Über Rolf Fliß

STADTRADLER-STAR 2013 und 3. Bürgermeister in Essen

Schlussbetrachtungen vom radelnden Bürgermeister

In der hektischen Phase vor der Ratssitzung das schöne Sommerwetter kaum genutzt. Statt dessen die wenigen Stunden an frischer Luft mit Vogelgezwitscher und tollen Düften genossen. Wenigstens das!

Teile so manche Auffassung des Alltagsradler und WAZ-Redakteurs Martin Spletter, wenn er so seine „Kampferfahrungen“ mit Auto-Fundamentalisten beschreibt.  Nicht ganz so krass erlebe auch ich, dass die Rücksichtslosigkeit allgemein auf der Straße zugenommen hat.

  • Mülltonnen auf dem Radweg der Rü – kein Problem –
  • Hundeleinen von telefonierenden Hundehaltern quer über den Radwege der Steeler Straße – kein Thema –
  • Tiefe, meterlange und 2 – 3 cm breite Risse im Asphalt (Hbf-Südseite/Freiheit) – wo ist das Problem ?
  • Mal eben den Radweg zuparken, um am Sparkassenautomaten Geld zu ziehen -keine Sorge, ich kann ja in den fließenden Verkehr ausweichen
  • Glasscherben neben dem Altglascontainern  – wieso hast Du keinen unplattbaren Mantel auf der Felge ?

Ihr merkt, manchmal kommt man nur mit Sarkasmus weiter ……und was am allerschlimmsten ist, ich kann beim Nachtradeln nicht dabei sein!! Aber was soll’s? Nächstes Jahr werden noch mehr Radler/Innen mitfahren und noch mehr CO² einsparen, weil sie wissen, dass es Spass macht, Rad zu fahren und umweltfreundlich ist und Platz spart und auch noch gesund ist

Danke an Simone Raskob und Ihr Umweltamt-Team

und mit kräftigem Pedal- und Rahmenbruch verbleibe ich

Ihr/Euer radelnder Bürgermeister

Rolf Fliß

gefahrene Kilometer vom 15. – 18. 07.2013:   56 km

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Endspurt des radelnden Bürgermeister …

12.07.2013 Den Urlaub und die letzte Ratssitzung fest im Blick, macht es bei dem herrlichen Wetter um so mehr Spaß, kräftig in die Pedale zu treten. Wenngleich man doch häufig von dem ein oder anderen netten Bekannten oder Bürger zu einem kleinen Quätschken ausgebremst wird. Besonders schön war aber heute die historische Straßenbahnmitfahrt im Oldtimer-Wagen 705 der verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft der EVAG. Natürlich gab es nur ein Thema: die Zukunft der Schiene bei der MVG in Mülheim/Ruhr.

Tageskilometer:  14 km

 

13.07.2013 Heute mit Reinhard Wiesemann, dem Unperfekthaus-Erfinder in seinem Ableger-Café (Cafè Konsumreform) auf der Viehofer Straße eine RESPEKT-Tafel feierlich enthüllt, die zu Toleranz, Weltoffenheit mahnt und darüber hinaus fortwährend daran erinnern soll, wie wir ohne Rassismus, aber mit viel Zivilcourage, extremistischen Gefahren von rechts und links frühzeitig tatkräftig begegnen wollen! Meinungs- und Pressefreiheit  sind ein hohes Gut, das wir mit Argusaugen vor etwaigen Angriffen verteidigen müssen. Bei einem weiteren Termin, beim Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr am Brakeler Wald in Heidhausen, Sponsoren-Trikots an die Jugendfeuerwehr feierlich übergeben. Brandschutz-Früherziehung und Mitgliedergewinnung für das so wichtige Ehrenamt in einer freiwilligen Feuerwehr kann gar nicht früh genug beginnen. An der Stelle die Frage an den Leser: ob er oder sie auch in der eigenen Wohnung ausreichend Rauchmelder zum eigenen Schutz montiert hat. Denn Rauchmelder retten Leben. Dazwischen immer wieder Blickachsen auf die Ruhr und auf den Baldeneysee genossen.

