Über Peter Matthäy

Ortsbeirat und STADTRADLER-STAR 2014 in Oberursel

Radelspaß im Allgäu

Am Mittwoch, den 18.6., nahmen wir (Martina, Michael, und ich) unsere 2. größere Radtour während des Stadtradelzeitraums in Angriff:  die Allgäurunde. Mit dem Zug ging es nach Bad Grönenbach und dann an 6 Tagen mit Abstechern und Umwegen knapp 500 Kilometer und über 5000 Höhenmeter durch das Allgäu. Besonders gefallen haben uns die Städte Wangen, Füssen und Kaufbeuren. Richtig bergig und damit auch landschaftlich wirklich schön wurde es zwischen Immenstadt, Oberstdorf und Füssen. Hier ein Zitat für diese Gegend aus der recht informativen Begleitbroschüre der Radrunde Allgäu: „Es ist mitnichten so, dass die Rund bisher keine atemberaubenden Panoramen geboten hätte. Nun allerdings kommen wir in eine Welt, in der sich die Aussichten von Mal zu Mal überbieten. Es ist eine Landschaft, die Geist und Seele frei machen für neue Perspektiven. Vergangenheit und Zukunft werden sichtbar, der Blick führt weit zurück auf die bereits zurückgelegte Strecke und gleichzeitig tief hinein in das, was noch vor uns liegt. Der Sattel wird zum Logenplatz und müde Beine nach dem einen oder anderen Anstieg sind schnell vergessen.“

Der Sattel als Panoramaloge...

Natürlich haben wir uns auch nicht einen Abstecher zu den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau verkneifen können. Mit dem Wetter hatten wir Glück: viel Sonne und wenig Gegenwind 🙂 Die Route ist gut beschildert, wir haben auch ohne Voranmeldung überall, wo wir gesucht haben, eine einigermaßen bezahlbare Bleibe gefunden.

Leider fällt der letzte Tag unserer Tour nicht mehr in den 3 Wochen- Stadtzeitraum, damit gehen die letzten 75 Kilometer leider für die Wertung verloren. Für mich war die Radrunde ein sehr schöner Abschluss meiner autofreien Zeit.Ich habe die Kiste nicht vermisst, meinem Rad werde ich wohl in den nächsten Tagen mal eine Reinigung und ein wenig Öl spendieren.

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Radeln im Schwarzwald (Teil 2)

… okay, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, habe ich das Tacho-Bild nochmal vergrößert. Ich habe nicht die Höhenangabe von 140 m versehentlich als 40 Grad Lufttemperatur interpretiert. Auf der linken Seite steht etwas kleiner 40C, das ist die Temperatur 🙂

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Radeln im Schwarzwald

Unsere Tour startet am Pfingstfreitag. Von Oberstedten geht’s per Rad zum Bahnhof Oberursel und von dort aus mit der DB und 4x umsteigen nach Ettlingen, reine Fahrzeit knapp 3 Stunden (der Trip mit der S1 von Karlsruhe nach Ettlingen entwickelte sich wegen der engen Türen und mangels Radabstellmöglichkeit zu einer Akrobatikaktion.). Trotzdem: noch vor 12 Uhr sitzen meine Partnerin Martina und ich auf unseren Rädern und starten das Projekt „Naturpark-Radweg Schwarzwald Mitte/ Nord“, das uns am ersten Tag über Baden-Baden in den Weinort Kappelrodeck bei Achern führt. Am nächsten Morgen starten wir wegen der Hitze sehr zeitig, Frühstück gibt’s erst in Appenweier. Wir fahren an endlosen Kirschbaumplantagen vorbei und fragen uns, wer das alles pflücken und später (größtenteils in Form von Kirschbrand?) konsumieren soll. Hinter Offenburg führt unsere Runde rein in den Schwarzwald. Wir fahren an der Kinzig entlang über Haslach nach Wolfach, wo wir unsere eigentliche Route verlassen, um etwas weiter oben in St. Roman zu übernachten. Den Pfingstsonntag verbringen wir größtenteils auf unserer „Alternativroute“ auf ungeteerten Waldwegen, er geht ordentlich rauf oder runter. Wir schwitzen auch auf der Höhe von 600 bis 800 Meter mehr als wir trinken können. In Freudenstadt treffen wir endlich wieder auf die normale Strecke. Unser letzter Übernachtungsort ist Enzklösterle. Die „Endetappe“ geht über Bad Wildbad und mit einem Abstecher nach Bad Herrenalb zum Karlsruher Hauptbahnhof. Die Fahrt mit dem IC nach Frankfurt im klimatisierten Wagen der DB bringt erste Kühlung. Am Abend kehren wir ziemlich „ausgebrannt“ nach Oberstedten zurück.

