Über Jürgen Menzel

Mitglied im Gemeinderat und im Kreistag sowie STADTRADLER-STAR 2012-2014 in Esslingen am Neckar

Herr Oberbürgermeister: Machen Sie den Radverkehr endlich zur Chefsache!

Radler Menzel vor RathausEsslingen ist Schlusslicht im Fahrradklimatest des ADFC und des Bundesverkehrsministeriums.

Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger hält Esslingen mit seiner Berg- und Tallage für den Radverkehr als ungeeignet, obwohl fast jede/r Zweite in der Esslinger Tallage lebt.

 

Forderung Nr. 2 zum Esslinger Radverkehr:
Ich und andere des STADTRADELTEAMs „Esslinger/innen für eine fahrradfreundliche Stadt – aber pronto!“ fordern in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger diesen auf, die Verbesserung des Esslinger Radverkehrs endlich zur Chefsache zu machen.

Derzeit behindern sich die Zuständigen bei der Stadtverwaltung meist gegenseitig bei der Umsetzung von Verbesserungen für den Radverkehr. Dies hat zur Folge, dass oftmals kostengünstige oder kostenneutrale Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs verhindert – oder bei laufenden Baumaßnahmen einfach vergessen werden. Teure Nachrüstungen sind die Folge – und werden oft nur sehr schleppend durchgeführt.

Imagine

Wer die Verbesserung des Esslinger Radverkehrs tatkräftig unterstützen will, die/den möchte ich motivieren, im Team „Esslinger/innen für eine fahrradfreundliche Stadt – aber pronto!“ Präsenz zu zeigen und registriere sich möglichst bald hier.

 

Liken und teilen!

Radverkehr in Esslingen endlich ausbauen!

Vom 1. bis zum 21. Mai findet in Esslingen wieder das STADTRADELN statt.

Radler Menzel vor RathausMeine Motivation als STADTRADEL-Star:
Öffentlichkeit mobilisieren für einen Ausbau der miserablen Radverkehrsinfrastruktur in Esslingen.

 

Mein Ziel ist es, dass der Radverkehr auch in unserer Stadt endlich vorangebracht wird und viele Bürgerinnen und Bürger für die Vorteile des Radfahrens im Alltag gewonnen werden.

Imagine Radfahren ohne eine gut ausgebaute Infrastruktur funktioniert aber nicht.
Esslingen ist deshalb im Fahrradklimatest des ADFC und des Bundesverkehrsministeriums nicht das erste Mal Schlusslicht im Land Baden-Württemberg.

 

Forderung Nr. 1:
Ich und mein Team „Esslinger/innen für eine fahrradfreundliche Stadt – aber pronto!“ fordern die Stadtverwaltung auf, endlich mit Tatkraft das vom Gemeinderat im Jahr 2013 beschlossene städtische Radverkehrskonzept umzusetzen. Die Stadtverwaltung soll das STADTRADELN nicht mehr zur eigenen Imagepflege benutzen, sondern soll den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur endlich voran bringen!

Wer dieses Anliegen tatkräftig unterstützen will, die/den möchte ich motivieren, im Team „Esslinger/innen für eine fahrradfreundliche Stadt – aber pronto!“ Präsenz zu zeigen und registriere sich möglichst bald hier.

Liken und teilen!

Wochenbericht Nr. 3 (Schlussbericht)

Bei zwei Wochen Regenwetter, war mein Ziel, 150 kg CO2-Einsparung (1.041 km) zu erreichen, am Ende richtig hart. Die ersten zwei Wochen Schlechtwetter hatten an der Motivation genagt. In Woche drei musste ich ganz scharf meine Tagesetappen planen, um die in den beiden ersten Wochen nicht gefahrenen Kilometer nachzuholen.

Ergebnis: Mit 151,8 Kilogramm eingesparten CO2-Emissionen in den drei Wochen, habe ich mein Ziel haarscharf erreicht – 13 km mehr als notwendig. Ich bin zufrieden!

Durch den Regen war für mich die Aufgabe, an mehreren Standorten immer wieder neue, ordentliche Kleidung für offizielle Termine zu deponieren, eine echte logistische Herausforderung. Die Organisation der Wahlkampfinfostände hingegen mit Materialtransport immer wieder von A nach B hingegen gelang Dank meines Fahrradanhängers problemlos. Auch regelmäßiges Einkaufen war kein Problem, selbst eine Stippvisite in einem Möbelgeschäft waren dank Anhänger kein Problem.

Für das nächste Stadtradel-Star-Jahr  habe ich mir vorgenommen, anstatt eines oft zu kleinen Lenkerkorbs zum Jacket-Transport mein Alltags-Rad noch einmal umzubauen und einen Frontgepäckträger mit sehr großem Transportkorb zu verbauen. Hinzukommt, die schlechte, da zu hohe Gewichtsverteilung eines nur am Lenker befestigten eigentlich zu kleinen Lenkerkorbs.

Im Ergebnis kann ich die Teilnahme beim „Stadtradel-Star“ und dabei drei Wochen auf Auto komplett zu verzichten, allen Interessierten – selbst bei Schlechtwetter – nur empfehlen. Es eröffnet viele interessente Einblicke, wie in allen Kommentaren der teilnehmenden Stadtradel-Stars zu entnehmen ist.

Ich zumindest plane, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein!

Liken und teilen!