Tageskilometer:   25 km

 

14.07.2013 Mittags zum Kur-vor-Ort Sommerfest in die Gruga geradelt und gemeinsam mit der Umweltdezernentin Frau Raskob und der Marketing-Geschäftsführerin Janine Flocke Mitgliederwerbung für den neuen Grugapark-Stiftungsverein auf der herrlichen Sonnenterrasse betrieben. Im direkten Anschluss daran mit dem Fahrradbeauftragen Christian Wagener und dem Stadtdechanten der kath. Kirche, Dr. Cleve, zur Atempause-Radtour quer durch den Essener Westen gestartet. Neben verkehrspolitischen Themen, wie der Öffnung der Einbahnstraßen in Gegenrichtung (242 sind schon geöffnet), haben wir uns auch mit alten Mühlen-Gebäuden entlang der Strecke historisch auseinandergesetzt. Großartig geworden ist das neue Kreuzungsbauwerk der Grugabahn-Trasse Höhe Mündung Hesselbach in den Borbecker Mühlenbach. Gleich drei neue Brücken bieten dem Radfahrer neue Aussichten bzw. neue Verkehrsmöglichkeiten u.a. erstmalig über den Borbecker Mühlenbach nach Holsterhausen. Und so ein mäandrierender, also sich natürlich schlängelnder Bachlauf, riecht und sieht doch gleich anders aus, als die stinkende gradlinig verlaufende gute alte „Köttelbecke“. Auf wunderbaren Schleichwegen ging es nach Borbeck, wobei zwei Ereignisse besondere Erwähnung finden müssen:

1.) Letzte Woche begannen an der Stadtgrenze nach Mülheim der Grugabahntrasse in Höhe Frohnhauser Weg die langersehnten Baggerarbeiten für ein kreuzungsfreie Verbindungskurve an den Radschnellweg an der rheinischen Bahntrasse. Damit hat Umweltminister Johannes Remmel Wort gehalten und weitere Mittel für den Ausbau alter Bahntrassen zu Radwegen, bereit gestellt (aus dem sog. Ökologie-Programm: Emscher-Lippe). Auch der Weiterbau nach Mülheim-Hauptbahnhof ist gesichert.

2.) Eine Premiere wartete an der Ecke rheinische Bahntrasse, Abzweig Borbeck auf uns 40 Radler, denn in Absprache mit dem RVR befuhren wir als Gruppe erstmalig den noch nicht ganz fertiggestellten nagelneuen Radweg von Altendorf zum Bahnhof Borbeck mit Ausnahmegenehmigung. Eine wunderbare und gelungene Premiere.  Ein ökologischer und einfühlsamer kleiner Gottesdienst erwartete uns in St. Dionysius Borbeck durch Stadtdechant Dr. Cleve. Dort erhielten wir auch unseren Reisesegen. Jetzt kann also nichts mehr passieren …….

Tageskilometer:  35 km

 

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.. und er radelt immer noch (der Bürgermeister)

09.07.13 bei wunderbarem Biergartenwetter ging es heute in den Aufsichtsrat der Essener Verkehrs AG und zur Verabschiedung des wunderbaren radelnden Schulleiters der Erich-Kästner-Gsamtschule, Leo van Treeck, der nicht nur bei meiner letzten Baustellenradtour wieder einmal dabei war, sondern auch sonst im Alltag mit dem Rad auch auf längeren Strecken unterwegs ist und mich immer wieder begeistert, mit seinem schier unerschöpflichen Rezitatenschatz.

Tageskilometer:   25 km

 

10.07.13  Heute endlich mal bei Biergarten-Wetter wenigstens für knapp 2 Stunden in den schönsten Biergarten Essens, dem Wassergarten im Grugapark, eingekehrt. Im Schatten der Fontäne und sich zwei käbbelnder Pelikane, das Bierchen in Ruhe genossen. Wer noch weitere schöne Biergärten sucht, dem sei der Biergartentour-Flyer von Grün und Gruga empfohlen, der unter anderem in der Touristikzentrale im Handelshof erhältlich ist. Meine Lieblingsbiergärten sind übrigens die Rote Mühle, der Hülsmannshof ,das Restaurant Thetis sowie die Kluse und der Christinenpark in Rüttenscheid. Abends zur Mitgliederversammlung in die Grüne Parteizentrale der Innenstadt geradelt, um dort bei nur einer Gegenstimme den Start eines Bürgerbegehrens in Sache „Messeertüchtigung“ zu beschließen. U.a. weil wir fürchten, dass ohne ausreichenden Kostenpuffer, die Kosten davonlaufen und bei einer Vollfinanzierung aus dem städtischen Haushalt nicht mehr genügend Geld für andere wichtige Unterhaltungsmaßnahmen, wie im Schulgebäude- und Straßenbau- sowie Radwege-Bereich, durch Ausschöpfung der Netto-Kreditrate zur Verfügung stehen.

