…..von älteren Damen, Hühnern und einem vernünftigen Hund oder : von Mountainbikern und Spaziergängern!

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Nach dem morgendlichen Einkauf steigt die Party! Feuerwehrfest in Bruchhausen! Stadtradler, Enkel, die ganze Familie sitzen alle Einsatzfahrzeuge Probe, werden nass und essen zu viel! Also: zumindest der Stadtradler schwingt  – na, ja – setzt sich aufs Mountainbike und fährt die Standardstrecke: Ettlingen -diesmal ohne Tiziano – Kreuzelberg, Höhenweg, Malsch, Hurstsee, Bruchhausen. Einzig erwähnenswertes Highlight heute: die Begegnung mit Ihnen, den Spaziergängern!   Regelmäßige Mountainbiker kennen die Abläufe, hier sind sie nochmal dokumentiert:

Ein Stadtradler – also ich – fährt auf einem breiten Weg mit leichtem Gefälle in den Ettlinger Höhen. Nein, nicht sehr schnell; eher sportlich, straff, um mit Loriot zu sprechen. Da tauchen sie auf am Horizont: 3 ältere Damen, schön über die ganze Wegbreite verteilt, jeweils mit einem Hund, Typ Tierheim, nicht angeleint.

Der Mountainbiker – also ich –  gibt Laut: „Ping!“ Keine Reaktion, war wohl noch zu weit entfernt. Also näher ´ran und nochmal: „Ping!!“ Eine der Damen nimmt das Geräusch wahr, erschrickt und gibt in einem ersten Anflug leichter Panik einen Warnlaut ab! Dieser Warnlaut macht nun aus unseren Damen – es tut mir leid, das sagen zu müssen – Hühner, aufgescheuchte Hühner!

Das links laufende Huhn – dessen Hund natürlich rechts vorne läuft – ruft ängstlich den besagten Hund zurück, wild in Richtung Tier gestikulierend. Der Hund, durch Frauchens ängstliche Stimme und ständige Standortwechsel leicht irritiert, kommt in Schlangenlinien zurückgelaufen. Das rechts laufende Huhn mit seinem natürlich links laufenden Hund verfährt ebenso, nur spiegelbildlich. Das mittlere Huhn, dessen Hund weiter entfernt an den Bäumen geschäftlich unterwegs ist, bleibt zuerst schreckensstarr stehen, wendet sich den Bruchteil einer Sekunde nach links, um dann aber doch dem Haupthuhn nach rechts zu folgen! Nur Hund Nr. 3 steht über solchen Dingen. Er hebt kurz den Kopf, überschaut die Situation mit einem Blick und macht weiter, was Hunde eben so an Bäumen machen.

Der Stadtradler – also ich – hat inzwischen auf Schritttempo heruntergebremst, schlängelt sich – einige freundliche, beruhigende Worte sprechend – zwischen drei Damen und zwei Hunden durch, um dann doch noch fast über den langen, buschigen Schwanz von Hund 1 zu fahren, der inzwischen auf Befehl seines Frauchens mitten auf dem Weg sitzt. Im Weiterfahren hört der Stadtradler noch, wie eine der Damen ärgerlich zu ihrer Freundin sagt: „Ich dachte, Du würdest….!“

Immerhin; heute ist mein Tag! Sie schimpfen nicht über mich!

Die Statistik ist auch zufrieden: 32,1 km; 4,62 kg CO2 eingespart.

 

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Wir von „PlayJazz“ haben heute Vormittag einen Auftritt in der Ettlinger Schlossgartenhalle, Genussmesse. Chris, unser Pianist packt meine Gitarre, Verstärker etc. zu seinen Sachen ins Auto, ich fahre mit dem Rad nach Ettlingen. Das Konzert läuft prima, die Akustik ist perfekt. Nach dem Auftritt fahren meine Sachen ohne mich zurück nach Bruchhausen, ich radel nach Bad Herrenalb, Dampfloktage; nicht nur der Enkel ist begeistert! Heim fahren alle mit dem Zug, Stadtradler nehmen wieder ihr Fahrrad und haben abends 52,2 km auf TachoDSC_2854

Die Bad Herrenalb-Tour gestern war spontan: „Es lebe das km-Konto des hibike-Teams!“ Geplant für heute war jedoch die Tour de Murg von Freudenstadt nach Ettlingen, gemeinsam mit Freund Frank aus der Pfalz! Also nochmal.“ Es lebe das km-Konto des hibike-Teams!“ Weitere 93,7 km und 13,49 kg CO2 Ersparnis!

