Codierung) entschieden damit es immer den Weg zurück zu mir findet. Beim Warten war ein reger Austausch mit anderen Radbesitzern möglich. Es wurde über Schaltungen, Erfahrungen bei Touren und … diskutiert.

Eindeutig festzustellen ist der Trend zum Pedelec.
Mehr und mehr jüngere Menschen scheuen sich beim Kauf eines Rades nicht  über diese Variante nachzudenken. Die Vorurteile „ Du bist doch noch keine 70“ oder „Dann kann ich ja gleich auf´s Sofa“ werden bald der Vergangenheit angehören.
Für mich ist das Pedelec ein Allrounder mit dem ich trainieren aber eben auch mal im Anzug mein Ziel erreichen kann ohne meine Mitmenschen durch Gerüche zu belästigen.

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Der Pegnitztalradweg

Auf unserer ersten Tour hat mein PEDELEC seine neue Codierung die Langfinger fernhalten soll stolz getragen. Wir sind durchs Pegnitztal nach Neuhaus Pegnitz und über Königstein/Etzelwang zurück nach Hause. Die 100 km haben wir gut bewältigt und das einzige was geladen werden musste war der Hauptantrieb (Brezel und Weißwurst).

Zur Arbeit (23  km) fahre ich bereits seit Monaten 2 bis 3 x die Woche nun begegnen mir täglich Morgens um 5:00 Uhr die „Wahren STARS“ nämlich diejenigen die dies das ganze Jahr tun.

Der Alltag gelingt gut und das Auto …. Wo steht nochmal das Auto ???

Zum Wochenende dann die Herausforderung DIE TOUR de EIFEL

Oder

Rad und Bahn eine Symbiose ??

Hiervon später.

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Der Weg ist das Ziel! … ?

Wie ich bereits mitgeteilt habe, waren meine Fahrräder für mich bisher ausschliesslich Spass- Sport- und Freizeitgeräte und wurden im Alltag so gut wie gar nicht eingesetzt.

Gerade beim Rennrad-Fahren galt und gilt das Motto:

Der Weg ist das Ziel !

Da macht es nichts aus, wenn Radwege im Nichts enden und man auf einer vielbefahrenen Landstrasse landet: Einfach auf die nächste kleinere Strasse nach links oder rechts abbiegen und mal sehen, wie es weitergeht …. Ein Anstieg? – gut, wieder Höhenmeter gesammelt; Ein Umweg? – gut, ein paar Extra-Kilometer gesammelt. Man hat ja keinen Druck irgendwo pünktlich da sein zu müssen. Das Fahren wird zum Selbstzweck; der Weg zum Ziel.

Im Alltag sieht das ganz anders aus:

Da will ich als Radfahrer das, was andere Verkehrsteilnehmer auch wollen:
Möglichst schnell und sicher von A nach B. Und genau das wird für Radler oft zum Problem!

Gerade im Raum Altdorf bei Nbg. enden die meisten Radwege im Nichts – bzw. eine weitere Anbindung ist nicht ausgeschildert. Seitens der Politiker hat man sich darauf beschränkt, die sog. Aussenorte an Altdorf anzubinden und war offenbar nicht Willens, über den „Tellerrand“ hinauszuschauen. Hier mal einige Beispiele, die ich in den letzten Tagen leidvoll durchfahren musste:

– nach Nürnberg: Der Radweg führt hier nach Waldspitze/Ludersheim und endet dort am Ortsausgang. Weiter Richtung Fischbach bleibt dem Radler nur die Landstrasse, auf der – ausgenommen im Bereich Ungelstetten – noch nicht mal ein Tempolimit besteht. Die Strasse ist zwar breit und meist übersichtlich; jedoch ist das Verhalten der Autofahrer in den letzten Jahren auch dort zunehmend aggressiver geworden: es wird gedrängelt und geschnitten und auch die 100 km/h werden oft nicht eingehalten.

Vorschlag zur vorläufigen und kostengünstigen Lösung des Problems: Tempolimit von 70 km/h auf der gesamten Strecke zwischen Fischbach und Altdorf/Waldspitze.

– Richtung Feucht: Der Radweg führt über Weinhof nach Penzenhof und endet dort am Ortseingang. Danach: Landstrasse mit Temolimit 80 km/h und so schlechtem Strassenbelag, der es dem Radler fast unmöglich macht, sich weit rechts zu halten; über ein bis zwei Kilometer geht das so, bis dann kurz vor Moosbach der Radweg in Richtung Feucht beginnt.

