Über Karin Rückert

STADTRADLER-STAR 2015 im Kreis Groß-Gerau

Hitze, Regen und viel Arbeit

Da das Stadtradeln während der Sitzungsrunde stattfand und das Wetter extrem trocken war (dadurch extrem viel Arbeit im Garten mit Gießen, Ernten und noch mal Gießen), blieb für das Freizeitfahren nicht wirklich Zeit übrig. Trotzdem wurden es mit den Alltagsfahrten über 1.400 km. Ich finde auch, dass eigentlich nur diese Fahrten zählen sollten. Nur da spare ich nach meinem Verständnis wirklich CO² ein. Die eine Freizeitfahrt über 30 km am Sonntag war von Wasser, Wasser und noch ein Wasser geprägt. Immerhin war es damit dann nicht zu warm und bei 25 Grad auch bei vollkommener Durchweichung aller Bekleidungselemente nicht zu kalt. Es war auch fast schön, mal einfach durch alle Pfützen fahren zu können, ohne auf Wasser und Dreck achten zu müssen: es hätte doch nichts gebracht. Lediglichlich das Problem „Brillendurchblick“ macht mich etwas unglücklich, da es ohne Brille leider nicht so einfach ist alles zu erkennen. Nach der Heimkehr konnte einfach alles ausgezogen werden – dies war aber auch manchmal an den heißen Tagen nötig. Da ich auch nach meinen 28 km zur Arbeit ziemlich feucht bin, nutze ich auf unserer Behindertentoilette (diese wird auf unserem Stockwerk nicht benötigt) das Waschbecken, um mich wieder in einen anschaubaren Zustand zu bekommen. Ein Schrank in meinem Büro ist mit relativ viel Kleidung bestückt, damit ich nicht täglich die Umziehkleidung mitführen muss. Waschen, umziehen, kämmen – dann macht es wirklich Spass sich auf seinen Hintern zu setzen und am PC zu arbeiten. Auf der Rückfahrt genieße ich Obst aus dem Garten. In der Lenkertasche lässt sich leckeres Obst verstauen und dann ist mal wirklich Zeit, dieses während der Fahrt langsam zu essen und zu genießen. Momentan ist es die Jostabeere (schwarze Johannisbeere und Stachelbeere), welche bei dem heißen Wetter ganz toll schmeckt und gegen Hunger und Durst hilfreich ist.

Heute abend wird mit der letzten Stadtverordnetenversammlung die Ferienzeit eingeläutet und mit der Fahrt danach nach Hause ist das Stadtradeln beendet. Das Auto hat nicht wirklich gefehlt, es waren vorab genug Getränke vorhanden. Es hat viel Spaß gemacht und besonders negative Erfahrungen mit den anderen Verkehrsteilnehmern (wovon ich bei der Hitze ausgegangen bin) sind mit erspart geblieben.

Vielleicht finden sich im nächsten Jahr weitere Freiwillige fü den Versuch. Insbesondere diejenigen, die für den Radverkehr verantwortlich sind, wären dafür doch prädestiniert. Dahingehend wäre es sehr interessant, einen Zeitraum im Winter zu wählen: dann könnten die Betroffenen wahrnehmen, wie toll es ist, wenn auch kein einziger benutzerpflichtiger Radweg vom Schnee geräumt ist (was auf meiner Strecke in Wiesbaden so ist – im Kreis Groß-Gerau sieht es glücklicherweise anders aus).