Tageskilometer:   19 km

 

11.07.13  Bin heute zwischen Rathaus, Rüttenscheid und Innenstadt diverse Male hin- und hergependelt und genieße das von der GFE an der Wittenbergstraße reparierte und instandgesetzte Fahrrad. Es läuft wieder wie neu. Abends bei „Essen kontrovers“, einer NRZ-Veranstaltung in der Volkshochschule, auf dem Podium gesessen, um wieder einmal zum Thema „Messeertüchtigung“ und „Messefinanzierung“ Position zu beziehen.

Tageskilometer:   15 km

12.07.13  Auch wenn ich heute wegen eines Termines in Köln und einer historischen Straßenbahnrundfahrt nicht so viel im Sattel sitzen werde, möchte ich die geneigten Leser auf zwei interessante Termine am Wochenende aufmerksam machen:

So findet am 13. Juli 2013 auf dem Kennedyplatz der „Aktionstag Mobiliät“ der Essener Umwelt- und Verkehrsinitiativen mit dem Umweltamt der Stadt Essen von 11.00 bis 18.00 Uhr statt. Und Sonntag, am 14. Juli 2013 lade ich gemeinsam mit der katholischen und evangelischen Kirche zur Atempause-Radtour, Start: 15.00 Uhr Willy-Brandt-Platz, ein! Die Teilnahme ist kostenlos. Und wer unterwegs bei seinen Touren Mängel im Essener Radwegenetz entdeckt, darf den städtischen Fahrradbeauftragten, Christian Wagener anrufen und die Mängel, zwecks Mängel-Beseitigung durchgeben  unter Telefon: 88-61240.

Und nun verbleibe ich mit den besten Wünschen für ein schönes Wochenende mit kräftigem Pedal- und Rahmenbruch

Euer Rolf Fliß

 

 

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Neues vom radelnden Bürgermeister

05. Juli 2013 Morgens nach Rücksprache mit dem Umweltamt in der RWE-Konzernzentrale mein Pedelec, dessen Bremsen nicht funktionierten, gegen ein neues Pedelec ausgetauscht. Das neue darf ich jetzt sogar 14 Tage am Stück benutzen und damit hat die Durchtauscherei der Fahrräder hoffentlich ein Ende. Großartig ist, dass ich trotz Sommerwetters nunmehr meine Bürgermeister-Termine im Jacket wahrnehmen kann, ohne das der ein oder andere von einem Schwitzflecken unter der Achsel abgeschreckt wird. Damit ist das Elektro-Fahrrad eine echte Alternative zum Auto im Stadtverkehr, bis mindestens 10 km. Jetzt muss nur noch dafür gesorgt werden, dass 100%iger Strom den Akku des Elektro-Fahrrades politisch korrekt neu lädt. Auf der Rückfahrt vom Rathaus habe ich einen Abstecher über die Ruhrallee gemacht, weil sich Bürger bei mir darüber beschwert haben, dass an den neu gestalteten Busbuchten an der Ruhrallee die Rotmarkierung des vorbeiführenden Radfahrstreifens beim Umbau verschwunden sei. Beim Ortstermin konnte ich feststellen, dass dem tatsächlich so ist und habe das Amt für Straßen und Verkehr unverzüglich um einen kurzen Sachstand gebeten. Auf dem Rückweg abends von einer Geburtstagsfeier in Rellinghausen beschwerten sich Fußgänger auf der Grugabahn-Trasse über meinen grellen Frontscheinwerfer. Welch Luxusproblem, dass ab sofort nicht nur Autofahrer Fußgänger blenden, sondern auch Fahrradfahrer. Doch ich nehme diesen Hinweis sehr ernst und habe den Lichtkegel verkürzt, so dass ich ab sofort keine Fußgänger mehr blenden kann.

