3 Wochen Stadtradeln 2014 in Ingelheim leider schon vorbei!

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Der passende Grill für den “kleinen” Hunger zwischendurch…

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Stadtlesen “Open Air”!

23.07 (5) Sonnenuntergang

Nun ist das Stadtradeln in Ingelheim leider schon vorbei. Es hat sehr viel Spaß gemacht und es wurden, Stand heute, fast 150 000 Kilometer geradelt.

Für mich war es kein großes Ding das Auto 3 Wochen nicht zu benutzen, da ich auch sonst fast alles mit dem Fahrrad erledige. Sehr viel Spaß gemacht hat die tägliche Eintragung der gefahrenen Kilometer um dann gleich nachzuschauen auf welchem Tabellenplatz man steht :)

Was ich etwas bedauerlich fand, war, dass sich lediglich 6 Kommunen in Rheinland-Pfalz für diese Aktion angemeldet haben. Wenn ich dazu im Vergleich die Bayern sehe! Vielleicht werden im nächsten Jahr auch in unserem schönen Bundesland noch mehr Städte mit machen.

Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein und wünsche mir, dass das “Fahrradfieber” weiter um sich greift und viele Leute ansteckt :)

Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Radweg.

 

Die letzte Woche hatte es noch einmal in sich. Rund 250 dienstlich zurückgelegte Kilometer kamen zusammen. Der Wettergott meinte es gut mit mir, die Terminplanung leider nicht. Es hatte den Anschein, dass die meisten Außentermine absichtlich nicht im Kerngebiet Aschaffenburgs lagen. Mehrfach galt es, in den Stadtteilen Schweinheim, Obernau und Damm Besprechungen, Bürgerversammlungen, Feiern und Ortstermine zu besuchen. Der krönende Abschluss folgte vorgezogen am Freitag, den 25.7.2014. Das Zentrum für wissenschaftliche Services (ZeWiS) der Hochschule Aschaffenburg hatte zu Infoveranstaltung und Tag der offenen Tür geladen, in Obernburg. Bei bestem Wetter nutzte ich diese Einladung, um eine kleine Radtour, 21 km einfach, zu unternehmen. Den Sakko in der Satteltasche konnte ich bis aufs Gelände vor die Eingangstür fahren. Auf dem Heimweg versüßte mir die Eisdiele in Obernau die Tour. Allerdings musste ich mich sputen, denn mittags folgte die letzte Stadtratssitzung, die traditionell auf dem Hohe-Wart-Haus im Spessart stattfindet

Fazit der drei Wochen: Es funktioniert, auch für einen Bürgermeister. Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Radweg. Es kostet allerdings Zeit, die oftmals kaum vorhanden ist. Die vielen netten Gespräche, die Ecken, die man sich mal wieder genauer anschaut, die kleinen Pausen an schönen Winkeln der Stadt entschädigen für die Umstände mit dem Fahrradfahren. In der Kernstadt war ich immer schneller als meine Kollegen, die mit dem Auto erst einen Parkplatz suchen mussten. Weitere Dienstreisen wie nach München oder Würzburg erledige ich ohnehin mit der Bahn.

Für die nächste Zeit verzichte ich zwar nicht komplett auf das Auto, das Fahrrad bleibt aber mein Hauptfortbewegungsmittel. Die Aktion mit dem Fahrrad zur Arbeit läuft ja parallel noch bis Ende August, da bleibt der Ansporn erhalten.

Landschaftsfenster am Main

Landschaftsfenster am Main

Fazit nach 3 Wochen Stadtradeln in Mainz

Leider ist gestern die Stadtradelaktion in Mainz zu Ende gegangen. Auch wenn ich einige recht eng beieinander liegende Termine hatte, konnte ich zum größten Teil die Fahrten tatsächlich genießen. Ich habe dieses Jahr den sportlichen Aspekt als Herausforderung empfunden.

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Ich war sehr erstaunt, dass dieses Jahr so viele Kilometer zusammen gekommen sind. Es war körperlich anstrengend und eine vorausschauende Planung der Termine war ebenfalls erforderlich. Erleichtert wurde mir die Zeit durch die große Unterstützung von Freunden und Kollegen sowie das allgemeine Verständnis für die Stadtradelaktion.

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An den letzten beiden Tagen des Aktionszeitraums habe ich mit Freunden noch zwei längere Feierabendradtouren unternommen, um einfach Kilometer für unsere Teams zu sammeln. Bei diesen Touren habe ich mir ein leichtes Rennrad mit sanfter Schaltung und hervorragender Kraftübertragung ausgeliehen. Ich hatte das Gefühl, mit diesem Rennrad bei gleichem Kraftaufwand die doppelte Geschwindigkeit im Vergleich zu meinem MTB zu fahren. Mit diesem Rennrad habe ich knapp 200 km der insgesamt 1316 km zurückgelegt. Eine Alternative wäre ein Rennrad für mich nicht, da nicht alle Wege, die ich gefahren bin, für Rennräder befahrbar gewesen wären.

Was wird sich für mich ändern? Ich werde die kleineren Besorgungen hier vor Ort wieder zu Fuß erledigen, statt das Fahrrad für die kurzen Strecken zu bemühen :-)

Da nun die Sommerferien begonnen haben und so auch mein Terminkalender ein wenig lockerer geworden ist, werde ich einfach für mich weiter “STADTRADELN” :-)

Drei Wochen ohne Auto – Fazit nach der ersten Woche

Drei Wochen ohne Auto – Fazit nach der ersten Woche

Nach der ersten Woche Stadtradeln möchte ich gerne eine positive Bilanz ziehen. Gleichwohl sich für mich persönlich eigentlich nichts verändert hat, da ich ohnehin stets nur Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel benutze, ist es dennoch angenehm positiv zu spüren, dass generell mehr Radfahrer in und um Birkenau sichtbar sind. Vermutlich trägt auch die derzeitige Grossbaustelle am Ortseingang von Birkenau dazu bei, die den Autoverkehr verhindert und das Radfahren für viele zur interessanten Alternative werden lässt. Von vielen Radfahrern ist zu hören, dass es doch interessant wäre, die Birkenauer Talstraße dauerhaft für den PKW Verkehr zu sperren um somit der gesunden und sanften Mobilität eine langfristige Perspektive zu geben.