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Landschaftlich interessant ist das Ganze wohl eher für jemanden, der gerne durch Fichtenwälder fährt und sich an Gebirgsbächen erfreut. Wer spektakuläre Felsformationen mag oder weite Ausblicke ins Land, kommt bei der Tour nicht auf seine Kosten. Eine eindeutige Markierung der Rundtour gab es oft nicht, wir haben uns viel mit unserer Radkarte beholfen und sind den normalen grünen Radwegweisern zu den Ortschaften nachgefahren, die auf unserer Route lagen. Die Tour ist etwas für Leute, die einigermaßen trainiert sind, sonst wird das mit den Höhen anstrengend. Das Gepäck haben wir minimiert, man wundert sich wie wenig man wirklich braucht. Wenn es bergauf geht, freut man sich über jedes Kilo, das man nicht mitgenommen hat. Die Hitze war z. T. doch recht heftig. Das Thermometer stieg stellenweise auf 40 Grad.

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Wir sind in den 4 Tagen ca. 320 Kilometer und 3400 Höhenmeter gefahren. Mal sehen, ob mein Stadtradel-Teamkapitän ein paar anerkennende Worte dazu findet 🙂

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Ab jetzt autofrei…

Ja, liebe Stadtradler, ich habe gestern mein Auto eingemottet und werde nun 3 Wochen lang nur mit dem Rad und mit der Bahn unterwegs sein. Ich hoffe, die Wettergötter sind mir in dieser Zeit freundlich gesinnt.

Kurz zu mir: ich bin 58 Jahre alt, wohne in Oberstedten und stehe nicht mehr in einem festen Arbeitsverhältnis, sondern bin freiberuflich und ehrenamtlich tätig, was mir ein wenig mehr Flexibilität hinsichtlich der Nutzung des Rades ermöglicht. Da ich meine Fahrten innerhalb Oberursel oder nach Frankfurt in der schneefreien Zeit normalerweise auch mit dem Rad erledige, wird es nicht so viel Umstellung in den nächsten Wochen geben. Geplant sind ab Freitag ein verlängertes Radel- Wochenende im Nordschwarzwald und über Fronleichnam im Allgäu. Ich werde berichten.

Ich freue mich sehr, dass so viele Oberurseler an der diesjährigen Stadtradelaktion teilnehmen und dass auch wieder neue Teams entstanden sind. Ich wünsche uns allen viel Spaß auf unseren Drahteseln in den nächsten 3 Wochen und hoffentlich auch in der Zeit danach.

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Resümee

So, meine 3 Wochen Autoaskese sind nun vorbei. Mein Fazit:

Der totale Verzicht auf das Auto fiel mir leichter als gedacht. Bei meinen Fahrten von Oberursel/ Oberstedten nach Frankfurt oder nach Mainz hatte ich mit dem Wetter Glück und bekam keinen großen Regen ab. Meine Regenklamotten hatte ich oft dabei, aber ich brauchte sie nicht.
Ich werde zukünftig noch mehr auch abendliche Ziele mit dem Rad ansteuern (z.B. zu einem Konzert oder Kinobesuch nach Frankfurt) und in Kauf nehmen dann nachts zur Rückkehr die Bahn zu benutzen. Und ich werde aber auch aus dem Radeln kein Dogma machen: dort wo mir es angemessen erscheint werde ich weiterhin (mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen) Autofahren und mir damit meinen Spaß am Radeln erhalten.

Ich konnte aufgrund einiger Verpflichtungen während der Stadtradelaktion keine Extratouren fahren. Da ich auch sonst möglichst viel mit dem Rad erledige, fußen die folgenden Bemerkungen über die vielen Vorteile des Radfahrens nicht nur auf den Erfahrungen der letzten Wochen:
– Man bewegt sich in der Stadt schneller mit dem Rad als mit dem Auto, da Parkplatzsuche und Laufwege fast komplett entfallen. Man kann immer direkt vor der Tür parken.
– Für den Transport von Einkäufen gibt es geräumige Gepäcktaschen. Man wundert sich, was da alles rein passt. (ich entlocke meinem Weinhändler immer noch ein leichtes Schmunzeln, wenn er mich beim Abtransport meines Einkaufs bei ihm beobachtet.)
– Mit wenigen Km pro Tag konserviere ich viel Fitness, was mir dann bei längeren Ausflügen entgegenkommt oder beim Ausüben von anderen Sportarten.
– Ich kann einen Zusammenhang natürlich nicht beweisen, aber obwohl ich auch im Winter oft fahre, bin ich selten erkältet und denke, dass das Radeln sehr meiner Gesundheit zugute kommt..
– Seit meiner Kindheit liebe ich es neue Wege und Verkehrsverbindungen kennen zu lernen, mittlerweile faszinieren mich noch mehr die kulturellen und gastronomischen Highlights, an denen man bei Touren so vorbeikommt (oder auch gezielt ansteuert). Es gibt tolle gut ausgeschilderte Radwege oder man kann sich über ein Smartphone vom Navi unterstützen lassen, z.B. Radplaner Hessen oder auch einfach mal der angebotenen Fußgängerroute nachfahren.
– Mittlerweile ist meine Tochter erwachsen, aber als Kind hatte sie viel Spaß am Mitradeln, erst im Kindersitz und dann im Anhänger. Die Touren waren dann halt etwas kürzer und auch eher mal am Fluss entlang als durchs Gebirge. Ihr Enthusiasmus lies zugegebenermaßen nach als sie dann selbst in die Pedale treten musste. Aber mittlerweile radet sie wieder…

