Über Jürgen Herzing

Bürgermeister und STADTRADLER-STAR 2014 in Aschaffenburg

Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Radweg.

 

Die letzte Woche hatte es noch einmal in sich. Rund 250 dienstlich zurückgelegte Kilometer kamen zusammen. Der Wettergott meinte es gut mit mir, die Terminplanung leider nicht. Es hatte den Anschein, dass die meisten Außentermine absichtlich nicht im Kerngebiet Aschaffenburgs lagen. Mehrfach galt es, in den Stadtteilen Schweinheim, Obernau und Damm Besprechungen, Bürgerversammlungen, Feiern und Ortstermine zu besuchen. Der krönende Abschluss folgte vorgezogen am Freitag, den 25.7.2014. Das Zentrum für wissenschaftliche Services (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg hatte zu Infoveranstaltung und Tag der offenen Tür geladen, in Obernburg. Bei bestem Wetter nutzte ich diese Einladung, um eine kleine Radtour, 21 km einfach, zu unternehmen. Den Sakko in der Satteltasche konnte ich bis aufs Gelände vor die Eingangstür fahren. Auf dem Heimweg versüßte mir die Eisdiele in Obernau die Tour. Allerdings musste ich mich sputen, denn mittags folgte die letzte Stadtratssitzung, die traditionell auf dem Hohe-Wart-Haus im Spessart stattfindet

Fazit der drei Wochen: Es funktioniert, auch für einen Bürgermeister. Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Radweg. Es kostet allerdings Zeit, die oftmals kaum vorhanden ist. Die vielen netten Gespräche, die Ecken, die man sich mal wieder genauer anschaut, die kleinen Pausen an schönen Winkeln der Stadt entschädigen für die Umstände mit dem Fahrradfahren. In der Kernstadt war ich immer schneller als meine Kollegen, die mit dem Auto erst einen Parkplatz suchen mussten. Weitere Dienstreisen wie nach München oder Würzburg erledige ich ohnehin mit der Bahn.

Für die nächste Zeit verzichte ich zwar nicht komplett auf das Auto, das Fahrrad bleibt aber mein Hauptfortbewegungsmittel. Die Aktion mit dem Fahrrad zur Arbeit läuft ja parallel noch bis Ende August, da bleibt der Ansporn erhalten.

Landschaftsfenster am Main

Landschaftsfenster am Main

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Durch Wald und Flur im Spessart und das Wetter hält

Endlich wurde das Wetter besser. Kurzerhand habe ich den Freitagnachmittag genutzt, um bei strahlendem Sonnenschein mit dem Radl einen Abstecher zum Kippenburgfest der Stadtgarde zu machen. Ein kurzer Stopp reichte aus um zu sehen, dass alle Vorbereitungen für den Festabend erledigt waren. Weiter ging ´s über Haibach, Dörrmorsbach, den Sendemast am Pfaffenberg zum außermärkischen Gebiet zur Waldgaststätte „Hohe Warte“. Nach erfrischendem Kaffee und leckerem Kuchen trat ich die Heimfahrt über Keilberg und Hösbach an. Am Ende der Runde waren es 46 km. Die lange Museumsnacht noch in den Knochen wollte ich am 12.7. einige weitere Kilometer sammeln und mich sportlich betätigen. Entlang des Spessartweges 1 folgte ich dem Ziel, über Lohr zur Wallfahrtskirche, nach Maria Buchen zu radeln. Für die Rückfahrt musste ich die Bahn nutzen, um pünktlich beim Sommerfest des Familienstützpunktes „Hefner-Alteneck“ dabei zu sein. Es folgte die Hochzeit einer Stadtratskollegin, das Lindenfest im Luftbad und der 75. Geburtstag eines Feuerwehrkameraden. Nach 81 km und einigen Veranstaltungen war ich um 21:30 Uhr platt. Die Sonntagsrunde folgte nach dem 6-km-Wohltätigkeitslauf von Sefra e.V „Lauf gegen Gewalt“. Im Strietwald, im Nilkheimer Park und bei der Obernauer DJK waren Besuche auf den jeweiligen Feiern angesagt. Mehr geht wirklich nicht, zwischendurch ein leichter Regenguss zerrte dieses Mal schon an den Nerven. Ohne Rad beim Public Viewing klang der Tag aus und um 24 Uhr waren wir endlich Weltmeister. Alle Mühe war vergessen.

Hohe Wart-Hausoberhalb von BessenbachWallfahrtskirche Maria Buchen

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Sonnenschein und Regen zu Beginn der Radelwoche

Zum offiziellen Start der Radelwoche strahlte in der Fußgängerzone die Sonne. Gut gelaunt übergab ich meinen Autoschlüssel an den Oberbürgermeister Klaus Herzog. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch zuversichtlich, dass es das Wetter wie in den vergangen Wochen gut mit mir meint. Am zweiten Tag zeichnete sich allerdings schon eine Veränderung ab. Bei schwül-warmem Nieselregen mogelte ich mich zu meinen Außenterminen durch die Stadt und nutzte geschickt die trockenen Phasen.

Heute Morgen stand ich dann etwas ratlos am Fenster und verfolgte, wie dicke Tropfen in die Pfützen prasselten. Zu Fuß gehen mit dem Regenschirm, den Fahrplan studieren und den ÖPNV nutzen oder Augen zu und durch den Regen? Ich habe mich für Letzteres entschieden und wurde auf dem Weg zum Rathaus von den Wolken dafür mit reichlich Wasser „belohnt“.

Stilleben in der Fahrradgarage

Stilleben in der Fahrradgarage

Augen zu und durch den Regen

Augen zu und durch den Regen

Das schöne Wetter verzieht sich

Das schöne Wetter verzieht sich

Schlüsselübergabe an OB Klaus Herzog

Schlüsselübergabe an OB Klaus Herzog

 

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Von einem Extrem ins andere!

Bis zum 12. Mai 2014 sah meine Arbeitswelt noch anders aus. Als Pressesprecher und Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main hatte ich an jedem  Arbeitstag 52 Kilometer, hin und zurück, auf der Autobahn vor mir. Den ÖPNV konnte ich aus zeitlichen Gründen leider nur selten nutzen. Umso mehr freue ich mich jetzt, als neu gewählter Bürgermeister und Referent für Umwelt- und Klimaschutz möglichst oft mit dem Fahrrad aus der Österreicher Kolonie ins Rathaus zu fahren, unterwegs in der Fußgängerzone ein Schwätzchen zu halten und gut gelaunt ins Büro zu kommen. An der Aktion „Stadtradeln“ habe ich mich schon 2012 beteiligt und eifrig Kilometer gesammelt. Ich bin gespannt auf die Erfahrung ganz auf mein Auto zu verzichten und im Anzug mit Krawatte mit dem Fahrrad und ÖPNV alle Termine wahrzunehmen.   Jürgen HerzingOLYMPUS DIGITAL CAMERA

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