Über Annette Fuhrmann

STADTRADLER-STAR in Bielefeld

Umsteigereinmaleins

Das Stadtradeln ist um und die Ferien haben begonnen. Die Sonne ist uns treu geblieben und nach den Ferien werde ich munter weiter radeln, egal, ob Sonne oder Regen.
Gern würde ich den einen oder anderen anregen, es auch einmal mit dem Radfahren im Alltag zu probieren.
Dazu habe ich ein kleines “ Umsteigereinmaleins “ aufgestellt :

– An erster Stelle steht die Entscheidung: ich fahre ab jetzt mög- lichst alle Alltagsstrecken mit dem Fahrrad.
– Geben Sie sich Zeit: mindestens 4 Wochen “Erprobungsphase”! (die nötige körperliche Kondition muss sich entwickeln und die alten Gewohnheiten
brauchen Zeit um durch neue ersetzt zu werden)
-Welche Ausrüstung braucht man?
– ein gutes Fahrrad
– Wasserdichte Satteltaschen, Korb oder ähnliches je nach Beruf und Transportbedarf
– Helm (nicht Pflicht, aber für die Sicherheit nötig)
– Regenjacke, Regenhose und Gamaschen (evtl. Helmüberzug)
Scheint Ihnen das eine zu große Investition? Dann denken Sie doch einmal an Ihre letzte Inspektion oder die Spritpreise und rechnen Sie nach,
was Sie in nur einem Jahr alles einsparen können…
– Sieg über den “ Schweinehund “: eine klare Grundsatzentscheidung und eine gute Ausrüstung machen den täglichen Kampf mit dem
” Schweinehund “ überflüssig.

Was gibt es zu gewinnen?

– Bewegung im Alltag. ( Ausdauertraining im Fitnessstudio? Überflüssig! )
– Kein Stress mit Staus oder Parkplatzsuche –> berechenbare Wegzeiten
– Frische Luft
– Mehr Flexibilität ( Zeiten, Strecken)
– Mehr sinnliche Eindrücke ( Wetter, Jahreszeit, etc.)
– Erfrischung und “ wegradeln” von beruflichem oder privatem Stress

Neugierig geworden? Morgen kanns losgehen!

Viel Spaß und ein neues Lebensgefühl wünscht
Annette Fuhrmann, Bielefeld

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2. Radelwoche

Hups, schon wieder ist eine Woche um! Das Wetter hätte nicht besser sein können – kein Tropfen Regen seit Beginn des Stadtradelns!
Schöne Aktion am Wochenende: einmal schnell quer durch die Stadt vom Westen nach Sieker in nur 25 Minuten um dort meinen Sohn und seinen Austauschschüler zum Grillen zu treffen (die Jungs waren im Schwimmbad, ohne Fahrrad), nur wie sollten wir in der Nacht gemeinsam nach hause kommen?? Mein Sohn hatte die zündende Idee: einfach mit Rad in die Straßenbahn, alle gemeinsam aufs 6er-Ticket! Prompt wurden wir kontrolliert….alles in Ordnung!
Ansonsten bin ich fasziniert wie viele Kilometer mit kleinsten Alltagsfahrten ( Bäcker, Einkaufen, noch ein Besuch,usw.) zusammen-kommen, denn ich habe nun an beiden Fahrrädern die ich benutze einen Kilometerzähler.
Schön ist es, so oft es geht zum Freibad nach Dornberg zu radeln. Das braucht kaum länger als mit dem Auto und ist gleich der doppelte Sport: Radeln, 1000 m Schwimmen, wieder Radeln.
Seit heute 18.00 habe ich Ferien, da muß ich mich nächste Woche anstrengen genügend Kilometer zu sammeln, so ganz ohne Fahrten zur Arbeit…
Annette Fuhrmann, Bielefeld
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Bericht der ersten Woche

Eine Woche ist fast um, Zeit für ein erstes Fazit. Alles lief super, kein bisschen Regen (obwohl es meiner Meinung nach kein schlechtes Wetter sondern nur die falsche Kleidung gibt…) und am Montag gleich ein erster Erfolg: ein Freund, der sich durch meinen Autoverzicht hat motivieren lassen mit mir zu radeln, kommentierte diese gemeinsame Fahrt mit: ”Das sollten wir öfter machen, da ist man gleich viel frischer.”

Auch schön: Anfragen von Seiten der Kinder über den einen oder anderen Fahrdienst erübrigen sich (obwohl sie sowieso das meiste mit dem Fahrrad erledigen).

Freitag: ein englischer Austauschschüler ist bei uns zu Gast und radelt gleich mit ins Dornberger Freibad. Er kommt aus London und ist vom ländliches Flair der Bielefelder Umgebung begeistert. Wir radeln durch nach Kamille duftende Felder, heimwärts in der Abendsonne…ein paar Stunden Sommerfrische und Urlaub!

Dazwischen die normalen Alltagswege zum Theater: berechenbare Fahrzeit, keine Staus, Parkplatz vor der Haustür, frische Luft (abzüglich der Autoabgase. Da lohnt es sich manchmal die Luft anzuhalten…) und Bewegung. Auf dem Weg schnell noch dies und das besorgen? Auch vielleicht noch ein kleiner Umweg in die Fußgängerzone? Alles kein Problem.

Eine große Tasche voller aussortierter Kindersachen zu einer Freundin bringen? Auch das hat dank zweier Spanngurte geklappt!

Anschließend auf dem Markt alle Taschen bis zum Rand gefüllt, Obst und Gemüse für die ganze Woche für fünf Personen – erledigt. Nur die Obstkiste mit den Erdbeeren auf dem Gepäckträger war keine gute Idee…aber zur Not kann man ja auch im stehen radeln falls auf dem Sattel nicht mehr viel Platz ist.

Sonntag kommt eine echte Herausforderung: Schulveranstaltung auf dem Schulbauernhof in Ummeln, mindestens eine Stunde Fahrzeit egal ob Fahrrad oder Bus…das zwingt zur Entschleunigung, denn das geht nicht so “mal eben”.

Gute Erfahrung zum Nachmachen empfohlen!

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