Tageskilometer:   33 km

 

06. Juli 2013 heute mit dem Fahrrad zur Zeugnisausgabe des Sohnes zum Grashofgymnasium, zum Einkaufen durch Rüttenscheid und Stadtwald und abends zu einer Veranstaltung erst ins Aaltotheater, dann in den Gebrandenhof mit schöner Außengastronomie geradelt. Habe heute einfach nur das schöne Wetter genossen und mich richtig darüber gefreut, nicht im Auto sitzen zu müssen.

Tageskilometer:   21 km

 

07. Juli 2013 Von  Rüttenscheid aus zum Allee-Center Altenessen aufgebrochen. Da um 10.00 Uhr von dort die traditionelle Radtour de Natur, eine vom ADFC Gelsenkirchen geführte Radexkursion abseits der Hauptverkehrsstraßen startet. Nach einer kurzen Begrüßungsrede meinerseits ging es über alte Bahntrassen am Mechtenberg und der Himmelstreppe vorbei nach Gelsenkirchen, wo in der Nähe der Zoom-Erlebniswelt ein Pausen-Snack auf uns 309 Radler wartete. Am Rhein-Herne Kanal entlang, ging es über schöne, grüne und schattige Wege zurück zum Karlsplatz nach Altenessen. Wo viele von uns sich über ein erfrischendes Cola oder Pils-Getränk freuten, wobei ich die „Kleine Persönlichkeit“ von Stauder vorzog. Bei der anschließenden Lotterie hatte ich leider keiner Losglück, was aber nicht so schlimm war, weil ich mich als „Nicht-Fischesser“ über einen Nordsee-Gutschein nicht sonderlich gefreut hätte. Zurück ging es über Nebenstraße und die wunderbare „Naturroute“ von Grün und Gruga nach Rellinghausen, wo Parteifreunde mich mit einem leckeren Stück Kuchen im Schrebergarten bereits erwarteten. Was unterwegs auffiel ?  Dass wir in Essen nicht nur viel Grün und Waldflächen, sondern auch über ein umfangreiches beradelbares Wegenetz abseits der Hauptverkehrsstraßen haben, doch die Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrstraßen lassen nach wie vor, sehr zu wünschen übrig. Im Zuge der Teilnahme am Modelvorhaben „Fahrradfreundliche Stadt“ sollten Fahrradverbände und Stadt Essen noch mehr versuchen, was für den Alltags-Radler zu tun. Die Fahrradhochburg Kopenhagen mit knapp 45 % Alltags-Radverkehrs-Anteil macht auf eindrucksvolle Weise vor, wie es gehen könnte. Hoffen wir, dass Oberbürgermeister Reinhard Paß und Umwelt- und Baudezernentin Simone Raskob von ihrer Kopenhagen-Reise mit vielen guten und umsetzbaren Anregungen voller Tat- und Schaffenskraft nach Essen zurückgekommen sind !

Tageskilometer:   78 km

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08. Juli 2013 Endlich ist mein lila Drahtesel generalüberholt aus der Werkstatt zurück, so dass ich auch wieder Pedelec-frei radeln kann. Ich habe mir sogar zwei neue unplattbare Schwalbe-Marathon-Mäntel gegönnt! Werde gleich zum Ortstermin mit dem Landesbetrieb Straße NRW, Vertretern von Grün und Gruga sowie weiteren Mitgliedern des Umweltausschusses zur Besichtigung der A 52- Autobahn-Böschungen nach Haarzopf radeln, um zu prüfen, ob die umfangreichen Baumfällungen vom Frühjahr fachgerecht durchgeführt worden sind und ob sie überhaupt in diesem Umfang nötig waren. Ich meine nachwie vor nein und werde weiterhin um den Erhalt eines jeden gesunden Baumes kämpfen!

Tageskilometer:  17 km

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Erfahrungen des „radelnden Bürgermeister“

29.06.13 Heute sollte eigentlich für mich das „Stadtradeln“ mit feierlicher Autoschlüssel-Weggabe beginnen, doch eine unangenehme, hartnäckige Bronchitis zwingt mich dazu, kürzer zu treten. Deswegen heute nur 6 km mit dem Fahrrad.

