Meine Erfahrungen beim Stadtradeln 2015 in Wetzlar

Die drei Wochen nur mit Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln hatten eine gewisse Umstellung zur Folge, waren aber insgesamt gut zu bewältigen. Ich hatte mich zum Schluss so daran gewöhnt, dass ich den Zeitablauf fast bedauert habe.
Mit dem Fahrrad habe ich dabei insgesamt 740 km zurückgelegt.

Nicht ganz neu aber verstärkt habe ich Rad- mit Bahnfahren verbunden. Und dies war und ist auch deutlich zeitaufwändiger gewesen als entsprechende Autofahrten.

1. Eine besonders sportliche Herausforderung war die Fahrt – allerdings mit dem Rennrad – von Solms über Ehringshausen und Edingen nach Greifenstein bei bestem Wetter am 9. September. Mit nacktem Oberkörper kam ich klatschnass geschwitzt „oben“ an. Erst nach Waschen mit kaltem Wasser war ich für das vorgesehene Treffen im dortigen Café einigermaßen „salonfähig“.

2. Ebenfalls anspruchsvoll war die Teilnahme an der Tour „Menschen für Kinder„. Eigentlich wollte ich zum Start von Weilmünster-Laubuseschbach mit dem Auto fahren. Stattdessen wurde ich auf der Fahrradfahrt von Solms nach Laubuseschbach ständig von anderen Teilnehmern, die mit ihren PKW`s und Rädern im Gepäck anreisten, überholt. Die schöne Fahrt bei gutem Wetter mit über 500 Teilnehmern für einen guten Zweck brachte mir an diesem Tag (19.09.2015) über 100 km ein. In der vorläufigen Bildergalerie bin ich bei der Mittagsrast im Zelt in Hadamar zu sehen.

3. Unvergesslich bleiben wird mir die Bahn & Bike-Fahrt am 22.9.2015 zu einem Fortbildungsforum nach Eschborn (Einen weiteren Termin, den ich danach (ab 20 Uhr) in Schmitten-Oberreifenberg gehabt hätte, musste ich wegen unmöglicher Verkehrsverbindungen leider absagen).
… Bereits auf der Radfahrt von Solms zum Bahnhof nach Wetzlar wurde ich ziemlich nass.
In Frankfurt-West, wo ich ausstieg, schüttete es derart, dass mein iPhone mit Karten-Map nach einigen Kilometern wegen Nässe ausfiel und ich mich nicht mehr orientieren konnte. Ich musste pitschnass umkehren, das Fahrrad am Bahnhof anschließen und mich mit einem Taxi zum Veranstaltungsort bringen lassen, wo ich trotzdem (IAA) deutlich verspätet ankam.
Nach dem Forum fuhr ich dann mit der S-Bahn von Eschborn zum Bahnhof Frankfurt-West, wo ich – angenehm überrascht – mein Fahrrad vorfand.
Als ich in Wetzlar ausstieg, regnete es nur wenig. In der Braunfelser Straße – etwa in Höhe des dort befindlichen Rewe-Marktes – setzte erneut Starkregen ein. Bis auf die Haut durchnässt kam ich spätabends zuhause an. Der Anorak hatte einiges abgehalten, aber die Hose tropfte noch am nächsten Morgen!

Ergebnis: Schnupfen oder Erkältung blieben aus, auch nach Fristablauf habe ich weitere Bahn & Bike-Fahrten unternommen, die Freude über die bestandene Herausforderung war deutlich größer als die damit verbundene Anstrengung
….und ich freue mich auf die Teilnahme im nächsten Jahr.

Sonja Steinmann 654,7 km 94,28 kg CO2

Das ist mein Ergebnis aus dem Radelkalender.

Unser Team „RadlerInnern in der SPD“, bestehend aus zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat in drei Wochen 1.961,6 km auf dem Rad zurückgelegt und dabei 282,5 kg CO2 eingespart.

Vielen Dank an alle, die an der Aktion teilgenommen haben! Vielen Dank an alle, die auch außerhalb der Aktion mit dem Fahrrad fahren und so ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten!

Woche 3: 258,6 km / 37,24 kg CO2

Das ist das Ergebnis aus Woche 3. Ganz deutlich ist zu erkennen, dass das Wetter in Woche 2 ein paar Kilometer mehr verhindert hat.  Insgesamt aber bin ich mit meiner Bilanz zufrieden: 654 Kilometer habe ich in drei Wochen mit dem Fahrrad zurück gelegt und dabei kein Auto von innen gesehen. Die ersparten Spritkosten habe ich in einen Fahrradkorb, einen neuen Fahrradschlauch, einen neuen Fahrradmantel und die Erneuerung des Vorderlichtes investiert – die Spritfüllung wäre schon weg, die „Ersatzbeschaffungen“ sind immer noch da.