So weit, so gut. Mein „Teamchef“ hat angekündigt, dass er für alle in unserem Falle 37 Teammitglieder ein Nachtreffen organisieren möchte, damit man sich auch untereinander mal kennen lernt. Ich halte das für eine tolle Idee und freue mich sehr darauf.

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Spritztour nach Mainz

Als ich vor Monaten mal so nebenbei gefragt wurde, ob ich bereit wäre Stadtradeler-Star Oberursel zu werden, war meine Antwort: „Na ja, kann ich schon machen…“. Dann war das erstmal im Hintergrund und als ich letzte Woche all meine Termine anschaute, wurde mir klar, dass ich mir einiges vorgenommen habe. Zum Beispiel gestern. Ich hatte Karten für die Master Drummers of Burundi im Frankfurter Hof in Mainz. Also nicht schnell mit Freunden im Auto hinfahren, sondern öffentliche Verkehrsmittel oder, und dafür hatte ich Zeit eingeplant, mit dem Rad. Gegen 16:00 Uhr erschien mir das Wetter doch stabil genug und ich radelte los. Von Oberstedten über Steinbach, Eschborn, Sossenheim nach Höchst am Industriepark vorbei, dann am Main entlang, bei Kostheim auf die Südseite und gleich über die alte Eisenbahnbrücke rüber nach Mainz. Alles zusammen ca. 50 km fast alles auf Rad- oder Wirtschaftswegen, kaum Steigungen, dafür Rückenwind und wider Erwarten auch Sonne. Zurück gings dann mit der S8/ S5 nach Oberursel, das war dann eher etwas tröge so spät in der Nacht. Fazit: für mich in Zukunft eine zu erwägende Alternative, wenn ich die Zeit dazu habe und das Wetter passt.

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Jetzt geht’s los…

So, seit den 1.5. bewege ich mich nur noch mit dem Rad. Bislang war das noch keine so große Herausforderung. Ich war auf dem Marktplatz, um etwas Radrenn-Atmossphäre zu schnuppern. Das war schon imposant, mit welcher Geschwindigkeit die Cracks über das Kopfsteinpflaster sausten. Später fuhren wir zu Hendoc in der Heidetränke, wo die Gruppe Sladenight wunderschöne Musik präsentierte, alles bei Frühlingssonne und bester kulinarischer Begleitung.

Im Taunus unterwegs (2)

Im Taunus unterwegs (1)

Vielleicht noch kurz ein paar Bemerkungen zu meiner Person: ich bin 57 Jahte alt, habe eine Frau und eine Tochter, wohne in Oberstedten, stehe nicht mehr in einem festen Arbeitsverhältnis, sondern bin gelegentlich beratend tätig und gehe ehrenamtlichen Tätigkeiten nach (TV Oberstedten, Grüne, Weltladen…). Zu meinen Hobbys gehört auch das Radfahren. Ich versuche seit Jahren möglichst viele Fahrten mit dem Rad zu erledigen. Mit meiner Frau Martina, die in der Regel noch fitter auf dem Rad unterwegs ist als ich, habe ich in den letzten Jahren einige Urlaube mit dem Rad verbracht, auch in der Schweiz, in Italien oder in Frankreich. Man wundert sich, wie wenig Gepäck man braucht, wenn einem bewusst ist, dass man das nun ein oder zwei Wochen immer bergauf dabei hat.

Leider hat mich gestern eine Erkältung wieder eingeholt, da gingen nicht mehr als 4 Kilometer und heute ist wohl tendenziell Bettruhe angesagt, naja, kann man halt nichts machen.

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