Rückschau und Ausschau:

Drei Wochen ohne Auto liegen hinter mir. Ich bin viel entspannter geworden. Täglich habe ich mindestens eine Stunde auf der Gazelle (meinem E-bike) verbracht, manchmal auch deutlich mehr. Ein Pedelec ist für mich die perfekte Lösung. Bei meinem Alltag wäre eine Stunde Radfahren ohne Unterstützung zuviel.
Ein Pedelec fährt nur wenn ich trete und unterstützt mich je nach Einstellung mit einer Vervielfachung meines Krafteinsatzes. Besonders mit meinem Motor bin ich super zufrieden. Die Abstimmung ist so fein, dass ich die Unterstützung nur wie Rückenwind erlebe.
Das Pedelec läßt mich radeln, aber die schweren Steigungen werden abgemildert. Mein Bild von Wiesbaden hat sich erheblich gewandelt. Ich kenne viele neue Schleichwege, die angenehm zu fahren sind und auch nicht gefährlich sind. Wenn ich in Eile bin verfalle ich manchmal noch dem „‚Autofahrerdenken“ und fahre nach der Ausschilderung für Autos. Ein grober Fehler, dann ist es in Wiesbaden oft brandgefährlich auf der Strasse mit einem Fahrrad unterwegs zu sein.
Mittlerweile fahre ich gerne mal in die Innenstadt um mich in ein Cafe zu setzen. Wäre mir mit dem Auto nie in den Sinn gekommen.
Selbst mein Mann findet mein Tempo in der Stadt beachtlich. Besorgungen in der Innenstadt sind jetzt mein Revier.
Wir werden ein Auto abschaffen. Ein Familienwagen muss reichen. Die Kinder hatten die meisten Sorgen, sind aber auch ohne mich als Mama-Taxi überall hingekommen. Man organisiert anders, nimmt Mitfahrgelegenheiten war.
Mir gefällt ein Leben ohne Alltags-Autofahrten. Natürlich werde ich weiterhin zu bestimmten Anlässen (Vorträge außerhalb) ein Auto benötigen. Aber da kann man notfalls auch eins leihen.
Und im nächsten Jahr bin ich beim Stadtradeln bestimmt wieder dabei. Aber wohl nicht mehr als Radel-Star. Denn dafür muss man ja ein Auto haben. „wink“-Emoticon

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Tag 20

Tag 20 Freitag
Leider ist das Wetter wieder schlechter geworden und ich brauche morgens eine Schicht Kleidung mehr beim zur Arbeit fahren. Ich bin nach 20 Tagen meine Strecke gut gewohnt und (gerade mit dem E-Bike) ist es keine Überwindung die 9-10 km zu fahren. Meine Strecke variiert stark und ich bin gerne bereit einen halben Kilometer Umweg zu fahren und mehrere Steigungen in Kauf zu nehmen, um eine schönere Strecke zu haben. Der gefährlichste Streckenabschnitt Äppelallee/Hagenauerstr. gehört der Vergangenheit an. Ich fahre viele kleine Nebenstrassen, meist ganz ohne Radwegestruktur, aber immerhin asphaltiert und entspannt. Allerdings bin ich so – wie die meisten Wiesbadener Radfahrer „unsichtbar“. Aus Autofahrersicht nicht mehr existent.
Der Neubau des Radweges zwischen Schierstein und Walluf ist ein Paradebeispiel, wie viel Geld nutzlos versickert. Von Schierstein kommend, muss man wissen, dass man (ohne jeden Hinweis und ohne Markierung) die Bundesstrasse rechtzeitig Queren muss um auf der „falschen“ Seite zu fahren. Sonst ist man mit den Autos in der Gasse mit großen Metallbarrieren gefangen und kann nicht mehr raus. Man gelang am Ende an einen Kreisel. Diesen muss man in falscher Richtung auf dem Fußgängerweg umrunden. Eine legale Möglichkeit in der richtigen Richtung um den Kreisel zu fahren ist nicht ersichtlich. Die Autofahrer halten einen hier (zu Recht) für gegen die Verkehrsregeln verstoßenden Bösewicht. Man hat aber schlichtweg keine Chance. Dieser Radweg ist ein Neubau und nicht einmal anständig ausgeschildert oder markiert.

Keinerlei Hinweis, dass man nach der Bushaltestelle zwingend auf der anderen Strassenseite weiterfahren muss – sonst landet man auf der Bundesstrasse eingekesselt mit den Autos.