 

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Mit dem Rad auf der Überholspur

DSCI0245Herrlich! Wenn man daran rechts vorbei radeln kann.
Das ist einer der Gründe, warum ich auch nach dem Stadtradeln weiter stadtradel.
Mag sein, dass ich nicht meine Kilometerhöchstleistung abgeliefert habe. Aber ich bin genau das mit dem Rad gefahren, was man so als Familienorganisator zu fahren hat. Also keine Extratouren.Und ganz ehrlich: es sind ja gerade die Kurzstrecken, die – mit dem Auto gefahren – besonders umweltschädlich sind.

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Woche 2 (17. – 23.09.2015): 183,2 km / 26,38 kg CO2

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In der zweiten Woche fehlen zur Vorwoche einige Kilometer weniger – schlechteres Wetter verhinderten zusätzliche Freizeitfahrten – das Auftaktradeln und der Betriebsausflug nach Bad Herrenalb sorgten doch für einige zusätzliche Kilometer.

Aber es geht ja nicht darum, so viele Kilometer wie möglich zu sammeln, sondern mit dem Fahrrad zu fahren, wo ich normalerweise das Auto nehmen würde.

Das habe ich auch in der zweiten Woche geschafft!

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Herbstanfang…

…steht heute im Kalender. Das Wetter hat diese Jahreszeit deutlich früher begriffen. In drei Tagen endet unser STADTRADELN in Wetzlar. Diese Aktion hat hervorragend in den Rahmen der in letzter Zeit deutlich verstärkten Öffentlichkeitsarbei zugunsten des Radverkehrs in unserer Stadt gepasst. Das Fahrrad als Transportmittel beginnt langsam, ganz langsam anerkannt zu werden.

Leider bleibt rund um die Stadt in unseren Breiten das Auto unersetzlich. Der ÖPNV reicht auf den Dörfern absolut nicht, Busse fahren zu selten, Bahnhöfe sind oft weit. Und oben auf dem Berg wohnend hat man zwar ein wunderbares Panorama, die Aussichten auf größere Einkäufe per Rad sind aber denkbar ungünstig. Immerhin konnte ich persönlich meinen Autokonsum der letzten Jahre von ehedem rund 12-13 Tsd. auf jetzt unter 5 Tsd. Km p.a. senken. Mit dieser Ersparnis lässt sich z.B. jedes Jahr ein E-Bike finanzieren….

Unser Team „ADFC und Freunde“ hat sich als die größte Einheit prima geschlagen. Neue Gesichter auch auf unseren Touren, nette Mails, die gelungene Demo und eine sehr gute Atmosphäre rund um’s STADTRADELN – die Aktion wurde zum Gewinn für uns alle. Gerne wieder!

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13 Tage schon steht das Auto …

… und ich habe es noch nicht vermisst! Auch die Regengüsse in der letzten Woche habe ich ertragen. Immerhin war es einigermaßen warm – kalt und nass, das wäre unangenehm.

Die Termine tagsüber hier in der Stadt Karlsruhe sind bisher alle problemlos mit dem Fahrrad erreichbar gewesen, teilweise sogar einfacher oder schneller, weil die lästige Parkplatzsuche entfällt und das Fahrrad ja gleich vor der Tür geparkt werden kann.

Etwas schwieriger ist die Zeitplanung bei auswärtigen Terminen – da muss ich natürlich mehr Wegezeit einrechnen. Nicht immer schaffe ich es, vorher im Fahrradroutenplaner die Zeiten zu recherchieren.

Am letzten Mittwoch haben wir unseren jährlichen Betriebsausflug unternommen. Da es nach Bad Herrenalb gehen sollte, war klar, dass ich das Fahrrad nehme. Nette Begleitung hatte ich durch meine Kollegin Annika – oder sollte ich sagen: auch ein Zugpferd. Auch wenn es streckenweise geregnet hat, sind wir gut gelaunt in Herrenalb angekommen und hatten sogar Zeit, gemütlich eine Kaffee zu trinken, bevor die anderen am Bahnhof ankamen. Ein besonderer Genuss war die abendliche Heimfahrt – da hätte ich sogar noch einen größeren Gang nutzen können :-).