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Die schönen Seiten des Radeln

Die erste Woche war ja wetterbedingt eher hart und die beiden Bilder eher negativ Es iwrd jetzt also Zeit für die positiven Bemerkungen und Bilder. Dabei fällt mir als erstes ein Feldweg „Am Roten Stein“ ein, der meiner Unterseite sehr gut tut, da er die beste Qualität aller mir bekannten Feldwege aufweist. Wer also vielleicht von Riedstadt nach Trebur will, sollte den Weg mal probieren. Aus dem Süden kommend, muss auf der Landesstrasse zwischen Dornheim und Leeheim bei den Dornheimer Aussiedlerhöfen (Oppenheimer Landstrasse) abgebogen werden. Dann geht es den Weg rund 2 km entlang. Bei dem Reiterhof mit Klause gilt es nach der Koppel nach rechts abzubiegen. Ein paar Meter gilt es dabei noch die „gewohnte“Qualität zu überwinden, aber dann. Die letzten Meter bevor man dann beim Blockheizkraftwerk und dem roten Stein herauskommt, sind dann auch wieder ziemlich normal schlecht. Insgesamt ist das für mich aber sogar manchmal den Umweg von Wallerstädten nach Wolkskehlen wert. Inzwischen hat der Hase unterwegs glücklicherweise auch gelernt, dass man nicht durch Zäune rennen kann, sondern diese umrunden muss.

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Auch in Groß-Gerau selbst ist doch inzwischen einiges ganz gut.Die Hinweise, wo ein Radfahrer sich fortbewegen soll, erleichtert sowohl diesen, als auch dem Autofahrer die Orientierung. Am Ende des Radweges aus Klein-Gerau nach Groß-Gerau habe ich vorher schon einige Male absteigen müssen, weil die vor mir Fahrenden abgestiegen sind, denn sie wussten nicht, was sie machen sollten. Nunmehr gilt es nur noch zu schauen, ob sich andere Verkehrsteilnehmer auf der Strasse befinden, wenn nicht, ist der Weiterfahrt unproblematisch. Auch wenn die rote Farbe nicht bedeutet, dass der Radfahrer Vorfahrt hat (ich hoffe, dass jeder der Lesenden dies weiß), so ist es m.E. doch für alle hilfreich.

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Die vielen Radabstellanlagen an den wichtigen Stellen, bei denen es jetzt endlich möglich ist, sein Fahrrad am Rahmen abzustellen (was von den allermeisten Nutzer auch tatsächlich gemacht wird) erleichtert das Radfahren bzw. Radabstellen.IMG_0040

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Woche eins ist geschafft!

Eigentlich ist viel Radfahren für mich ja überhaupt kein Problem. Die Hitze in dieser Woche war aber schon grenzwertig. Dies betrifft aber sogar weniger das Radfahren wie eher die Büroarbeit oder das Schlafen. Auf dem Fahrrad habe ich kein Schwitzen wahrgenommen – es hat glücklichweise aber immer ein leichtes Lüftchen geweht. Nach dem Absteigen fängt allerdings das große Schwitzen an. Das kleine Handtuch ist deshalb in der Packtasche, um reagieren zu können.Die Sonnencreme habe ich jetzt auch sicherheitshalber eingesteckt, damit sie jederzeit zur Verfügung steht.

Die Fahrradwege sind jetzt auch relativ leer. Die Alltagsfahrer sind wie immer unterwegs, die Freizeitfahrer fehlen aber weitgehend. Als ich am Freitag nachmittag von Gustavsburg bis Astheim am Rheindamm gefahren bin, war ich ganz allein. Normalerweise ist es dann schon ganz schön voll. Glücklicherweise habe ich bei den Autofahreren noch keine größeren Probleme als sonst wahrgenommen, was bei dieser Hitze durchaus zu erwarten wäre.

Als über die Kreisgrenzen hinaus fahrende Radfahrerin muss ich meinen Kreismitbewohnern unbedingt kundtun, dass es bei uns so im Großen und Ganzen gar nicht so übel ist. Der Fahrradweg in Gustavsburg, der von der Bahn zum Damm führt habe ich mal wieder genutzt – aber nur wegen des Fotos. Es sieht ja so wunderbar aus. Durch den hohen Bewuchs lässt er sich aber eigentlich nur im Schritttempo fahren. Nicht nur die Unmenge an Trampelpfaden zur Querung der Strasse, sondern auch offizielle Wege sind überhaupt nicht einsichtbar. Der Rest der Strecke  über Damm, Feld- und Radwege ist aber vollkommen unproblematisch.

