Die dritte Woche! Fast am Ende …

… hatte ich einen Traum. Ich träumte, dass in Aachen die Fahrradfahrer und die Autofahrer gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wären. Auf allen großen Einfallstraßen in die Stadt war eine Fahrspur allein den Radfahrerinnen und Radfahrern vorbehalten. So konnten diese auch mit Lastenfahrrädern und mit Kindertransportfahrrädern problemlos und auf einer breiten Spur die Stadtmitte erreichen. Überall waren große Piktogramme angebracht, sodass ganz klar war, diese Räume sind den Radfahrern vorbehalten. Auf der anderen Spur drängelten sich einige ewig Gestrige. In der Stadt gab es genügend gute und sichere Abstellplätze für Fahrräder, sodass die Räder nicht in den Fußgängerbereichen oder an Laternenpfählen oder vor Schaufenstern stehen mussten. Überall in der Stadt durften die Autofahrer nur mit Tempo 30 fahren, sodass das Fahrradfahren sehr sicher war. Und ich sah Menschen in meinem Traum, die mit Fahrrädern, Elektrobikes usw. fuhren, diese Menschen hatte ich noch nie gesehen, sie müssen früher wohl mit dem Auto gefahren sein. Alle waren froh und es wurden immer mehr …, da war der Traum zu Ende. Es war wohl nur ein schöner Traum. Am anderen Tag fuhr ich wieder am rechten Straßenrand über eine (dort) mehr als löchrige Fahrbahndecke (ein Gullideckel am nächsten) in die Stadt und dachte an meinen Traum.

Das Radfahren hat wieder sehr viel Spaß gemacht, das Auto habe ich nicht vermisst, und ich denke, dass bei einer konsequenten Politik für das Radfahren sicher auch mehr Menschen zu bewegen wären, auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Viele Grüße aus Aachen!

JEIN!

Stadtradler – Für Bad Oldesloe

Stadtradler 2013 Für Bad Oldesloe

Heute ist nun der letzte Tag des diesjährigen Stadtradelns.

Ich habe 140 km in den letzten drei Wochen mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das macht
20 kg CO² Vermeidung. Das hätte ich nicht gedacht!

Insgesamt ist das zwar keine gewaltige Strecke, aber mehr Kurzstrecken hatte ich einfach nicht zu bewältigen. Und wenn ich das Mittel ausrechne sind es immerhin 6,6 km täglich.

Hab ich das Auto vermisst? Ja und nein!

Die meiste Zeit nicht, denn die Arbeitsstelle und die großen Städte wie Hamburg und Lübeck erreichen wir problemlos mit der Bahn. Ja sogar besser als mit dem Auto.

Einkaufen ist auch kein Problem, da wir im Ortskern wohnen, erreichen wir alles in einem Umkreis von 100  Meter.

Aber es gibt auch Situationen wofür wir ein Auto benötigen. Da unsere Familie in entfernter gelegenen Orten wohnt, die wir nur beschwerlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können, blieb ein Besuch aus.

Aber das werden wir nun ab nächster Woche nachholen.

Würde ich es wiedermachen? Ja, würde ich!  Es macht Spass und fördert die Gesundheit.

Mit freundichem Gruß
Uwe Loeck
Stadtverordneter der FBO – Für Bad Oldesloe

Die zweite Woche

Liebe Radelfreunde,

auch in dieser Woche habe ich das Auto kaum vermisst, allerdings war es schon eine Kunst immer den richtigen Zeitpunkg zum Losstrampeln zu finden und nicht in den nächsten Regenschauer zu geraten.

Am Wochenende habe ich wieder eine schöne Radtour über die Höhen der Voreifel (im Süden von Aachen) unternommen und mich an der herrlichen Natur vor der Haustür erfreut.

 

Sonntagsausflug

Am Sonntag haben wir eine Tour zum Poggensee und um Oldesloe gemacht, zurück über Steinfelder Redder.

Mit dem Fahrrad kann man immer wieder neues entdecken, z. B. Wege die man mit dem Auto nicht passieren kann.

