Drei Wochen nur auf dem Rad: Die Aktion in der Nachbetrachtung

Als Rad fahrende Vertreterin der FWV-Fraktion in der Birkenauer Gemeindevertretung ist mir durch die Teilnahme am Stadtradeln einmal mehr bewusst geworden, dass wir in unserer Kommune dringend Handlungsbedarf beim Ausbau eines Radwegenetzes haben. In anderen Gemeinden werden mit einfachen Mitteln die Radfahrer geschützt, wenn beispielsweise Fußwege zwischen den Ortsteilen auch als Radwege mitgenutzt und Fahrradwege auf den Fahrbahnen aufgezeichnet werden. Dies fehlt uns in der Anbindung der Ortsteile an den Kernort. Wie schön wäre es, wenn Schulkinder auf sicheren Radwegen aus Löhrbach oder Mumbach zum Nachmittagstraining mit dem Rad fahren könnten, ohne das „Taxi Mama“ immer zu benötigen. Im heutigen Verkehr auf den Straßen ist dies kaum zumutbar und nicht zu vertreten. Es gibt kaum Rücksichtnahme und kein Bewusstsein der Autofahrer auf diese Verkehrsteilnehmer. Das sollte sich möglichst bald ändern und das Thema in unserer Kommune Eingang in ein Verkehrskonzept finden. Es bietet sich der Ausbau von Wegen entlang der Bachläufe an. Das Parken auf Fußwegen und am Straßenrad gehört an den Stellen abgeschafft, wo Radwege eingezeichnet werden müssten.
Die Stadtradelaktion hat dazu ein Forum eingerichtet, das Anregungen aus den Gemeinden auf nimmt. Ich hoffe, es wurde auch genutzt und an die entscheidenden Stellen weitervermittelt. Die Kommunen müssen zur Umsetzung dieser Konzepte auch finanziell ausgestattet und vom Kreis unterstützt werden. So stelle ich mir einmal im Jahr einen autofreien Sonntag im Weschnitztal vor, der die jetzigen Erfahrungen mit der Sperrung der Talstraße zwischen Weinheim und Birkenau positiv in den Fokus rückt:
Unser Weschnitztal lohnt sich radelnd und gefahrlos für Jung und Alt zu erkunden. Vielleicht nutzen dann von den rund 70 Mandats-und Amtsträgern in der Gesamtgemeinde nicht nur fünf die Gelegenheit, aktive zu werden.
Sabine Neumann, GV Birkenau

Erste Fahrradstraße in Wilhelmshaven ist im Bau

Der in Wilhelmshaven entstehend neue Schulcampus liegt direkt einer Hauptfahrradtrasse unseres Fahrradwegekonzepts. Um diesen Schulweg sicher und leistungsfähiger zu gestalten wir die Schellingstraße im Rahmen einer Straßen- und Kanalsanierungsmaßnahme neu und bauen sie zu unsrer ersten Fahrradstraße in Wilhelmshaven aus. DSCF0701

Drei Wochen ohne Auto, wieder eine gut Erfahrung

Das Stadtradeln in Erlangen ist vorbei. Diesmal mit einigen regnerischen Tagen in der zweiten Woche. Dennoch denke ich, dass auch ohne die Verpflichtung mein Mobilitätsverhalten genau das gleiche gewesen wäre. In der Stadt ohne lange Parkplatzsuche direkt ans Ziel zu fahren entschädigt durchaus für die Unannehmlichkeit der Benutzung eines Regenumhangs.

Durch ein starkes Freizeitradeln in der sonnigen dritten Wochen mit einigen längeren Tagestouren kann sich auch die Kilometerausbeute mit 1.617 km sehen lassen.

Endspurt in Mainz

Nun haben die letzten beiden Tage der Stadtradelaktion in Mainz begonnen. Es ist wirklich sehr schade. Die vielen Termine der letzten drei Wochen habe ich fast alle mehr oder weniger pünktlich wahrnehmen können. Die Stadtradelaktion wurde von allen unterstützt, so dass es für mich einfacher wurde, wenn ich nicht immer der Etikette entsprechend angezogen war. Oft kam ich völlig verschwitzt bei den Terminen an. Bei Terminen, die sich wiederholt haben, stand dann ab dem 2. Treffen schon ein Glas Wasser bereit :-)  Bei einigen Terminen kam ich, wegen des Regens, auch etwas verdreckt durch Spritzwasser an, da ich wegen des Zeitdrucks keine Rücksicht auf Pfützen nehmen konnte und mit Vollgas mitten durch Pfützen gefahren bin. Auch hier wurde ich bei wiederkehrenden Terminen mit trockenen Sachen, Handtuch und Wasser empfangen. :-)  Einen Termin musste ich sehr schweren Herzens absagen. Ein Hinderniss war dabei leider auch der Tatsache geschuldet, dass man bei der Benutzung eines Busses leider kein Fahrrad mitnehmen kann. In Chicago (IL, USA) z.B hat jeder Stadtbus die Vorrichtung ein paar Fahrräder zu transportieren. Vielleicht wäre das auch eine mögliche Idee, die sich auch hier umsetzten lässt.
Nun gilt es noch einmal mit Freunden zusammen Kilometer für unsere Teams zu sammeln, auch wenn die Beine brennen und die Reifen qualmen ;-)