Wochenbericht Nummer 2:

Der letzte Tag in Woche 2 war endlich mal wieder ein regenfreier, freundlich gestimmter Tag, nachdem die ganze Woche nasskalt war. Der Wonnemonat Mai ist dieses Jahr eher „bleiern verhangen“ als „golden“. Irgendwie lädt das nicht gerade dazu ein, neben dem Alltagsverkehr auch noch nette Touren in die Gegend zu machen. Allein für Samstag war sonniges Wetter angekündigte und so machte ich mit einem Freund eine Tour auf der Schwäbischen Alb, um meinen regenbedingten Rückstand zu meiner angepeilten 150 Kilogramm CO2-Einsparung etwas aufzuholen.

Am Montag kam ich auf dem Weg von Stuttgart nach Esslingen in den Gemeinderat in einen Regenguss. Ich war schon gemeinderatsmäßig gekleidet auf dem Rad unterwegs, Jacket wie üblich gegen Verknittern in meinem Lenkerkorb. Ich war allerdings schon auf Regen vorbereitet und konnte mein Jacket einigermaßen regendicht in eine Plastiktüte packen. So ging es eigentlich gut im Lenkerkorb zu transportieren. Vielleicht muss ich doch meinen alten, regendichten Ortliebpacksack wieder rausholen, die man im Gegensatz zu den 90igern heute bei mehrtägigen Touren eigentlich nicht mehr braucht, weil das Gepäck mit der dünnen und nach dem Waschen schnell trocknenden Funktionswäsche auf Touren einfach weniger geworden ist. Im Gemeinderat kam ich letztlich aber mit noch einigermaßen nassen Hosen an, da die restlichen 20 Radelminuten nach dem Regenguss zum Abtrocknen nicht ganz ausgereicht haben. Nach weiteren 20 Minuten im Gemeinderat war die Hose dann durch die Körperwärme aber trocken.

Schön ist nach einem frischen Regenguss – vorausgesetzt man radelt abseits einer vielbefahrenen Straße – der viel intensivere Geruch der Blütenpracht als sonst und sogar der Geruch von frischem Gras. Auch das Licht ist oftmals sehr spannend. Alles Dinge, die der Autofahrer/die Autofahrerin nicht wahrnimmt. Überhaupt: durch die Windschutzscheibe betrachtet erscheint fast jeder kleine Schauer gleich wie ein Wolkenbruch – je höher das Tempo, umso mehr Regentropfen klatschen auf die Windschutzscheibe, umso schneller arbeiten die Scheibenwischer. Und überhaupt: Selbst wenn der regen schon längst aufgehört hat, hüllt der Autoverkehr die Straßen noch lange in einen dichten Nebel von Spritzwasser ohne dass der Autofahrer mitbekommt, dass es schon längst nicht mehr regnet.

Gestern Morgen war ich dann von der Alb runter unterwegs nach Metzingen und habe den Zug nach Stuttgart zur Arbeit verpasst. Ich fahre normalerweise 40 Minuten und habe üblicherweise noch etwas mehr als 5 Minuten Aufenthalt am Bahnhof, bevor der Zug kommt. Heute aber habe ich vom Zug gerade noch die Rücklichter gesehen. Ich muss wohl durch die regennasse und dadurch rutschige Fahrbahn vorsichtiger gefahren sein als sonst und habe dabei einige Minuten verloren. Außerdem musste ich nach dem Regenguss eine Lage Oberbekleidung ausziehen, weil ich ins Schwitzen kam.

Ergebnis des Regenwetters: Ich komme immer mehr ins Hintertreffen zu meinem Ziel, 150 Kilogramm CO2 in den drei Wochen ohne Auto einzusparen. Mal sehen was die letzte Woche bringt.

Liken und teilen!

Wochenbericht Nummer 1:

...das Wetter ließ zu wünschen übrig.

…das Wetter ließ zu wünschen übrig.

…Leider hat die erste Woche so angefangen, wie auf dem Bild dargestellt: Nasskalt und damit wenig motivierend. Entsprechend bin ich nicht besonders zufrieden mit meinen gesammelten CO2-Einsparungen. Die Motivation stieg schlagartig, als das Wetter Mitte der ersten Woche schön wurde. Gegen Ende der Woche wurde es aber schon wieder schmuddelig.

 

Konsequenz 1: Um mein diesjähriges Stadtradler-Star-Ziel von mind. 150 kg CO2-Einsparung zu erreichen, muss ich meine tägliche Kilometer-Leistung noch etwas nach oben schrauben. Mit 42 Kilogramm in der ersten Woche muss ich also hinten raus noch zulegen.

Konsequenz 2: Da ich als Stadt- und Kreisrat immer wieder offizielle Termine wahrnehmen muss, hat meine repräsentative Kleidung aufgrund des Wetters gelitten, bzw. war überhaupt nicht immer möglich. Der Tipp meines Esslinger Stadtradler-Stars Baubürgermeister Wallbrecht, das obligatorische Jacket beim Radeln zusammengefaltet in einem Lenker-Korb zu transportieren funktioniert super…aber eben leider nicht bei Regen. Hat mir da jemand aus dem Blog noch eine Idee zur Optimierung? Ich würde mich über einen weiteren Tipp freuen.