Und plötzlich waren wir an Orten wo wir vorher noch nicht waren. Toll!Poggensee

Fazit nach zwei Wochen

Stadtradlerstar_Portrait

Ich habe überall wo es ging die Kurzstrecke mit dem Fahrrad bewältigt, wo ich sonst laufe oder mit dem Auto fahre.

Lange Strecken habe ich per Bahn zurückgelegt. Durch die zentrale Lage von Bad Oldesloe lässt sich jedes Ziel schnell erreichen.

Ich vermisse das Auto nicht!

Abschlussstatement aus Ingelheim

Das waren sie nun, die 3 Wochen Stadtradeln in Ingelheim. Eigentlich schade… aber auf der anderen Seite erlaube ich mir zu sagen, dass ich mir jetzt nach 1.003 gefahrenen Kilometern erst einmal ein paar fahrradfreie Tage verdient habe :-)
Gestern wurde erst einmal bei einer Pizza und einem guten Glas Ingelheimer Rotwein zusammen mit der Freundin angestoßen. Am 07. November um 18:00 Uhr findet dann noch die Siegerehrung im Rathaus von Ingelheim (Neuer Markt, Ratssaal) statt. Ich fand, das Stadtradeln war eine gelungene Aktion und ich freue mich schon auf das nächste Jahr!

Endspurt in Nidda

Übermorgen bekomme ich meinen Autoschlüssel zurück! Gott sei Dank! Grundsätzlich hat es mir nicht sooo weh getan, auf das Auto zu verzichten – aber es geht doch nicht Alles ohne! So bin ich speziell von meinem Chorleiter gebeten worden, in meinem Blog darauf hinzuweisen, dass ich wegen dieses Wettbewerbs zu drei Proben nicht gekommen bin. Es ist eben nicht alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln machbar. Ich wohne in Nidda und singe im Konzertchor Butzbach. Die Proben finden montags von 19:45 Uhr bis 22:00 Uhr statt – unmöglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Und trotz aller Liebe zum Fahrrad fahre ich nicht abends um 22:00 Uhr 35 Kilometer auf dem Rad quer durch die Wetterau. Insbesondere muss ich am nächsten Tag um 05:00 Uhr aufstehen.
Was ich noch doof fand, war, für einen Vier-Personen-Haushalt mit dem Rad einzukaufen, da wir am Hang wohnen und ich mit vollen Einkaufstaschen den Berg hinauf fahren musste. Leider sind die Pfunde auch nicht so gepurzelt wie erhofft. Ich hatte immer das Gefühl, mich mit Schokoriegeln für die Anstrengungen des Radelns belohnen zu müssen…
Abschließend bleibt aber festzustellen, dass viele Wege gut mit dem Fahrrad zu meistern sind und ich für diese auch zukünftig das Auto stehen lassen möchte.

Auch in 2013 radele ich für ein besseres Klima

Auch dieses Jahr nehme ich wieder an der Aktion Stadtradeln teil und will wieder drei Wochen völlig auf das Auto verzichten. Allerdings ist das Wetter heuer nicht ganz so gut, sodass das Fahrradfahren nicht immer ein so großes Vergnügen bereitet. Die Stadt (Aachen) ist zur Zeit immer noch voller Baustellen, was die Situation für uns Radfahrer zusätzlich erschwert. Am vergangenen Wochenende habe ich eine der längsten Bahntrassenradwege in Europa ausprobiert, die neue Ravel-Route und ich war begeistert, jedenfalls über den neuen Radweg hinter der Stadtgrenze von Aachen. Dort – hinter Walheim – habe ich (und natürlich auch die anderen Mitradler) einen sehr gut ausgebauten Radweg auf der ehemaligen Vennbahntrasse vorgefunden, der aus der Aachener Innenstadt bis hinauf nach Kalterherberg in der Eifel führt. Der Anstieg ist moderat (höchstens 2%) und die Landschaft sehr abwechslungsreich. Der Radweg führt hinter Kalterherberg weiter auf belgischem Staatsgebiet bis nach Luxemburg. Allerdings bleibt dieses Stück einer weiteren Radtour vorbehalten. Auf jeden Fall ist der Radweg nur zu empfehlen, er kann (bis Luxemburg) in 2 bis 3 Tagen mühelos absolviert werden.

Rolf Coellen (Aachen)