30.06.13 Um halb elf Zuhause mit dem Fahrrad aufgebrochen, um mit Simone Raskob, der Essener Umwelt- und Baudezernentin, zur traditionellen Baustellen-Radtour am Willi-Brandt-Platz zu starten. Über 100 Mitradler finden sich ein, um attraktive Baustellen im Essener Osten anzusteuern. Über die Baustellen in der nördlichen Innenstadt mit Allbau-Kreuzeskirchviertel und Universitäts-Park geht es auf die wunderschöne Terrasse des Sheraton-Hotels am Stadtgarten, wo uns der Generalmanager des Hauses, Herr Roland Ohlberger, mit Gemüsecocktails und frischen Obstspießen bereits erwartet. Überrascht erfahren wir von 55.000 neuen Hotelgästen, die seit nunmehr 2 Jahren die Dachterrasse bevölkern. Gemeint sind 2 neue Bienenvölker, die für die Hotelgäste frischen Stadtgarten-Honig produzieren. Weiter ging es abseits der Hauptverkehrsstraßen zum wahrscheinlich größten Integrations-Hotels Deutschland, dem Hotel Franz an der Steeler Straße, deren charmante Hoteldirektorin uns einen tollen Einblick in ihr nagelneues Refugium gewährte. Über die Naturroute ging es durch das Siepental, das Naturschutzgebiet Heisinger Aue, zum Zentrum von Kupferdreh, dessen Innenstadtbereich in den nächsten Jahren einmal mehr komplett umgekrempelt wird. So entsteht neben einem zentralen Omnibus-Bahnhof der neue Lokschuppen der Hespertalbahn und der Deilbach wird auf einem langen Stück komplett renaturiert. Sponsorpartner BARMER empfing uns abgekämpften Radler mit frischem Obst, Traubenzucker und kühlen Getränken. Und wer wollte, konnte mit dem historischen Museumszug der Hespertalbahn entlang der malerischen Kulisse des Baldeney-Sees gen Haus Scheppen tuckern. Von dort radelte ich mit Roland Ohlberger weiter nach Werden, wo sich am Baldeney-Wehr unsere Wege trennten.

Fazit:  Eine wunderschöne Tour bei hervorragendem Wetter, allerdings die Stimme bei zu viel Erklärungen nahezu verloren. Dank der Johanniter und dem Planet of Bike-Team gab es weder ernsthafte Verletzungen bei Mensch und Roll-Material.

Tageskilometer:  48 km

Altendorf

01. Juli 2013 Auto in die Werkstatt gebracht, Stadtradeln ist dazu eine hervorragende Gelegenheit, mit dem huckepack mitgeführten Fahrrad zurück nach Hause geradelt, um nach kurzem Zwischenstopp zur GRÜNEN Fraktionssitzung Richtung Triple Z aufzubrechen. Doch Oweh, das Hinterrad hat einen Platten. Daher mit dem vom Umweltamt angebotenem Pedelec ab Rathaus aufgebrochen. Und es ist, als wenn ein Engel schiebt! Überraschend die Drehzahlbegrenzung bei Tempo 30! Offenkundig ist der Hersteller um meine Gesundheit ernsthaft besorgt. Aber einmal mehr wird klar, so ein umweltfreundliches Pedelc, sofern es mit Solarstrom geladen wird, ist auch in topografisch schwierigen Regionen eine ernstzunehmende schnelle Alternative zum Auto. Ich bin ganz begeistert.

Tageskilometer 32 km

02. Juli 2013  Habe heute das Fahrrad nur für Kurierfahrten zwischen verschiedenen Terminen benutzt. Und wenn es gerade mal nicht regnet, macht es einfach nur Freude. Abends gab es eine interessante Veranstaltung der Grünen Ratsfraktion zum  Thema „energieeffiziente Stadtquartiere“ in der nördlichen Innenstadt u.a. mit unserer Grünen Bundestagsabgeordneten Bettina Herlitzius.

Tageskilometer:  22 km

 

03. Juli 2013 Morgens mit dem ÖPNV in Bedburg-Hau am Niederrhein gewesen. Nachmittags schon wieder fest im Sattel im Aufgaben-Dreieck Rathaus/Grüner Kreisverband/Rüttenscheid. Beim Stammtisch erste Überlegungen angestellt, zum Bundestagswahlkampf am 22. September.