Positives trotz Schlechtwetter: Man kommt bei offiziellen Terminen mit seinen Gesprächspartnern ins Gespräch, warum man bei der jeweiligen Sitzung den Kleider-Kodex nicht einhalten konnte. So ergeben sich interessante Gespräche über das Stadtradeln und das Radfahren im Allgemeinen – hat also auch etwas Gutes.

Gut funktioniert hat hingegen die Einbindung des Radelns in meine Aktivitäten zur am 25. Mai neben der Europawahl in Baden-Württemberg stattfinden Kommunalwahlen. Da ich dieses Jahr für die Organisation und Beschickung der Infostände im Rahmen des Wahlkampfes zuständig bin, kam reihenweise mein Fahrradanhänger zum Einsatz. Also Pluspunkt.

Super beim Stadradeln so früh im Jahr ist, dass die Kondition, die man sich erradelt, den Sommer über optimal genutzt und ausgebaut werden kann. Beim herbstlichen Stadtradeln der Stadt Esslingen in den beiden letzten Jahren verpuffte die Kondition im sich dann abzeichnenden Winter leider wieder schnell. Aber Hallo: Die Kondition, um die 150 Kilogramm CO2-Einsparung neben einem mehr als 100 Prozent-Job muss sich zu Beginn des Radlerjahres erst einmal erarbeitet werden.

Liken und teilen!

Eingangsstatement

...wer hoch hinaus will, muss kräftig in die Pedale treten !

…wer hoch hinaus will, muss kräftig in die Pedale treten !

Nach dem fast schon romantischen Radler-Sommer-Wetter in der ersten April-Hälfte haben mich beim Oster-Radel-Urlaub an Blau, Donau und Lech bei 3 Grad Celsius dann doch Eisregen und Hagel überrascht.
…ein Argument, dieses Jahr beim Stadtradeln das Auto nicht stehen zu lassen? Eher nein. Die Motivation als Stadtradler-Star teilzunehmen ist trotzdem hoch.

Bei meiner diesmal dritten Teilnahme beim „Stadtradler-Star-Radeln“ habe ich ein Ziel:
Nach 257 Kilogramm CO2-Einsparung in 2012 (Platz 3) aber nur 77 Kilogramm CO2-Einsparung in 2013 (da stand ich als Kandidat im Bundestagswahlkampf), will ich dieses Jahr wieder auf mindestens 150 Kilogramm Einsparung kommen.

Was werde ich mit dieser Einsparung bei meiner persönlichen CO2-Bilanz kompensieren?
Ich könnte mir damit ca. 300 Stunden die Haare föhnen – das finde ich aber nicht sonderlich attraktiv. Wie wäre es zum Beispiel mit ca. 6.000 Stunden PC-Nutzung? Das ist vielleicht etwas viel für ein Jahr bis zum nächsten Stadtradeln in 2015.
Ich werde also 2.000 Stunden (1/3) zur CO2-Kompensation meiner Rechnernutzung verwenden, dann 1/3 für den Jahresverbrauch meines Kühlschranks und das letzte Drittel für die komplette Beleuchtung meiner Wohnung. Beim Stadtradeln 2015 werden dann wieder neue CO2-Einsparungen gesammelt.

Jürgen Menzel

Liken und teilen!

Rahmen hält immer noch….

Mein Bild der Woche vor dem Porsche Museum in Stuttgart:

Grüner Porsche

Die grüne Farbe passt doch irgendwie zu mir, oder?
Aber viel interessanter war noch Folgendes: Bitte Link folgen!
…wer hätte das gedacht, was Ferdinand Porsche schon 100 Jahre vor dem Pedelec-Zeitalter so zu Wege brachte. Alle Achtung. Diese Innovation wünschen wir Radler uns heute erst recht!

Aber jetzt zu meinem Wochenbericht:
Heute ist schon mein letzter Tag als Stadtradel-Star. Das ist der Tag, an dem ich 2012 meinen Rahmenbruch hatte. Da bin ich ja mal gespannt. Vorsichtiges Fahren ist heute also ganz besonders angesagt…obwohl nach den Regenschauern der letzten Tage schon längst alles wieder abgetrocknet ist und auch noch kein schmieriges Laub überall rumliegt.

Radwegeräumung! Das ist auch so ein Thema. Ihr verzeiht, dass ich jetzt von der Winterräumung anfange, obwohl jede/r auf den Sommer wartet.

Unsere Stadtverwaltung kündigte letztens an, punktuell sich über eine Radwegeräumung im Winter Gedanken machen zu wollen. Das ist prinzipiell löblich. Als Ganzjahres-Radler und grüner Gemeinderat muss ich aber sagen: Viel wichtiger wäre die Räumung der Radwege im Herbst, wenn das Laub fällt und sich mit Nässe zusammen, vor allem in Kurven zu einem schmierigen Brei vermengt. Der Herbst ist eine Jahreszeit, zu der noch viele Radler unterwegs sind. Bei Schneefall sind nur noch die Hartgesottenen von uns unterwegs. Die wissen mit Schnee und uns Eis unter dem Reifen umzugehen: Frisch gefallen stellt der Schnee nur ein geringes Problem dar. Festgefahren wird er zur Rutschpartie mit Armbruchgefahr. Da sollte tunlichst wenigstens abgewartet werden, bis auf den Fahrspuren der Autos wieder der Asphalt durchschaut, auf denen man Grip hat. Und wenn dann auf Radwegen nur teilweise geräumt wird, wäre das eine trügerische Sicherheit, wenn hinter der nächsten Kurve plötzlich wieder der fest gefahrene Schnee liegen würde.