Zur Nachahmung empfohlen

Kern 03

 

 

 

 

 

 

 

Drei Wochen ohne Auto – Ziel erreicht! An der Aktion STADTRADELN  habe ich mich beteiligt, um mehr zu „erfahren“. Eine wichtige Erkenntnis für mich ist, dass viele private und dienstliche Angelegenheiten bei entsprechender Planung – ohne Zeitverlust – mit dem Fahrrad wahrgenommen werden können.
Meine erste Autofahrt nach dem STADTRADELN war im Übrigen letzten Samstag zur Kompostierungsanlage. Es war zu viel, dass es in einem Fahrradanhänger gepasst hätte.

Ich habe erkannt -  STADTRADELN ist eine Win-Win-Situation für den Klimaschutz und meine Gesundheit. Ich freue mich bereits auf die Aktion im nächsten Jahr und werde in Zukunft viel häufiger mein Fahrrad nutzen.

Sometimes?

Sometimes things don’t work out quite as expected – and that despite the best of intentions. Sometimes you actually have to use the car!! (Shock! Horror! Gasp!) ‘Cos sometimes you get sick. And that, unfortunately, is what happened to me in my third week as a Starradler.

Thankfully it was nothing too serious. Just a summer bug which didn’t last very long, but left me feeling weak and totally without energy.

Now one of the things which makes many of us immigrants here in Germany different from the locals is the way many of us work …….. or rather, the way many of us are allowed to work. We learn very early on in our stay here, that our German isn’t good enough, or our qualifications aren’t really up to standard, or they won’t be recognized at all. Now while things are slowly changing for the better, this still means that very many of us make our living as self-employed.

What in heavens name has this got to do with cycling, you’re probably asking by now?
Well, being self-employed means that if you work, you get paid – and if you don’t work (‘cos you’re ill) you don’t get paid. Which also means, that we have to be REALLY ill before we’ll skip a day of work.

And that was the case for me last week – not too “under the weather” to stay at home, but far too weak to cycle the, in all, 35 km to English classes. The only way to get there was the car.

Which brought me to thinking:
Sometimes cycling just isn’t possible. Sometimes we do actually need the car, especially if the alternative of taking public transport is terribly difficult or just doesn’t exist.

The problem is, however, that using the car tends to make us rather lazy. All too easily can driving sometimes become driving always. How often do we find ourselves on auto-pilot getting in to the car to drive to the bakery instead of cycling there?

And perhaps that’s one of the most important messages behind the Stadtradeln Project; changing our all too comfortable habits. No longer taking the bike sometimes but (almost) always and only taking that car out of the garage …… sometimes!

Happy cycling!
Liz

Hoch. Höher? Höchstadt!

Zu einer Vorstandssitzung ins rund 45 Kilometer entfernte Höchstadt – was in einer “normalen” Woche eine unkomplizierte Angelegenheit ist, wird als STADTRADLER-STAR zu einer großen Herausforderung. Zumal die Strecke, wenn man nicht über die Autobahn fährt, noch einmal über 10 Kilometer länger und die zur Verfügung stehende Zeit begrenzt ist.

Ohne nennenswerte Pause führte mich mein Weg in rund 2 1/2 Stunden ans Ziel. Das Gepäck, das für einen solchen alltäglichen Termin mitgenommen werden muss, füllt die Satteltaschen gut aus – Sitzungsunterlagen, Sportjacke, Wechselklamotten, Handtuch, Duschgel …

Auf dem Hinweg habe ich keine Sekunde bereut, das Fahrrad genommen zu haben – auf dem Rückweg sah dies schon anders aus. Mit dem Auto wäre ich rund 35 Minuten unterwegs gewesen, mit den Öffentlichen dauerte die Heimfahrt 1 Stunde und 45 Minuten. Und begann erst um 22:45 Uhr…

Fazit: Ein überörtliches Ehrenamt und der komplette Verzicht aufs Auto lassen sich nur schwer miteinander vereinbaren! #ichbineinstarholtmichhierraus

Der Tag danach

Ich bin heute Auto gefahren, ich kann es noch, aber es war schon ein komisches Gefühl. Irgendwie bin ich erleichtert, aber auch ein wenig traurig. Es war für mich persönlich ein Abenteuer und eine Herrausforderung.