„Keinerlei Hinweis, dass man nach der Bushaltestelle zwingend auf der anderen Strassenseite weiterfahren muss - sonst landet man auf der Bundesstrasse eingekesselt mit den Autos.“
Wer den Wechsel der Strassenseite verpasst hat, fährt nur rechts auf der Strasse und hat keine Möglichkeit mehr seinen „Fehler“ zu korrigieren.
„Wer den Wechsel der Strassenseite verpasst hat, fährt nur rechts auf der Strasse und hat keine Möglichkeit mehr seinen "Fehler" zu korrigieren.“
Beim ersten Kreisel auf der Strecke kann man immerhin in der richtigen Richtung um den Kreisel herum, auch wenn der spitze Winkel nicht für jeden leicht zu meistern ist.
„Beim ersten Kreisel auf der Strecke kann man immerhin in der richtigen Richtung um den Kreisel herum, auch wenn der spitze Winkel nicht für jeden leicht zu meistern ist.“
Der zweite Kreisel (Wallufer Orsteingang) bietet dagegen keinerlei Möglichkeit den Kreisel in der richtigen Richtung auf dem Fahrradweg zu umfahren. Entweder Radweg in falscher Richtung oder Strasse
„Der zweite Kreisel (Wallufer Orsteingang) bietet dagegen keinerlei Möglichkeit den Kreisel in der richtigen Richtung auf dem Fahrradweg zu umfahren. Entweder Radweg in falscher Richtung oder Strasse“
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Erinnerungen

Tag 19 des Stadtradelns – Zeit für eine Rückblende:
1979 bis 1981 Touren mit dem Tandem, 1989 mit dem Rennrad. Wunderbar alte Fotos aus einer vergangenen Zeit. Die Liebe zum Fahrradfahren bleibt

Starradler für Wiesbadens Foto.
Starradler für Wiesbadens Foto.
Starradler für Wiesbadens Foto.
Starradler für Wiesbadens Foto.
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Wichtig im Stadtverkehr

Tag 17 Dienstag
Zwei Klingeln zum Überleben. Links die leichte freundliche, um Spaziergängern ohne Stress mitzuteilen, dass ich herankomme.
Die sind dann auch nicht erschreckt und manchmal kommt es noch zu einem Schwätzchen.
Rechts die Variante für musikhörende, telefonierende, in schalldichten Limousinen steckende Verkehrsteilnehmer, die mich weder sehen noch hören (wollen). (Original aus Guangzhou, China, 1993)

Da das Hochladen der Datei hier wieder mal nicht funktioniert, hier der Link zu meinem Facebook Blog

„Starradeln für Wiesbaden“

https://www.facebook.com/651520024981652/videos/vb.651520024981652/666512163482438/?type=2&theater

 

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Neue Wege

Tag 16
Täglich entdecke ich auf meinem Weg neue Ecken von Wiesbaden, die ich noch nicht kannte. So zum Beispiel einen Radweg als eigenständige Spur.
Auf so einem Streifen kann man sich wohl fühlen.

Starradler für Wiesbadens Foto.
Aber oft sieht es auf meinem Weg eher so aus wie auf Bild 2 und 3.Starradler für Wiesbadens Foto.
Starradler für Wiesbadens Foto.
Starradler für Wiesbadens Foto.
Aber ist das Fahren auf einem getrennten Radweg wirklich sicherer, wenn die Ausfahrten für Autos so unübersichtlich sind wie in Bild 4? Wären hier nicht städtebauliche Maßnahmen angesagt?
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In Bild 5 zeigt sich was die Durchfahrts-Sperren noch bewirken: Fahrrad-Wege werden als Parkplätze verwendet und vor der Sperre wird geparkt.

 

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Sonntag = Sonnenschein und schöner Tag auf dem Rad

Tag 15
Was für ein schöner Sonntag. Morgens Ausflug zum Bäcker (25 km ;-))

dann zur Fahrradbörse nach Mainz, Fahrrad codieren lassen. Nachmittags kleiner Ausflug mit der Tochter über die Felder.
Oops, das sind ja schon 65 km zusammen. Die Sonne scheint und nun wartet noch etwas Gartenarbeit.

Wer übrigens glaubt dass extra Fahrradwege etwas für die Radfahrer verbessern, der schaue mal meine Foto-Sammlung an. So würde sich keiner trauen mitten auf der Autofahrbahn stehen zu bleiben:

2 x 2 Räder auf dem Fahrradstreifen. Sind häufiger als man denkt. Gibt es oft auch in der Variante mit geöffneter Tür. Beliebt auch das Herauspurzeln von Schulkindern rechts oder links. Wie gut dass mein Bike drei Bremsen hat.

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Die autofreien Wochenenden sind am Schönsten.