Mein Fazit: Das Geld für die Winterräumung auf Radwegen ist besser für die Räumung von feuchtem Laub im Herbst und dem Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur angelegt.

Woche 2, Auszug aus meinem Fahrtenbuch:

So. 16.06.:
Nach dem Interkulturellen Frühstück, von dem ich zuletzt berichtete bin ich im Prinzip nur noch in Esslingen zum Bahnhof geradelt, dort mit dem Zug nach Bad Urach und dann die Alb hoch zu meiner Freundin geradelt.
Bewertung: Unspektakulär.
Obwohl: Die steilen Steigen auf die Schwäbische Alb hoch sind ganz schön knackig.

Mo. 17.06.:
…umso schneller geht’s am nächsten Morgen dann natürlich die Alb runter, in den Zug und auf nach Stuttgart.

Di. 18.06.:
Nur von Esslingen nach Stuttgart ins Geschäft geradelt. Das sind zwar immerhin 18 km, viel Kilometer kommen da aber für den Stadtradelstar nicht wirklich zusammen. Letztes Jahr bei meinem dritten Platz beim Stadtradel-Star bin ich deshalb öfters morgens um 6:30h direkt von der Uracher Alb nach Stuttgart geradelt (über 70 km). Ich war dann mesit so gegen 9:30h im Geschäft, was mal gerade für die Ausnahmesituation „Stadtradel-Star“ noch so ging…

Mi. 19.06.:
Nur in Esslingen mit dem Rad unterwegs gewesen.

Do. 20.06.:
Mit dem Rad nach Stuttgart.

Fr. 21.06.:
Heute hatte ich mir vom Geschäft frei genommen. Am Vormittag stand die Teilnahme an der Gesellschafterversammlung einer Verkehrsgesellschaft an, bei der ich als Gemeinderat als Gesellschaftervertreter teilgenommen habe. Dazu musste ich erst einmal aus dem Neckartal raus auf die Fildern hoch radeln, wo die Sitzung stattfand. Von dort kommt das gute „Filderkraut“, das u.a. im guten „Hengstenberg-Sauerkraut“ aus Esslingen verarbeitet ist.
Nach der Sitzung auf den Fildern 20 Minuten zum nächsten S-Bahn-Halt geradelt…auf nach Stuttgart zu einer Programm-Schulung in der Landesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen.
Anschließend schnell mit der S-Bahn nach Esslingen und zur Einweihungsfeier eines kleinen Biotops beim Altenpflegeheim Esslingen-Berkheim (Also wieder aus dem Neckartal raus nach oben), das die Naturfreunde Berkheim, anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens im Ehrenamt errichtet haben. Ganz tolle Sache!
Es war ein absolut heißer Tag. Deshalb war ich auch mit Radlerhose und Rad-Shirt unterwegs. Für die Termine hatte ich ein Handtuch dabei um mich vorher in den jeweiligen Sanitär-räumlichkeiten frisch zu machen und wenigstens ein gebügeltes weißes „ordentliches“ Hemd über die Radlerhose zu streifen. Bei DER Hitze war diese Kleiderordnung bei vielen akzeptiert, zumal das Gespräch auch oft aufs Stadtradeln und den Verzicht aufs Auto fiel.
Nach der Biotopeinweihung dann wieder ins Neckartal runter geradelt und auf der anderen Seite wieder aus dem Neckartal raus nach Esslingen Hohenkreuz, wo ich wohne.
Schnell unter die Dusche gesprungen und die Radlerkluft gegen Festbekleidung getauscht für den nächsten Termin und zwar: Ich war als Kreisrat bei der 40-Jahres-Feier des Landkreises Esslingen im Landratsamt. Wir hatten Besuchsgruppen aus Israel, aus Polen, dem Landkreis München Land und aus dem Landkreis Leipzig da.
Als ich etwa um 22 Uhr nach Hause radeln wollte, also wieder aus dem Neckartal raus, hat es angefangen zu stürmen, zu blitzen und zu donnern. Richtig wüster Regen. Anstatt mich mit meiner Festbekeidung in den Regen zu stützen habe ich mich zurück zu einem Glas Wein gesetzt. Habe dann mehr oder weniger als Letzter zusammen mit dem Landrat das fest gegen 23:00 Uhr verlassen, als es aufhört zu regenen.