Allgemein habe den Eindruck, dass in und um Birkenau während dieser Zeit deutlich mehr Menschen Radfahren-allein das ist ein Erfolg! Es war von der Seite der Gemeinde Birkenau zudem ein optimaler Zeitpunkt beim “Stadtradeln” teilzunehmen, ist doch eine Vollsperrung entlang der Hauptverkehrsachse vorhanden. Ich nutze ohnehin oft das Rad für kürzere und etwas längere Wege, habe aber für mich durch das “Stadtradeln” richtig Ehrgeiz entwickelt, ich werde weiterhin radeln so viel wie in meinen Altag passt!

 

Stadtradeln am 1. Juli gehts los

STADTRADELN-STAR 2014 in Birkenau
Ich bin ein Stadtradler-Star der Gemeinde Birkenau und bin Verwaltungsmitarbeiterin. Ich empfinde diese drei Wochen als eine spannende Herausforderung, wobei für mich momentan das Spannendste ist: „Hoffentlich regnet es nicht!“
Ich werde zur Arbeit radeln, das ist für mich keine große Herausforderung, da meine Strecke nur 1,4 km beträgt, also lediglich 5,6 km pro Arbeitstag. Ich habe mir allerdings vorgenommen regelmäßig einen Umweg zu fahren. Ich habe mir auch eine Kilometerleistung vorgenommen, die ich aber an dieser Stelle vorsichtshalber noch nicht verrate.
Alles in allem finde ich diese Aktion richtig gut, da wir doch alle viel zu bequem sind und für jede Strecke das Auto benutzen. Der Umweltaspekt ist mir dabei sehr wichtig, aber ebenso wichtig ist für mich der sportliche und gesundheitliche Aspekt.
Ich fahre gern Fahrrad und liebe es in angenehmer Geschwindigkeit die Natur wahrzunehmen, dies praktiziere ich allerdings hauptsächlich im Urlaub. Wie schön ist es auf Mallorca die herrliche Landschaft und die atemberaubenden Ausblicke beim Radeln zu genießen, das erlebe ich jedes Jahr an Ostern. Jetzt werden ich ganz bewusst den Odenwald erkunden und seine Ausblicke genießen. Und auf diese Weise viele Kilometer für mich und meine Gemeinde sammeln.
Ich freue mich drauf, am 1. Juli geht es los!

Auf Kurzstrecken eine wirkliche Alternative

3 Wochen ohne ein Auto zu fahren, das ist bei leichter Umstellung in meinem Alltag zum Glück möglich und wirklich machbar. Nachdem meine 1. Woche mit großer Motivation, gutem Wetter und unterstützenden Mitradlern mit rund 120 Kilometern begann, verlangte die Regenwoche schon mehr Überwindung bzw. Vermeidung von Unternehmungen. Es kamen auch nur popelige 60 Kilometer bei mir zusammen. Jetzt läuft die dritte Woche und es macht wieder mehr Spaß; auch bei Hitze von rund 32 Grad! Der Fahrtwind macht`s möglich.
Mein Fazit: es kommen doch eine Menge Kilometer im Alltag an Kurzstrecken zusammen, ohne dass ausgesprochene Radtouren dabei waren. Bei mir werden es rund 280 km in den 3 Wochen sein. Das hätte ich nicht gedacht. Erleichtert hat die Entscheidung für das Rad natürlich die Sperrung der Talstraße in Birkenau, da ich häufig die Strecke nach Weinheim fahre. Das ist momentan wirklich Genuss pur: kaum ein Auto, die Weschnitz plätschert bzw. rauscht bergab, die Fischreiher wundern sich ebenfalls über diese Idylle und ich bin nicht länger unterwegs als mit dem Auto. Negativ ist die mangelnde Wahrnehmung der Autofahrer in und um unsere Kommune. Da wird man im „Nadelöhr“ Obergasse weggehupt, man rechnet im Zentrum nicht mit radfahrendem Gegenverkehr und schneidet die Kurven. Hier lässt sich noch Einiges verbessern. Warum nicht eine deutliche Markierung auf die Fahrbahn malen, um auf diese Verkehrsgruppe aufmerksam zu machen? Schließlich müssen wir in den Ortschaften aus Platzmangel ohne Radwege auskommen. Aber in den vergangenen Wochen ist der Anteil der radfahrenden Bevölkerung ja erfreulicherweise deutlich gestiegen. Gemeinsam können wir vielleicht doch etwas erreichen. Rund 22.000 Kilometer von allen Teilnehmern finde ich nicht nur beachtlich, das fordert doch eine größere fahrradfreundliche Beachtung und Umsetzung im Verkehr heraus. So stelle ich mir eine gelungene Umsetzung der Kampagne vor.

Sabine Neumann, Gemeindevertreterin, FWV, Birkenau