Tag 14
Mittags zur Flörsheimer Warte, nachmittags zum Wilhelmsstrassenfest,
abends zum Höfefest nach Biebrich. Nichts davon hätte ich gemacht wenn ich jeweils einen Parkplatz gebraucht hätte.
Aber noch eine Beobachtung auf meinen Fahrten:

Der spitze Winkel. Ein beliebtes städtebauliches Element zum biegsam halten der Radfahrer. Bis zu 180 Grad sind möglich! Fragt sich nur bei welcher Geschwindigkeit.

Hier geht’s nicht weiter? Doch, man muss sich nur um 180 Grad drehen! 

Da muss man erstmal anhalten, absteigen, Fahrrad umsetzen und weiter gehts. Ein kleines Kraftraining für Radfahrer.

Hier kann man den Ampelpfosten umrunden.

So einen Winkel sollte man mal Autofahrern zumuten….

Auch hier soll man in falscher Richtung!!!
den Kreisel im spitzen Winkel auf der Fußgängerquerung umrunden. Und das ist ein Neubau!

Der Winkel ist auch nicht ohne. Wer sich verschätzt darf sich auf Metallbügeln ablegen….

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Buckelpiste

Tag 13
Neue Strecke ausprobiert. Ganz fröhlich losgefahren, da ein Radweg vorhanden. Mußte leider feststellen, dass dieser vollständig von den Bäumen ruiniert ist. Bis zu 20 cm hohe Hubbel. Maximal 5 kmh möglich. Ist auch besser so. Denn am oberen Ende ist es wieder das bekannte „Fußgänger, Radfahrer, Elektrokasten und Ampel mitten auf dem Radweg“ Gemisch. Die Strasse gewinnt da deutlich an Attraktiviät. Da kann ich wenigstens in die Pedale treten.

Starradler für Wiesbadens Foto.
Starradler für Wiesbadens Foto.
Besser ist es da auf der Strasse zu fahren…
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Die Gazelle ist ein Packesel

Tag 11 Mittwoch

Heute fragte mich mein Mann ob ich nicht die Besorgung in der Innenstadt mit dem Fahrrad machen könnte. Mit dem Auto fände er keinen Parkplatz und ich wäre vermutlich mit der Gazelle schneller wieder zuhause. Wie wahr.
Auch sonst entpuppt sich das Pedelec als wahres Raumwunder. War zu Beginn der Starradler-Zeit noch die häufigste Frage: Und wie geht das mit dem Einkaufen? so ist es heute oft die Frage: Kannst Du das nicht schnell mit dem Fahrrad erledigen. Wiesbaden kommt mir mittlerweile viel kleiner vor. Und der 0,34 PS sei Dank sind auch die Hügel (für mich) nicht mehr existent.
Was man alles mit dem Fahrrad transportieren kann?
Seht selbst.

Eine Eislauflernhilfe zum Tag der Vereine

Einen spontanen Einkauf im Bettenladen

Wochenendvorräte

Der Kärcher (als das Kabel runterfiel und hinter mir hergeschleift wurde, versuchte mich ein Passant aufmerksam zu machen. Sein Ruf: „Kabel“ kam beim mir falsch an. Ich rief freundlich zurück: „Ja klar, ist ein E-Bike“

Passt das alles rein?

Ja und ist heil angekommen….

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Gefährliche Stellen und Löcher im Asphalt: Bitte melden

TAG 10 Dienstag
Ecke Biebricher Äppelallee. Hier steht ein grosses Werbeschild welches mit Unterstützung der Hecke jede vorausschauende Fahrt verhindert. Der kombinierte Fuß-Radweg und die Ampel zwingen um die Ecke zu schleichen. 😕

Starradler für Wiesbadens Foto.
Starradler für Wiesbadens Foto.

 

Bergab geht es vorbei am Gedenkasphalt für einen verunglückten Radfahrer. Der hat hier vor einigen Woche beschleunigt und ist über die von Baumwurzeln gebildete Buckelpiste gestürzt.
Von der Stadt wurde vorbildlich und schnell reagiert und der Asphalt erneuert.


Gute Besserung unbekannterweise an den Radfahrer.

Hier nochmal die Geschichte von dem Sturz:

http://www.wiesbadenaktuell.de/…/radfahrer-schwer-in-biebri…

Sie haben auch schon sturzgefährdende Löcher im Asphalt gesehen? Nicht nur während der Stadtradeln Aktion über die Meldeplattform Radar sondern auch sonst im ganzen Jahr kann man solche Stellen melden:
www.meldeplattform-radverkehr.de

Hoffentlich liest es dann auch jemand und es muss nicht immer erst jemand gestürzt sein bis reagiert wird.

MELDEPLATTFORM-RADVERKEHR.DE

 

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