Gustavsburg: von der Bahn zum Damm

Gustavsburg: von der Bahn zum Damm

Das habe ich mir dann aber auch verdient. Wiesbaden ist leider absolut nicht zu unrecht die fahrradunfreundlichste Großstadt in Deutschland. Nicht nur, dass man an Baustellen nicht an die Radfahrer denkt, sondern auch im Alltag gibt man sich Mühe, es dem Radfahrer so unbequem wie möglich zu machen. In der Wiesbadener Strasse gibt es einen benutzerpflichtigen Radweg. Da ein solcher nur erlaubt ist, wenn die Nutzung für den Radfahrer zu gefährlich ist, kann ich nicht nachvollziehen, wieso dann in der Sommerzeit monatelang der Weg für eine kurze Strecke unterbrochen wird: der Wasseranschluss der Hüpfburg muss über die gesamte Radwegebreite abgesichert werden, so dass der Radfahrer halt einfach mal so auf die Strasse muss. Auch die Autofahrer sind in Wiesbaden nach meiner Erfahrung wesentlich rücksichtsloser: aus den Einfahrten wird ohne zu Schauen auf den Fahrradweg gefahren, weil der einzige Blick der Strasse gilt und dem Moment der Herausfahrens.Also Fazit für den Moment: besser in und um Groß-Gerau fahren, aber besser Fahrrad fahren als im Auto sitzen.

Wiesbaden: schlechter geht es kaum

Wiesbaden: schlechter geht es kaum (Bild gemacht um 5:45; deshalb so wenig Verkehr)
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Startvorfreude

Morgen, am Monatsbeginn, startet bei uns im Kreis Groß-Gerau das Stadtradeln. Das Wetter ist ja erst mal optimal: kein Regen, keine Gewitter und auch kein starker Wind. Ob ich das noch in einer Woche sagen werde, da bin ich mir nicht so sicher. Bei drückender Hitze ohne Wind längere Zeit in der Sonne zu fahren – das ist dann doch nicht mehr so das reine Vergnügen. Sonnencreme darf auch nicht vergessen werden, das geht beim Radfahren ziemlich schnell mit dem Sonnenbrand.

Morgen ist gleiche die große Strecke angesagt: morgens 28 KM zur Arbeit, nachmittags (nicht ganz) zurück, um dann mit den anderen Stadtradlern aus Groß-Gerau zum gemeinsamen Start nach Bischofsheim zu fahren. Hoffentlich fahren viele Leute mit!!! Die dort dann nach den Ansprachen angesagte Radtour von 2 Stunden kann ich leider (hahaha) nicht mitfahren, da die Politik auf mich wartet.

Allerdings bin ich auch im Allgemeinen eine große Radfahrerin im Alltag und nutze das Auto in den Fällen, in denen es m.E. notwendig ist: es müssen regelmäßig Getränkekisten transportiert werden (Einweg ist in größerem Umfang für mich nicht akzeptabel), größere oder schwere Gegenstände müssen transportiert werden, das Wetter spielt so gar nicht mit, Fahrten über längere Strecken. Es wird spannend definitiv zu sagen, es wird kein Auto selbst gefahren und auch nicht in ein anderes hingesetzt. Da hatte ich bislang überhaupt kein schlechtes Gewissen. Wir werden sehen, ob es etwas anderes ist, jederzeit ins Auto steigen zu können und dann nicht zu wollen oder es eigentlich nicht zu dürfen. Ich hoffe, dass es bei der Freude bleibt und es mir gelingt, dass der Funken auf den einen oder anderen Leser überspringt.

Kleiner Trost: das nächste mal werden bestimmt Bilder dabei sein

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