Sa. 22.06.:
Heute war Stadtradler-Star-mäßig ein spannender Tag. Ich nahm im Rahmen der 40-Jahrfeier des Landkreises Esslingen den ganzen Tag mit unseren Besuchergruppen an einem eng getakteten Besuchsprogramm teil.
Problem: Die Gruppe war den ganzen Tag mit dem Reisebus im ganzen Landkreis bis nach Stuttgart unterwegs und ich durfte als Stadtradler-Star nicht mit, da ein Reisebus nach meiner Lesart kein öffentliches Verkehrsmittel ist, sondern streng genommen ein überdimensionierter Privat-PKW.
Die Programmpunkte:
–          Porschemuseum in Stuttgart
–          Mittagessen in der Beletage der Sektkellerei Kessler in Esslingen
–          Kellerführung in der Sektkellerei
–          Besuch Weingut Kusterer in den Steillagen des Esslinger Weinbaus
–          Abendessen auf dem Hohenneuffen auf der schwäbischen Alb
Zu Porsche bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Rad. Vor dem Porsche-Museum hatte ich mein Fahrrad „geparkt“. Man hat mich gleich mal des Feldes verwiesen.
Neben der großen Begeisterung beim Museumsbesuch vieler meiner Mitbesucher fand ich im Museum spannend, dass Ferdinand Porsche vor irgendwelchen KdW- oder Sportwägen ein Elektroauto gebaut hat. Hier mehr dazu. Heute wehrt sich Porsche wie alle deutschen Automobilhersteller gegen schärfere CO2-Werte und damit auch gegen mehr Innovation. Wer sich dieser Innovation verweigert, der gefährdet meiner Ansicht nach unseren Automobil-Standort und zehntausende Arbeitsplätze.
Die Besuche der Sektkellerei Kessler und des Weinguts Kusterer waren spannend (und lecker). Kessler ist die ältetse Sektkellerei Deutschlands. Das Weingut Kusterer ist vielfach bundesweit prämiert. Bestürzend waren die teilweise eingefallenen Weinbergmauern in den Steillagen.

Weinbergmauer 2Weinbergmauer 3Weinbergmauer 1

Hier geht langsam aber sicher ein Esslinger Kulturgut verloren. Wer baut die Mauern wieder auf? Zu teuer und unwirtschaftlich. Für die alten Wengerter war das früher kein Thema. Das musste eben gemacht werden, hing doch vom Weinbau die wirtschaftliche Existenz ab. Das sieht heute bei den jungen Nebenerwerbs-Wengertern anders aus. Man kann es ihnen nicht verübeln, dass der Aufbau der eingefallenen Mauern nicht oder kaum mehr für sie zu leisten ist. Unsereins erfreut sich des tollen Blickes, der von Anderen unter Schweiß notdürftig erhalten wird. Meine Meinung: Hier muss die Bevölkerung sensibilisiert werden aber es müssen auch öffentliche Gelder fließen. Für die Sensibilisierung der Bevölkerung und den Erhalt der einzigartigen, historischen Weinwerge in der Esslinger Steillage hat sich nun eigens ein Verein gegründet, bei dem man Mitglied werden kann.
Meinen Zug von Esslingen nach Nürtingen, um von dort zum Hohenneuffen auf die Alb hoch zu radeln, habe ich dann leider knapp verpasst. 55 Minuten warten hieß für mich, eine halbe Stunde zu spät beim Abendessen mit den Landkreisgästen einzutreffen.
Ich bin schwer verschwitzt oben angekommen. Das letzte Stück zur Burgruine hoch schätze ich auf über 20 Prozent Steigung. Nach gewohnter Methode, habe ich mich erst einmal frisch gemacht. Radfahrerkluft aus, Jeans an, Bügelhemd an, Lederschuhe an, Krawatte an, Jackett an….Guten Tag liebe Gäste!
Gegen 23:00 Uhr war nach dem Essen auch der förmliche Geschenkeaustausch der Delegationen untereinander und waren die Reden beendet und das Fest schloss.
Da ich schon einmal ober auf der Alb war, radelte ich noch die etwa 15 km „rüber“ zur Uracher Alb zu meiner Partnerin. Dumm nur, dass Ich besonders schlau sein und eine Abkürzung im Dunkeln fahren wollte. Die vermeintliche Abkürzung entpuppte sich als Umweg, weil sich ein Taleinschnitt vor mir auftat, den ich nicht bedacht hatte. Da ich nachts um 24:00 Uhr keine Lust mehr auf Höhenmeter hatte, bin ich also umgedreht und war dann glücklich etwa gegen 01:00 Uhr in der Nacht am Ziel.

Bis bald zum Bericht über die dritte Stadtradel-Star-Woche.

Radelgrüße aus Esslingen

Jürgen Menzel

Liken und teilen!

Erste Woche ging diesmal ohne Rahmenbruch über die Bühne

Woche 1:

Beim letztjährigen Stadtradel-Star hatte ich ja am zweitletzten Tag einen Rahmenbruch. Dieses Jahr ging mit dem Start (bisher) alles glatt weiter und ist im Grünen Bereich.

…aber ich bin viel zu spät dran mit meinem Wochenbericht. Tut mir leid. Ich hatte angekündigt zu berichten, wie das ohne Auto mit meinen vielen Wahlkampfterminen als Bundestagskandidat klappt.

Insgesamt klappt das bisher sehr gut, auch wenn es bei manchem Abendtermin in der Gemeinde „jwd“ keinen Bus mehr zurück nach Esslingen gibt. Das heißt, mir bleibt oftmals gar nichts anderes übrig, als nachts noch die Rückfahrt mit dem Fahrrad zu machen.

Da ich als Bundestagskandidat aber nur schwer mit dem typischen Radlerdress auf einem politischen Podium oder bei einem Jubiläumsfest erscheinen kann, reise ich bei Strecken mit mehr als 10 Kilometer meist mit vorzeigbarer Garderobe (Sacko, ordentliche Hose, schicke Schuhe mit Ledersohle, je nach Anlass auch mit Kravatte) mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, damit ich nicht – zumal bei der aktuellen Hitze – völlig verschwitzt bei der Veranstaltung ankomme. Ich will ja bei den Leute mit meinen grünen Themen (z.B. wie die Energie- oder Verkehrswende umsetzbar ist) Interesse wecken und sie nicht schon vor dem Gespräch „vertreiben“, weil ich nach dem Radeln etwas strenger rieche.