Tageskilometer:   14 km

 

04. Juli 2013 Über die Rüttenscheider Straße im Slalom um Mülltonnen, Außengastronomie und Hundeleinen Richtung Rathaus gedüst, um das hervorragende Pedelec von RWE gegen eines minderer Qualität einzutauschen. Warum ich das so zynisch formuliere ? Denn kurz nachdem ich einer vietnamesischen Delegation im Haus des Essener Handwerks von diesem schnellen Pedelec erzählt und berichtet hatte, erlitt ich mit diesem Fahrrad im wahrsten Sinne des Wortes „Schiffbruch“ und durfte zur Freude so mancher Autofahrer das Fahrrad in sengender Hitze zum Rathaus zurückschieben. Offenkundig war die Antriebstechnik meiner strammen Antriebsgeschwindigkeit nicht gewachsen, so dass sich die Pedale durchtreten ließen, ohne dabei eine Art der Fortbewegung erzielen zu können. Die rührige und fleißige Mitarbeiterin des Umweltamtes, Frau Ute Zeise, durfte daher in kürzester Zeit für mich ein Ersatzfahrrad organisieren. Und nun bin ich gespannt, wie dieses gleich auf dem Wege zum Bürgerforum in Sachen „Messeertüchtigung“ funktionieren wird.

Tageskilometer bisher:   18 km

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Drei Wochen autofrei – das Finale mit Schlussbetrachtung!

Der letzte autofreie Tag begann mit einer Einkaufstour mit dem Rad zum Rüttenscheider Markt, ihr folgte ein GRÜNER Infostand am Stern, den ich deswegen erwähne, weil dieser Stand ein umgebauter Mopedanhänger ist, den man prima – trotz hohen Eigengewichts – mit dem Fahrrad ziehen kann. Nur bergab sollte man aufpassen, dass einen der Anhänger nicht überholt. Nach einem Abstecher nach Holsterhausen ging es zur 125-Jahr-Feier des Sportvereins Eintracht Frohnhausen in die Orangerie. Von dort musste ich kräftig in die Pedale treten, um mit Mühen so gerade noch die „Nachtradlertruppe“ in Höhe Frillendorfer Platz zu sichten und einzuholen, was wegen der hohen Reisegeschwindigkeit der Nachtradler (rote Ampeln durften wegen der Polizeibegleitung missachtet werden) gar nicht so einfach war. Auch wenn ich mich geärgert hatte, die WDR-Live-Schaltung verpasst zu haben (der Bürgermeister-Termin in der Orangerie war eben vorrangig), hatte ich dann doch wenigstens die Möglichkeit im Nachtschatten der Zeche Zollverein per Megaphon die MitradlerInnen herzlich zu begrüßen und die aktuelle Modal-Split-Untersuchung für die Stadt zu erläutern. Schön, dass sich der ÖPNV-Anteil von 12% auf 19% deutlich steigern konnte. Schade aber, dass der Radverkehrsanteil nur mäßig von 3% auf 5% stieg. Umso wichtiger ist es nun, den Fahrradbeauftragten im Zuge der Haushaltsberatung nicht einzusparen. Denn nur mit guter begleitender Öffentlichkeitsarbeit ist es möglich, die Verlängerung in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Stadt NW (AGFS) über 2014 hinaus im Verkehrsministerium NRW und in der Bereisungskommission/Jury der AGFS zu erreichen.
Von den dicken „Wermutstropfen“ einmal abgesehen, waren die drei Wochen „autofrei“ für mich (so meine liebe Frau Monika) ein Fitnessprogramm mit positiven Auswirkungen auch auf den Bauchumfang, was will man mehr?
Ein riesengroßer Dank gebührt aber auf jeden Fall auch dem Umwelt-Team, das mit Saskia Helm alles perfekt im Griff hatte und mit dem „Nachtradeln“ am Ende einen Schluss-Akzent gesetzt hat. Klasse! Es hat Spaß gemacht und 2013 bin ich wieder dabei!
Euer radelnder, GRÜNER Bürgermeister Rolf Fliß

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Auszug aus dem Radeltagebuch

