Über Wolfgang Freye

57 Jahre, verheiratet, STADTRADLER-STAR, Betriebsratsvorsitzender in einem Metall-Betrieb und Ratsmitglied für DIE LINKE in Essen.

Es ist geschafft – 25 km-Tour als schöner Abschluss

Es ist geschafft! Mit einer vom ADFC vorbildlich organisierten Radtour von fast 25 km durch mehrere Essener Stadtteile endeten die drei Wochen Stadtradeln am Samstag Abend an der Dampfbierbrauerei Borbeck. Die drei Wochen – für mich ganz ohne Auto – sind schneller herumgegangen, als gedacht. Und ich habe in Essen viele für miVor der Autoschlüssel-Rückgabech neue Radwege kennen gelernt, die ich auch in Zukunft im Alltag nutzen werde. Also: Die drei Wochen werden auch bei mir persönlich sicherlich zu mehr Radnutzung führen.
Dabei bin ich insgesamt fast nur Strecken gefahren, die ich auch sonst im Alltag gefahren wäre. Ich hätte nur öfter das Auto genommen. Dabei kann man auch längere Strecken gut mit dem Rad zurücklegen. Am 15.9. bin ich z.B. von einer kommunalpolitischen Konferenz der Partei DIE LINKE in Wuppertal nach hause geradelt. Zu dritt ab Wuppertal-Vohwinkel gut 30 km, geführt von unserem Team-Mitglied Jürgen Zierus, der im Bergischen Land jeden Stein kennt. Es hat Spaß gemacht und war entspannend in der schönen Landschaft, das Wetter hat zum Glück mitgespielt.
Freitag bin ich dann von einem Termin in Dortmund zurückgefahren. Auch das ging. Allerdings ließ mich die Beschilderung bald im Stich. Mal kam ein Schild, an der nächsten Kreuzung wurde es aber nicht weitergeführt. Ich musste mich als an bekannten Zwischenzielen orientieren: Jahrhunderthalle, Wattenscheid, Kray-Leithe usw., so dass ich 5 – 6 km mehr gefahren bin, als die im Routenplaner ausgewiesenen 30 km (ich hatte erst hinterher geguckt). Die Beschilderung lässt gerade in den Nachbarorten oft zu wünschen übrig. Hier muss weiter dran gearbeitet werden.
Natürlich braucht man für lange Strecken mehr Zeit. Von Wuppertal oder Dortmund nach Essen waren es zwei bis zweieinhalb Stunden, mit dem Auto wären es 30 – 40 Minuten gewesen. Die Fahrten schaffen jedoch mehr Lebensqualität, sie helfen z.B. Streß abzubauen. Und in Essen selbst, in der näheren Umgebung, ist man mit dem Fahrrad manchmal sogar schneller. Das gilt oft jedenfalls dann, wenn man die Parkplatzsuche und die anschließenden Fußwege mit einrechnet.
Alles in allem waren die drei Wochen also eine gute Erfahrung, die Auswirkungen haben wird. Schöner wäre es gewesen, eine gemeinsame Fahrt wie Samstag Abend schon eher zu machen, man hätte ein paar nette Leute besser kennen gelernt. In jedem Fall gilt: Im nächsten Jahr geht es weiter, mit noch mehr Teilnehmer/innen und km!

Fotos: Autoschlüsselrückgabe an die „Stadtradel-Stars“

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Drei Tage „ohne“, dafür aber mit viel Bahn und ÖPNV

Nach zwei Tagen „Stadtradel-Einstieg“ musste ich gestern dienstlich von Essen nach Fürth fahren, um mit anderen Mitgliedern unseres Konzernbetriebsrates an einem Seminar teilzunehmen. Radfahren ist bis morgen klein geschrieben, ich habe schon Entzugserscheinungen!

Dafür bin ich fast 500 km hin mit der Deutschen Bahn gefahren – ohne Verspätung! – und fahre hier im Großraum Nürnberg-Fürth mit dem ÖPNV bzw. gehe zu Fuß – auch CO2-sparend. Morgen geht’s zurück, mein Fahrrad zu hause wartet schon …

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Erste zwei Tage – viel Spaß, aber auch erste Grenze

Der erste Tag hat Spaß gemacht. Bin zur Eröffnung der Stadtradelaktion gefahren, danach über Essen Original. Dann aus der Innenstadt weiter zur Probe des Orkestra Crosscultura in der Zeche Carl. Ich spiele dort Gitarre.
Und diese Fahrt hat auch gleich eine erste Grenze gezeigt: Ich musste einen Mitspieler bitten, meine Duesenberg-E-Gitarre und den Fender-Verstärker zu transportieren. Der Transport von sperrigen rund 16 kg mit dem Fahrrad wäre nicht möglich gewesen – außer vielleicht mit einem Fahrradanhänger, den ich nicht habe.
Aber immerhin, es hat geklappt. Und es hat auch CO2 gespart, weil normalerweise zwei Autos unterwegs gewesen wären. Rund 24 km Fahrrad am ersten Tag – ich bin zufrieden.
Am Montag konnte das Fahrrad dann seine „Alltagstauglichkeit“ zeigen. Fahrt zur Arbeit, Fahrt zu einem Termin im RVR, zum Einkaufen und wieder nach hause.

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Statement vom STADTRADLER-STAR Wolfgang Freye aus Essen

Eine Verkehrswende ist dringend notwendig. Sonst kriegen wir weder den Klimawandel noch die Verkehrsprobleme der Großstädte in den Griff. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Stadtplanung zu einseitig auf das Auto gesetzt. Die „autogerechte Stadt“ war ein Planungsleitbild. Es ist schon lange überholt.

Gerade in den Großstädten brauchen wir vor allem einen gut funktionierenden Öffentlichen Nahverkehr. Das Fahrrad kann ihn gut ergänzen. Es ist nämlich nicht nur freizeit-, sondern auch alltagstauglich. Das will ich durch die Teilnahme an der Aktion deutlich machen.

Ich freue mich aufs Fahrradfahren, ich bin aber auch gespannt darauf, welche Schwierigkeiten der Verzicht aufs Auto mit sich bringt. Denn ich erledige zwar schon jetzt viele Wege mit dem Nahverkehr oder dem Fahrrad, aber manchmal, z.B. bei längeren Strecken, nehme ich auch oft das Auto.

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