Am Samstag habe ich dann bei Fahrrad Pallmann einen Fahrradkorb erworben – die Besorgung des Wochenendeinkaufs ist ohne Korb dann doch nicht machbar.

Worauf ich verzichtet habe: am Samstag nachmittag war ich zum Geburtstagskaffee bei meiner Nichte in Neureut eingeladen – gleichzeitig war aber ein Treffen unseres Netzwerks Weierer Scheune angesagt. Normalerweise wäre ich nach dem Netzwerktreffen mit dem Auto noch nach Neureut gefahren. Mit dem Fahrrad war beides aber nicht möglich – es wäre zu spät geworden. Das war schade.

Schade ist übrigens auch, dass sich in Ettlingen außer mir nur Bernd Hinse als Stadtradler-Star verpflichtet hat, auf das Auto zu verzichten – kein Oberbürgermeister, kein Bürgermeister, kein Amtsleiter, keine sonstige wirklich wichtige Person des öffentlichen Lebens. Kann man daran den Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz in Ettlingen erkennen ?

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Stadtradeln veränderte meine Mobilität

Bereits vor Beginn dieser Aktion hatte ich bereits hauptsächlich mein Fahrrad für alle möglichen Strecken genutzt. Deshalb fiel es mir auch nicht schwer, für die Aktionszeit meinen Autoschlüssel abzugeben. Ich hätte niemals gedacht, dass die 3 Wochen Autoverzicht noch weitreichendere Folgen haben würden. Vom Autonutzen bin ich nun noch weiter entfernt als mit Beginn des Stadtradelns. Bin ich zuvor noch einmal in der Woche eine Einkaufsrunde mit meinem Auto durch die gesamte Stadt gefahren, fällt das nun komplett aus. Lieber fahre ich mehrmals täglich mit meinem Rad zu diversen Einkaufsquellen als einmal das Auto zu nehmen. Entferntere Ziele erreiche ich mit dem ÖPNV. Vor der Teilnahme am Stadtradeln müsste ich warnen. Sie kann zum Verkauf des Autos führen.

Notburga Henke

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Wie schnell die Zeit vergeht

Nun ist die zweite Woche auch schon fast geschafft. Immer wieder werde ich gefragt, wie ich denn ohne Autonutzung zurechkomme. Antwort sodann: probier es im nächsten Jahr doch selber einmal aus! Mir macht das Radeln inzwischen richtig Spaß. Muss ich doch nicht überlegen, ob ich mein Auto oder mein Fahrrad nutzen will.

Obwohl diese Woche witterungsmäßig ja nicht unbedingt so toll war, hatten wir Freunde zu Besuch. Mit denen sind wir natürlich geradelt. Sie waren übrigens sehr beeindruckt von unserer schönen Umgebung mit dem gut ausgebauten Wegenetz in der Region Rotenburg(Wümme).

Am letzten Wochenende hatte ich trotz „unplattbarer Reifen“ jedoch plötzlich eine Reifenpanne. Beim Abfahren beider Wümme-Radwege bis nach Bremen hatte ich nach der Mittagspause in Borgfeld den Vorderreifen platt. Nochmaliges aufpumpen des Reifens hielt nicht lange. Zum Glück hatte ich einen Ersatzschlauch dabei. Ein im Januar 2015

Reifenpanne

aufgelegter neuer Schlauch der Fa. Schwalbe war mangelhaft und war schon damals unbemerkt geflickt. Es lohnt sich also, stets einen Reserveschlauch und gutes Flickzeug mitzuführen. Auch wenn man „unplattbar“ unterwegs ist.

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Im Sattel bleiben

Stadtradeln_Sunder-klEs geht in den Endspurt, noch bis einschließlich Sonntag treten mehr als 230 Rietberger(innen) kräftig in die Pedale. Fast 37.000 Kilometer haben wir Rietberger bereits zusammengeradelt – also fast einmal um die Welt. Das finde ich schon klasse, wie viele Bürger sich an dieser Aktion beteiligen. Auch ich bin immer noch motiviert dabei. Mein Hollandrad hat sich in den vergangenen Wochen als zuverlässiger Begleiter erwiesen. Auch bei Regen hielt mein Fahrrad die Spur. Das waren dann häufig jene Momente, in denen ich mir doch lieber den trockenen Dienstwagen herbeiwünschte. Doch bei den Gedanken an alle die anderen Stadtradler, die sicher ebenfalls trotz Regen im Sattel bleiben, habe auch ich durchgehalten. Außerdem wissen wir alle: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung.