Sonntag, 16.09.2012
Morgens noch ein wenig kühl, aber Sonne und Wind haben sich angekündigt. Was für ein Glück, denn heute möchte ich auf meinem geliebten Baldeneysee segeln gehen. Doch vorher schwinge ich mich auf meinen „Drahtesel“, um zur Eröffnung der neuen DLRG-Station neben dem „Seaside Beach“ zu fitschen. Die erfrischende Brise, die mir auf der Lerchenstraße entgegenweht, fegt den letzten Schlaf aus den Augen. „Verrückt“ – denke ich – gestern Abend noch am See beim 100. Geburtstag der Marine-Kameradschaft Kupferdreh im ETUF und jetzt schon wieder. Eigentlich hätte ich gleich dableiben können…! Auf einem wunderbaren Match-Racer des jährlichen BMW-Segelcups eine Stunde bei herrlichstem Wind über den See geschippert, um dann nach sportlicher Umrundung des Baldeneysees 16.34 Uhr mit Rad und S6 + S1 nach Bochum-Langendreer zu fahren. Warum? Die AWO hatte mich eingeladen, in Dortmund-Bövinghausen im Windschatten der denkmalgeschützten Fördergerüste von Zollern II/IV, Ruhrgebiets-interessierten Radwanderern zwei Stunden lang Rede und Antwort zum Struktur/Kultur-Wandel des Ruhrgebiets zu stehen, und das möglichst authentisch. Die Gäste kamen u.a. aus Bonn, Köln, Soest und einer sogar aus Bochum. Die Diskussion hat richtig Spaß gemacht. Sollte ich öfter machen! Mit dem Rad nach leckerem „Steigerteller“ zurück zum Bahnhof nach Bochum geradelt und knapp den Zug verpasst. Schei…! Eine Schniefnase war die Folge! Vom Essener Hauptbahnhof dann durch die Nacht nach Hause!

Dienstag, 18.09.2012
Mit dem Rad in die Radstation im Hauptbahnhof, danach mit dem Zug nach Köln zum Termin und zurück. Kurzer Abstecher ins Rathaus, um Post zu machen. Mit dem Rad nach Rüttenscheid, zwei bis drei Einkäufe erledigt, mich mit einem Journalisten getroffen, zu Hause das Jacket gegen einen Pullover eingetauscht und über die Grugabahntrasse in die Heisinger Aue geradelt. Dabei aus alten Tagen meine „Kieser“-Fitness-Trainerin Vanessa getroffen, die wie ich in Richtung Heisingen / Kupferdreh unterwegs war. Radfahren ist ja so kommunikativ! Und dann noch das Schnattern der Gänse, einfach herrlich das Radeln an der Ruhr. Nach der Baubesprechung in Sachen „Lokschuppenbau der Hespertalbahn“ am See entlang nach Werden und dann in die Stadt zu „Reden mit Essen“ ins Colosseum…

mit Pedal- und Speichenbruch, Rolf Fliß

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Wetterradeln mit Kapriolen – ein Fahrbericht

Nun sind die schönen warmen Tage leider zu Ende, Wetteralltag stellt sich ein:
das heißt von nun an das Regencape mitnehmen und die große Plastiktüte, in die ich nun meinen Rucksack (vorn im Radelkorb) stecke!
Aber nur zweimal richtig nass geworden, sonst bei Niesel „oben ohne Cape“ gefahren. Zum Besuch der Wiener Stadtratsdelegation auf Zollverein bin ich dann aber doch lieber mit der Kulturlinie 107 der EVAG gefahren… nach gemeinsamer Besichtigung der Villa Hügel das Rad am Rat(d)haus wieder abgeholt, um im Eigelstein das Österreich-Spiel zu sehen. Musste die „Aussies“ ein wenig trösten und ein paar Mal mehr auf unsere Freundschaft anstoßen!!
Am 12.09. schnell auf den Weberplatz geradelt, um das nagelneue „Kindergesundheitsmobil“ mit der charmanten und äußerst agilen Leiterin Michaela Schalk (siehe Foto) zu bestaunen und um „‚Dank“ bzw. „Glück auf“ zu sagen an Kinderschutzbund, Mc Donalds Kinderhilfe und an die Stadt Essen. Danach strampelte ich weiter zum Postmachen ins Rathaus, dann zur Verleihung des Ökoprofit-Preises und schließlich ins Landgericht zu einer wunderbaren Foto-Ausstellung mit sehenswerten Baum- bzw. Holz-Impressionen ( Ausstellungstipp: Landgericht, 2. Etage, Zweigertstraße, Eintritt frei).
Was es sonst noch aus Sattelperspektive zu berichten gibt:
– Falschparker auf Radwegen nerven schon ein wenig…
– Mülltonnen und träumende Hundehalter mit extralangen Leinen aber auch…
– Rechtsabbiegende LKW sind sehr gefährlich und immer Respekt einflößend
– Toll, dass es in der Stadt so viele gute Fahrradbügel (Klemmbügel Rhein-Ruhr) gibt (eben nicht die „Felgenkiller“ und „Vorderradtquetschen“) – und wenn der Leser/die Leserin noch eine Idee hat, wo ein Bügel fehlt, dann bitte den Fahrradbeauftragten Christian Wagener (8861240) anrufen, solange die Stadt und die Kürzungsdebatte ihn noch lässt…
Mit Pedal- und Speichenbruch, Euer radelnder Bürgermeister Rolf Fliß