Wie transportiert man knitterfrei ein Sacko? Da habe ich einen Tipp von meinem Baubürgermeister übernommen, der dieses Jahr nicht als Stadtradel-Star teilnehmen kann. Das Sacko landet in einem Drahtgeflechtkorb am Lenker.Fahrradkorb

Das sieht zwar nicht sehr sportlich aus, erfüllt aber seinen Zweck. Business mäßig und adrett auf dem Rad ausgestattet mit schicken Schuhen anstatt Klickies geht ohnehin kein 25 km/h-Schnitt…

Was bislang nicht so klappt, ist, neben Wahlkampforganisation, vielen Terminen und Beruf, hier öfters Beiträge zu schreiben. Asche auf mein Haupt. Ich gelobe Besserung!

Ein Auszug aus meinem Fahrtenbuch:

Sa. 08.06.:
Startschuss Stadtradeln beim Esslinger Klimafest bei strahlendem Wetter lange Gespräche bei vielen Initiativen.
DSC_9074
Gleichzeitig fand noch in der Küferstraße das „Erdbeerfest“ statt. Habe zwei Schälchen Erdbeeren den ganzen Tag in meinem Lenker-Korb mitgeführt. Ein Schälchen war Wegzehrung von und nach Wendlingen. das zweite Schälchen war am Abend leider etwas matschig.

Nachmittag in Wendlingen beim Grünen Mitgliederentscheid gewesen. Die Energiewende ist beim parteiinternen Ranking bei uns ganz oben gelandet.
Abends noch in Plochingen beim 125-jährigen Jubiläum des Schwäbischen Albvereins gewesen und bei der anschließenden Hocketse auf dem Plochinger Rathausplatz.

So. 09.06.:
Bei einem Freund in der Nähe von Tübingen zum Geburtstag gewesen.

Mo. 10.06.:
Teilnahme an der Beerdigung von Sieghard Bender, einem tollen, immer agil gewesenen Menschen bei der IG Metall in Esslingen. Er ist sehr plötzlich gestorben. Es waren etwa 500 Trauergäste da. Anschließend nach Stuttgart in den Landtag ins „Gschäft“ geradelt.

Di. 11.06.:
Abends Grüne Gemeinderatsfraktion. Wir haben ein interessantes Treffen mit Vertretern des schwäbischen Albvereins gehabt, bei dem es um die Rettung des Alicensteges über den Neckar ging. Wir wollen als Grüne diesen Steg als Teil des Jacobweges und des Fernwanderweges Nr. 3 zwischen Wertheim und Lörrach erhalten.

Mi. 12.06.:
…um 7:30 Uhr habe ich mich schon mit einigen meiner Kreistagskollegen getroffen, um eine Ausschussitzung vorzubereiten. Um 10:00 Uhr dann endlich im „Gschäft“ radelnd angekommen…schnell unter die Dusche gesprungen.
Am Nachmittag habe ich einen Gemeinderatsausschusstermin, bei dem ein Konzept zum städtischen Verkehrsbetrieb vorgestellt wurde. Endlich! Ich habe schon in den Neunzigern als Stadtrat um mehr Wettbewerb im ÖPNV gestritten, anstatt an Großväterrechten festzuhalten bei der Vergabe von Verkehrsleistungen. Wenn der ÖPNV attraktiver werden soll, muss er bezahlbar bleiben, bzw. überhaupt erst einmal durch mehr Wettbewerb bezahlbar werden.
Am Abend habe ich mich noch mit meinem Wahlkampfteam getroffen, u.a. zur weiteren Vorbereitung unserer Veranstaltung: „Wandern und Grillen mit Gerlinde“. Mit „Gerlinde“ ist Gerlinde Kretschmann gemeint, die Frau unseres grünen Ministerpräsidenten.

Do. 13.06.:
Im Stuttgarter Landtag Ausschussvorbereitung, Nachmittag Kreistagsausschuss. Ich rede zum Energiebericht der Landkreisliegenschaften. Anschließend Kreistagsfraktionsitzung und zu einer Veranstaltung in Esslingen zum Flächennutzuungsplan.

Fr. 14.06.:
Urlaub…da ich um 11:00 Uhr in Wendlingen mit einigen Tageszeitungen ein Pressegespräch zum Wahlkampfauftakt „100 Tage vor der Wahl“ habe.
Um 14:00 Uhr ein Gespräch mit grünen Kollegen bei der Stadt Esslingen zur möglichen Windkraft auf dem Schurwald um sich bei den naturschutzrechtlichen und immissionsschutzrechtlichen Abwägungen noch mehr Informationen einzuholen. Auf dem Schurwald in meinem Wahlkreis wird der Ausbau der Windkraft recht kontrovers diskutiert, obwohl es erst in die Phase der Windmessungen geht…also noch niemand sagen kann, wie viel Wind gibt es dort tatsächlich.
Am Abend hatte ich eine Podiumsteilnahme zur Altenpflege- und Rentenpolitik in Ostfildern.