Am 30. Juli geht’s zur Abschlussfahrt

Ich freue mich über die große Beteiligung von über 160 STADTRADLERINNEN und STADTRADLERN. Mit fast einer Erdumrundung haben wir ein beachtliches Ergebnis für die erste Teilnahme von Rödermark erzielt. Auch die Fahrt mit meinem Zweit-Rad inklusiv Kindersitz war ein interessantes und freudiges Erlebnis.

Am Mittwoch, 30. Juli wollen wir die STADTRADEL-Aktion entlang des RadRundwegRödermark abschließen. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr auf dem Marktplatz in Ober-Roden. Die Siegerehrung wird nach Abschluss der Tour gegen 20:15 bei der Turnerschaft im Sommergarten stattfinden.

Abschlussbilanz

Meine letzten beiden Tage Stadtradeln waren natürlich der Höhepunkt. Ich wusste gar nicht mehr wie schön Radfahren sein kann. Klar: Ich bin ja auch schon davor in Rottenburg das meiste mit Fahrrad gefahren. Aber diese Strecken über Land, die zum Nachdenken anregen, waren schon besonders. Besonders wahrscheinlich vor allem deswegen, weil man es nicht mehr so oft gemacht hat. Eine Tour wie nach Obermarchtal hatte ich seit der Geburt meiner Töchter nicht mehr unternommen. Das war wirklich seit Langem einfach geschenkte Zeit für mich allein. Die Erfahrung Zeit geschenkt zu bekommen war alles zusammengenommen das Interessanteste an den drei Wochen. Dies war nicht zu erwarten, das Gegenteil hatte ich ja befürchtet und es zeigt mir einmal mehr, wie der Umgang mit Zeit, schlichtweg von der Perspektive, die man einnimmt, abhängt. 3 Wochen Stadtradeln ließ mich meine Wege bewusster tun und sprengte Gewohntes, Selbstverständliches auf. Deshalb danke ich den Initiatoren dieser Idee und Herrn Weber, dem Klimaschutzmanager der Stadt Rottenburg, der mich auf eine Teilnahme ansprach, aus ganzem Herzen und ganz persönlich und unabhängig vom Erfolg der Aktion insgesamt: Für mich waren diese drei Wochen ein Gewinn, ein “Mehr”, das ich ohne diese Initiative nicht hätte erfahren dürfen.

Abschluss 3. Woche

Stadtradeln ging in dieser Woche zu Ende, aber was für ein Abschluss. Werner Redies, Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart a.D. feierte in Obermarchtal sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Mit dem Zug nach Obermarchtal ist eine kleine Weltreise und so war schnell klar: das mache ich mit dem Fahrrad, Auto schied ja logischer Weise aus und das war gut so! Denn ich habe jeden der insgesamt 170 Kilometer genossen. Traumhaftes Wetter, mystischer Zielort, emotionale Feier und eine Rückfahrt durchs Lautertal am frühen Samstagmorgen, die schöner hätte nicht sein können. Die Hinfahrt war schlecht gewählt. Total doooof, dachte ich an der Gammertinger Steige (mit dem Auto sah das früher gar nicht so steil aus). 34 Grad stechende Hitze aber ein eiserner Wille pünktlich um 15.30 beim Kaffee-Empfang in Obermarchtal zu sein. Ich war trotz allem gut in der Zeit, gab alles, trat in die Pedale und freute mich ab Zwiefalten auf eine pünktliche Ankunft und eine erfrischende Dusche. In Zwiefaltendorf krachte dann die Kette, ab hier war Laufen angesagt. Irgendwann erinnerte ich mich an die Laufrad-Technik meiner Töchter, machte den Sattel runter und bewegte mich sitzend mit meinen Füßen vorwärts. Gleichzeitig hoffte ich, dass mich keiner der im Auto vorbeifahrenden Jubiläumsgäste erkennt. Am Ortseingang von Obermarchtal dann der rettende Mechanikerbetrieb, der zufällig noch eine neue Kette herumliegen hatte und die Weiterfahrt am nächsten Tag war gesichert. Mit zweistündiger Verspätung hat der Kaffee dann schon noch einmal besonders gut geschmeckt.

Abschluss 2. Woche

Was hat Stadtradeln mit Fußball-WM zu tun: Ich muss meine Radler- und Bierkisten fürs Public-Nachbar-Viewing im Kinderanhänger vom Supermarkt den Schelmen hoch bis zu mir nach Hause transportieren! Ansonsten hat sich fast schon Routine eingestellt. Die Trainingsfahrten nach Tübingen kann ich mir schon kaum mehr anders vorstellen, bei Regen lehne ich Mitfahrversuchungen natürlich konsequent ab. Allerdings: Einen klaren Erschöpfungszustand donnerstags habe ich mit der Nutzung von Buslinie 18 (Tübinger Freibad- Theoderich-Kapelle Rottenburg) gekontert. Auf Nachfrage war die Begründung für die Nutzung des ÖPNV natürlich schnell gefunden: Unverschwitzt zum Anschlusstermin :-)