 

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Radalltag, ein Fahrbericht!

Das Radeln macht Spaß, frische Luft, interessante Düfte begleiten einen mitunter und das Tollste: es gab bis heute keinen Tropfen Regen! Allerdings wird einem das Radeln nicht immer leicht gemacht:
– auf dem Radweg Müller-Breslau-Straße (Südseite) liegen viele Glasscherben
– Mülltonnen der EBE zwingen einen auf der Rü zum Slalom-Parcours um die Tonnen
– auf der Huyssenallee wurden die Radwegmarkierungen erneuert (toll, wenngleich nicht mit vorgezogener Haltelinie, auf der Lerchenstraße kurz vor dem Stadtwaldplatz fehlen sie fast völlig (abgefahren!)
– die Fahrradboxen am Bahnhof Süd (meiner Kenntnis nach die Ersten ihrer Art in Essen überhaupt) sind nach dem S6-Bahnhofs-Umbau der Sommerferien fast zugewachsen und warten auf den Mähtrupp von GGE
– an der Ruhrtalstraße zwischen Rutherbachtal und Kattenturm ist der Radweg nicht nur äußerst holperig, sondern auch mit Brombeeren und Brennesseln zugewachsen
– vor Rü 164 gibt es mitten auf dem Radweg eine Baustelle mit dem unhöflichen Hinweis „Radfahrer! Absteigen!“ ohne jegliche Einfädelhilfe in den fließenden Verkehr
– sehr gut dagegen die Lösung an der Kastanienallee, wo man wegen Parkhausabriss und Neubau durch den Allbau eine gute Lösung für die Alltagsradler gefunden hat
– klasse auch, dass von der Rheinischen Bahntrasse endlich die Rampe ins Unigelände gebaut wird (Dank an Prof. Radtke!)
– ein Traum die neue Natur-Route von GGE mit herrlichem Blick auf den Essener Norden mit Kokerei und Zeche Zollverein (Höhe Hallopark)
– auch die Sicht von den 5 „Kipar“-Hügeln im Krupp-Park ist eine Anreise mit dem Rad wert, ärgerlich nur die Geländer-Schikanen Höhe Niederfeldsee-Baustelle
Zum Schluss meine Café-Tipps: 1. „Thetis“-Restaurant-Schiff auf dem Kettwiger Stausee, Wasserseite! 2. „Rote Mühle“, idyllisch an der Ruhr am Rande der Heisinger Aue!
Mit Pedal und Speichenbruch!
Euer Rolf Fliß

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Sonntag, 02.09.2012

Mit dem Rad um 11.00 Uhr zum Rüttenscheider Markt, Treffpunkt zur Baustellenradtour, gemeinsam mit Umwelt- und Baudezernentin Simone Raskob. Im Pulk mit 88 Mitradlern unter anderem Hbf, A40, TripleZ, Stadion Essen angesteuert. Herrliche Strecke abseits der Hauptverkehrsstraßen über unter anderem Natur- und Stadtroute, die GGE entwickelt hat. Höhepunkt schließlich um 15.30 Uhr, als die „Radelstars“ auf dem Burgplatz den Medien präsentiert wurden; und ich bin einer von ihnen.
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 48

 

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