Sa. 15.06.:
Anstatt in einer Halle beim Landesausschuss der Grünen zu sitzen, habe ich beim Pacemaker-Radeln mitgemacht, beim Radeln zur kompletten Abschaffung der Atomwaffen. Schirmherrschaft durch viele Bürgermeister in meinem Wahlkreis. Die Tour begann in Kirchheim, ging über Ebersbach a.F., Plochingen, Esslingen, Nürtingen zurück nach Kirchheim.
Pacemaker

So. 16.06.:
Wir waren als Grüne, bzw. als Grüne mit türkischem Migrationshintergrund Mitveranstalter des Interkulturellen Frühstücks in Kulturzentrum „Dieselstraße“ in Esslingen. Viele interessante aber auch bestürzende Gespräche zur aktuellen Situation in der Türkei und auf dem Taksim-Platz geführt.
988660_474063922669422_1102616745_n1

….So, das war die erste Woche. Dass ich ungefähr die Hälfte der Strecken meines Wegs zur Arbeit zwischen Esslingen und dem Stuttgarter Landtag als parlamentarischer Berater für Energie und Umwelt in der grünen Landtagsfraktion zurücklege, habe ich oben in meinem Radelkalender nicht explizit jedes mal aufgeführt.

Ich wünsche Gutes Radeln bis zu meinem nächsten Bericht.

Gruß Jürgen Menzel

 

Mein Statement als STADTRADLER-STAR 2013:

BildIch mache beim Stadtradeln mit, weil mir die Aktion riesigen Spaß macht. Die Herausforderung der Kategorie „Stadtradel-Star“ ist für mich als Ausgleich zu meiner Berufstätigkeit genau das richtige „Fitnessprogramm“.
Als ich letztes Jahr für Esslingen beim „Stadtradel-Star“ startete, hat mich richtig der Ehrgeiz gepackt. So toll für mich die Bestätigung meiner persönlichen Kilometer-Leistung war, muss ich trotzdem sagen: „Das war neben meiner vollen Berufstätigkeit und meinen Ehrenämtern ein ganz schöner Zeitfresser.“
Nach einem Rahmenbruch an meinem geliebten Stahlrohr-Rennrad am vorletzten Tag des Stadtradelns Ende September war bei mir dann leider der Dampf raus, und im Oktober gab es einen frühen Wintereinbruch. Nicht, dass ich gar kein Rad mehr gefahren wäre – aber, der diesmal lange, lange Winter ließ mich doch etwas faul werden Ich muss zugeben, dass ich neben den öffentlichen Verkehrsmitteln immer gerne auch mal zwischendurch auch auf das das eigene Auto zurück gegriffen habe.
Als Esslingerin und Esslinger haben Sie vielleicht gehört oder gelesen, dass ich als Energie-Fachmann bei der diesjährigen Bundestagswahl als Kandidat für Bündnis 90/Die Grünen antrete – getreu dem Motto „mit viel Energie nach Berlin“.
Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich aufgrund meiner beruflichen Auslastung und der schon vielen Wahlkreistermine im ganzen Wahlkreis diesmal weit hinter meinem letztjährigen Ergebnis von in drei Wochen erfahrenen 1.785 Fahrrad-Kilometern zurückbleiben werde.
Deshalb habe ich zunächst gezögert, wieder als Stadtradel-Star für Esslingen anzutreten.. Infostand in Esslingen, Bürgergespräche in Aichwald, Altbach oder Deizisau, Ortsverbandstreffen in Baltmannsweiler, Reichenbach, Lichtenwald und Hochdorf, Bürgermeisterbesuche in Hochdorf, Köngen oder Wernau, Festakt in Wendlingen, Energieberatung in Neuhausen, politische Veranstaltungen in Denkendorf, Neuhausen, Ostfildern oder Plochingen – ich habe mich trotzdem entschlossen, die Herausforderung anzunehmen und drei Wochen lang meine vielen Termine im Wahlkreis Esslingen ohne Auto nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit noch mehr Fahrrad wahr zu nehmen.
Eine besondere Herausforderung wird für mich dabei sein, bei meinen Wahlkampfterminen trotzdem immer die richtige Garderobe zu treffen und nicht verschwitzt und abgehetzt anzukommen. Sie dürfen mir also gutes Wetter wünschen ….und ich werde dann in meinen Beiträgen über meine Eindrücke und Erfahrungen berichten.

Liken und teilen!

Nächster Rahmenbruch bei den Esslinger Stadtradel-Stars

Gestern habe ich noch den Rahmenbruch von Hans Nawratil, dem aktuell Führenden bei der Stadtradel-Star-Liste aus Esslingen kommentiert – heute ereilte mich das gleiche Pech als zweiten Esslinger Radler.
Heute waren 90 Kilometer geplant, um Platz Drei zu erklimmen, dann hat es nach 10 Kilometern erst einmal im Lenkrohr „Knack“ gemacht und ich durfte auf die S-Bahn umsteigen, um zur Arbeit nach Stuttgart zu kommen.

Es handelt sich bei dem Rahmenbruch zwar um kein neues Rad, aber um mein geliebtes 21-Jahre altes Manufaktur-Rennrad. 🙁

Bei meiner Partnerin auf der Schwäbischen Alb habe ich noch mein Alltagsrad stehen, das ich mir dann heute Abend holen werde.
Anstatt heute Abend wie geplant die Alb zu erklimmen, geht es dann also mit dem Bus hoch und morgen zum Trost bergab…

My Great Web page

Liken und teilen!