Fazit: ich kann viel öfter mit dem Fahrrad fahren – oft genug steht nur die eigene Bequemlichkeit entgegen – und das Auto vor der Tür. Ich hoffe, dass ich trotz der bevorstehenden kalten Jahreszeit das ein oder andere Mal in Zukunft das Fahrrad nehme, wo ich früher ins Auto gestiegen bin. Aber immerhin werde ich künftig keinen Sprit mehr verbrennen – mein neuer tankt nämlich Strom :-).

Wunsch für Ettlingen: Abstützringe für Ampel-wartende Radfahrer!

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30.09.

Die beim Gegenwindeinsatz gestern beschlossene Reifenoptimierung ist realisiert! Die vom Fachhändler in Ettlingenweier aufgezogenen 60-er Big Apple surren vor sich hin, auch mit Anhänger geht es viel leichter! DSC_2886

 

Einige Termine und km stehen auf dem Tagesplan: Markteinkauf in der Frühe Ettlingen,  Reifenwechsel Ettlingenweier, Rentenversicherung Karlsruhe (es hat schon was, mit Mountainbike und Kinderanhänger bei der Rentenversicherung vorzufahren!), KITA, CAP- Markt Bruchhausen,Bandprobe in Ettlingen, ja, und dann noch ein, zugegeben (spät-)Pubertäts-bedingter,  late night sprint zur Brasserie täglich!

 

Doch nun zurück zur Überschrift! Karlsruhe hat es, Ettlingen (noch) nicht: die praktischen und nicht teuren Abstützringe für an Ampeln wartende Radfahrer! Sie sorgen dafür, dass man bei Rot nicht absteigen muss und bei Grün schneller und besser wieder starten kann!  An den Ampeln der Knotenpunkte sowie der Hauptverkehrsachsen montiert, wären sie ein nützliches und bleibendes Symbol für die Klima-Bündnis, Stadtradeln-Kampagne Ettlingen 2015!!!DSC_2883

 

Statistik für diesen Tag: 70,3 km auf dem Tacho, 10,12 kg CO2 eingespart.

Gesamtstatistik für 3 Wochen Stadtradeln: 774,4 km auf dem Tacho, 111,51 kg CO2 eingespart und die Einsicht, auch in Zukunft das Auto möglichst wenig zu nutzen!

Ettlingen – Baden-Baden – Ettlingen = 60 Kilometer

Heute war das Grande Finale: Am letzten Tag des Stadtradelns stand auch die größte Herausforderung an – ein Gerichtstermin beim Amtsgericht Baden-Baden! Nachdem die Generalprobe am vorangegangenen Wochenende ja mit einem Reifenplatzer endete, konnte die Route ja leider nicht erprobt werden. Entsprechend früh – viertel nach sieben – habe ich mich auf den Weg gemacht. Eine vorbildliche Beschilderung dieses Teilstücks des Rheintalwegs führte mich zielsicher nach Baden-Baden. Dank Rückenwind war ich nach 1 3/4 Stunden am Ziel! Der Rückweg nach Ettlingen bzw. weiter nach Karlsruhe zum Büro war etwas mühsamer – der Wind blies mir jetzt mächtig entgegen (nun – als SPD-Stadträtin im schwarzen Ettlingen kenne ich das ja :-)).

Aber die Sonne strahlte und ich werde wohl mit meinen Partnern in der Sozietät verhandeln müssen, ob mir für dieses Vergnügen ein halber Urlaubstag abgezogen wird.

Eigentlich schade…..nur noch 3 Tage Stadtradeln.

28./29.09.

Alltagsfahrten zum Einkauf nach Ettlingen

DSC_2867 und KITA  Karlsruhe. Puh, es ist windig, gegenwindig! Das Mountainbike/Kinderanhänger-Gespann will nicht so recht in Schwung kommen. Eigentlich klar: es sind noch Nobby Nic und Racing Ralph aufgezogen; Reifen die fürs Gelände optimal, aber nicht dafür gedacht sind Kinderanhänger über Asphalt zu ziehen. Zum Mittwoch werden andere Reifen aufgezogen: 60-559 Big Apple, die rollen mit 4 bar aufgepumpt fast wie Rennreifen!

Dienstag Nachmittag noch kurz mit dem Rennrad nach Karlsruhe, um die dort an vielen Ampelübergängen angebrachten Abstützringe für wartende Radfahrer zu fotografieren: So etwas wünsch ich mir für Ettlingen!

Statistik für beide Tage: 78,6 km auf dem Tacho, 11,31 kg CO2 eingespart.