Ich habe in den vergangenen Tagen außerdem gelernt, mit meiner Zeit sorgsamer umzugehen. Die Anfahrten zu Terminen in den sieben Rietberger Stadtteilen dauern mit dem Rad eben doch ein wenig länger als schnell mal eben mit dem Auto. Und: Man sieht nebenbei viel mehr von der Umgebung. Etwas langsamer mit dem Rad hat auch den Mehrwert, dass ich „meine Stadt“ noch intensiver erfahre.

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Prioritäten setzen

Stadtradel-Star sein, fiel gar nicht so schwer. Weil ich halt ohnehin schon viel auf das Auto verzichte. Dann aber sollte ich auch noch zusätzlich als Bürgermeister auf den Dienstwagen verzichten. Ob das klappen würde, war mir bei der Verpflichtung noch nicht so klar.
Im familiären Bereich ging alles gut. Selbst am Sonntag der Besuch bei unseren Kindern und Enkelinnen in Lübeck hatten wir auf das Auto verzichtet, sind mit dem Metronom und dann mit dem Regionalexpress weiter nach Lübeck gefahren. Auch mit Fahrrad und schwerem Geburtstagsgepäck war dieses möglich gewesen. Erfolg: Tolle Radtour auch durch Lübeck, Radtouristen auf der Reise kennen gelernt, zusätzlich 25 km mit dem Rad geschafft und die nicht vorhandene Barrierefreiheit am Bahnhof Rheinfeld erfahren. Was haben wir es in Rotenburg doch gut!
Dann aber eine kurze wichtige Besprechung am Mittwoch in Soltau. Als Bürgermeister wollte ich unbedingt mit dem Bundesnetzagentur-Präsidenten selbst sprechen – über den Suedlink durch den unsere Ortschaften betroffen sein könnten und hatte die Zeit für Anfahrt und Rückfahrt mit dem Fahrrad nicht, weil die Termine zu eng gesteckt waren.

So musste ich schweren Herzens die Priorität für den Dienstwagen setzen und habe dabei ein echt schlechtes Gewissen gehabt. – War aber nicht zu verhindern!
So habe ich schon heute morgen bei den Organisatoren und der Presse gemeldet, dass ich einmal in den letzten 12 Tagen die Prioritäten anders setzen musste – und habe meinen Status als „Stadtradl-Star“ sofort verloren. Sehr konsequent!

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Ich mache aber als normaler Stadtradler voll weiter – schließlich können wir mit unserer gemeinsamen Leistung noch zweitaktivste Kommune in Niedersachsen werden! Auf geht`s!

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Woche 1: 212,9 km / 30,66 kg CO2

Das ist das Ergebnis der ersten Radelwoche. Mal sehen, wie es weiter geht.

Immerhin ist bis auf eine defekte Vorderleuchte alles heil geblieben. Meine Beine spüre ich aber deutlich – ich glaube, die Oberschenkel haben schon den doppelten Umfang. Jedenfalls fühlt es sich so an.

Am Montag abend bin ich auf dem Weg von Karlsruhe nach Ettlingen in die erste Fraktionssitzung nach der Sommerpause ordentlich nass geworden. Nun, da hat Herr Oberbürgermeister Arnold bei seinem Fraktionsbesuch gleich gesehen, welchen Einsatz wir SPD-Leute bringen ….

Am Dienstag morgen habe ich in Ettlingen einen Besprechungstermin bei Mandanten wahrgenommen, die mich auch zum ersten Mal nicht im Anzug, sondern in Freizeitkluft und mit Fahrradhelm gesehen haben. Nachdem ich den Hintergrund erklärt habe, waren sie beeindruckt und begeistert von der Aktion.

Von meiner Fahrt nach Bad Herrenalb am Mittwoch habe ich ja schon berichtet. Und schon war die erste Woche vorbei.

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