Stadtradlerwoche 1 + 2

Nach dem freizeitmäßigen Beginn am ersten Stadtradel-Star-Wochenende wurden die Stadtradel-Star-Schwierigkeiten in Woche eins dann doch ganz hautnah:
Ich war als Mitarbeiter auf einer dreitägigen Klausur der grünen Landtagsfraktion BaWü in Donaueschingen.
Zwar hätte ich von Esslingen aus bequem mit dem Zug nach Donaueschingen fahren können, aber Kilometer sammeln hat mich dann schon auch gereizt. So bin ich also hingeradelt…am Montag nach einem frühen Arbeitsende (14:00h) also ab Stuttgart aus dem Talkessel raus mit der S-Bahn bis Böblingen (weil ich die Radverbindungen in Stuttgart nicht kenne und ich mir den Verkehr auf den Hauptverkehrstrassen nicht zumuten wollte), mit Unterwegsübernachtung bei einer alten Freundin 30 Kilometer vor Donaueschingen…zurück dann den direkten Weg über die Schwäbische Alb bis nach Bad Urach zu meiner Partnerin. Ich bin beide Male erst im Dunkeln angekommen, was ich vor allem auf dem Hinweg wegen dem unbekannten Terrain eigentlich vermeiden wollte.
Am Mittwoch, dem zweiten Klausurtag, hat dann regnerisches und kaltes Wetter zugeschlagen. Ich hatte am Nachmittag mit einigen Abgeordneten einen Firmenbesuch 35 Kilometer in östlicher Richtung in der Nähe von Tuttlingen – ärgerlich, dass es noch am Abend ein geselliges Beisammensein 35 Kilometer westlich von Donaueschingen oberhalb von Furtwangen in einer Schwarzwaldhütte gab – also in genau entgegengesetzter Richtung. Eigentlich waren 140 Radelkilometer geplant. Daraus wurde nichts. Ich habe teilweise den Zug mit eingebaut, u.a. am Abend von Tuttlingen über Donaueschingen, Villingen nach Triberg. Von dort dann mit regennassen Schuhen und entsprechend kalten Füßen (in Tuttlingen auf dem Weg zum Bahnhof hatte mich Starkregen überfallen) noch etwa 20 Kilometer zu meiner Gruppe. Für die Nacht habe ich mich dann in der Schwarzwaldhütte einquartiert und bin erst am nächsten Morgen wieder zur Tagung nach Donaueschingen geradelt.

Donaueschingen hatte den Effekt, dass sich Radfahr-Enfernungen für mich wieder relativiert haben. So fahre ich inzwischen die Strecke von und zu meiner Partnerin (55 km) komplett mit dem Rad, auch von der Arbeit in Stuttgart aus (70 km). Die anfängliche Befürchtung, mich wegen der schlechten ÖPNV-Anbindung auf die Schwäbische Alb hoch nicht mehr vom Bahnhof abholen lassen zu können ist kein Problem geworden – alles Gewöhnung.

Das Einkaufen mit Fahrrad funktioniert sehr gut – kenne ich aber auch aus meinem üblichen Alltag. Hinzugekommen ist allerdings das Einkaufen sperriger Gegenstände wie Getränkekisten, Klopapier, Dosenfutter für meine Katze. Auch das letzte Woche noch verschobene Einkaufen von zwei Eimern Dispersionsfarbe (ich berichtete bei meinem ersten Blog) hat mit dem Hänger gut funktioniert. Ich hatte die Befürchtung, dass mir die zwei Eimer (und ein paar Zusatzartikel aus dem Baumarkt) im Hänger aus dem Neckartal nach oben auf die Höhe hinter die Burg, wo ich wohne, zu schwer würde. War aber nicht der Fall. Habe die Strecke mit dem geringsten Anstieg übers Krankenhaus gewählt und so ging es prima.

Unsere Esslinger Teilnahme am Stadtradeln Mitte bis Ende September halte ich aber inzwischen für „Stadtradel-Stars“ als gänzlich ungeeignet.

Erstens wird es viel zu früh dunkel.
Wenn man während der Zeit voll berufstätig ist, fehlt am Ende des Tages einfach die Zeit (und das Tageslicht), um ordentlich Kilometer zusammen radeln zu können. Es beginnt inzwischen schon um 19:30 Uhr dunkel zu werden. „Mal“ im Dunkeln zu radeln ist OK, aber auf die Dauer ist das einfach zu gefährlich und macht wenig Spass. Wie im Juni nach dem Job einfach mal noch Hundert Kilometer zusammen zu radeln geht im September leider nicht mehr. Im September neben dem Beruf Kilometer zu machen und seinen Alltag bestreiten zu müssen ist nicht so einfach. Dann auch noch Stadtradel-Star-Postings ins Internet zu setzen geht fast gar nicht. Es fehlt eigentlich komplett die Zeit dazu.

Zweiter Grund, der gegen das Stadtradeln im September spricht:
Ich habe kein Problem damit, wenn es beim Radeln auch mal regnet. Im September wird es mit Regen aber auch schon mal empfindlich kalt. Strecke zu machen wird da schon schwierig, wenn man auch noch darauf achten muss, dabei nicht krank zu werden.

My Great Web page

Liken und teilen!