Hier wäre eine Vervollständigung der Radwegsverbindung dringend erforderlich. Bis dahin zumindest Tempolimit auf 50 km/h und Ausbesserung der Fahrbahn.

– Richtung Lauf: Der Radweg endet hier nach Unterwellitzleithen kurz vor der Anschlusstelle zur A6; „witzigerweise“ endet mit dem Radweg auch das Tempolimit von 70 km/h. Ab Ende des Radwegs also freies Rasen für Autos auf einer schmalen und unübersichtlichen Strasse und „Todesstrecke“ für Radler.

Dabei wäre hier eine kostengünstige Lösung schnell umzusetzen:

Einige hundert Meter nach der Unterführung unter der A6 geht links ein Forstwirtschaftsweg in den Wald ab.
Also: Ein Tempolimit von 50 km/h bis zu diesem Punkt und rechtzeitig vor diesem Punkt in Richtung Altdorf verbunden mit dem Hinweis, dass Radfahrer kreuzen/abbiegen.
Würden dann noch die Forstwirtschaftswege im Wald entsprechend ausgeschildert, käme auch der ortsunkundige Radler gefahrlos in folgende Richtungen: Ungelstetten, Winn, Brunn, Birkensee, Leinburg, Diepersdorf usw. Vom Birkensee geht es dann sowieso gut nach Schwaig, Röthenbach usw. Gleiches gilt natürlich dann auch in Richtung Altdorf.

– einzig in Richtung Neumarkt setzt sich der links in Schleifmühle endende Radweg dann rechts in Richtung Gnadenberg fort – allerdings mit unzureichender Ausschilderung. Es fehlt z.B. jeglicher Hinweis auf den bei Unterölsbach beginnenden Fünf-Flüsse-Radweg usw.

Auch umgekehrt scheint man in Altdorf keinen Wert auf Rad-Touristen zu legen: Jemand, der z.B. die Fünf-Flüsse-Tour fährt wird sich mangels Ausschilderung kaum nach Altdorf verirren.

Sollte sich wider Erwarten doch einmal ein ortsunkundiger Radler nach Altdorf verirren, wird er mangels Ausschilderung wohl kaum jemals wieder von dort wegkommen, sondern für alle Zeit zwischen Altdorf uns seinen Aussenorten hin- und herpendeln, was wohl kommunalpolitisch auch so gewollt ist ……

Weitere Alltagserlebnisse zum Thema Radeln im Landkreis folgen.

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Erkenntnisse meiner 1. Woche Stadtradeln

Meine erste Woche bei den Stadtradler im Landkreis Nürnberger-Land ist vorbei.
Alles in allem kann ich für mich sagen, “ es war alles super ! “ Das Wetter war seit
dem ersten Tag einfach klasse. Die Menschen sind, nach der vergangenen Regenzeit,
wieder mit einem sonnigen Gemüt ausgestattet und das tut uns allen gut.
Einen negativen Punkt habe ich aber dann doch nicht ausblenden können.
Lieber, netter Bürgermeister, ich spreche an dieser Stelle für einige Radler aus unserem Bereich,
ein „Kulturareal“ brauchen wir jetzt wirklich nicht, statt dessen sollte die Radweglücke zwischen
Feucht und Nürnberg endlich geschlossen werden. Möglichst noch vor dem „Kulturareal“ der CSU-Mehrheit.
Geld scheint genügend da zu sein, Gelände kann man kaufen, also fragt doch mal die Bürger was die wollen.
Ich wünschen allen, Organisation und Fahrern beim Stadtradel noch eine schöne Zeit.

Der gefährliche Radfahrbereich beginnt genau hier

Der gefährliche Radfahrbereich beginnt genau hier

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Ein sonniger Sonntag, was willst du mehr !!!

Nicht nur die Radfahrer genießen das herrliche Wetter und die Ruhe. Auf meiner Tour zum Happurger Stausee traf ich den bekannten Zeichner und Maler Herrn Lumm. Er sprüht vor Ideen und Pläne für die nähere Zukunft. Durch solche Begegnungen wird eine Radtour noch wertvoller. Mal schauen, was mich am Sonntag am Brombachsee erwartet.

Ruhe und Muse

Ruhe und Muse

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